Leopold Weininger (* 31. Januar 1854Weininger Leopold grave-pictures.at. in Wien; † 1. April 1922 ebendaFamily Card – Weininger schoenberg.com.) war ein österreichischer Goldschmied. Er war der Vater des Philosophen Otto Weininger.Weininger, Otto (1880–1903), Philosoph. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950. Band 16, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2019 70. Lieferung, S. 70–71 (biographien.ac.at).

Familie Weininger war der Sohn des Kaufmanns Salomon Weininger (* 1822), der in den Jahren 1841 bis 1847 in der Stadt Krems (Niederösterreich) arbeitete und um das Jahr 1853 nach Wien übersiedelte, nachdem sein Lagerhaus abgebrannt war.Paulus Rainer: The Antiques Dealer Salomon Weininger and Vienna Counterfeiting in the Age of Historicism. In: Silver Society of Canada Journal. Band 17, , 2014 (silversocietyofcanada.ca PDF, S. 52–53). Er stammte aus einer bürgerlich-jüdischen Familie, war wohlhabend, wohlassimiliert und germanophil. Er verehrte die Musik Richard Wagners. Seine Ehefrau Adelheid Adele Weininger (geborene Frey, 10. April 1857 – 31. Oktober 1909) starb mit 55 Jahren in Wien an Tuberkulose. Zwei ihrer gemeinsamen sechs Kinder (Helene und Franz ) starben vor ihrem 18. Lebensjahr. Ein weiterer Sohn, Otto Weininger (3. April 1880 – 4. Oktober 1903), beging im Alter von 23 Jahren Suizid. Ein jüngerer Sohn, Richard Weininger, starb hochbetagt auf seinem Landsitz bei New York. Die Tochter Karoline Kellert-Weininger (1898–1969) hatte einen Sohn Friedrich Kellert (1921–1970).

Arbeit Weiningers Arbeiten umfassten Gold-, Silber- und Juwelenarbeiten. Im Jahr 1883 wurde er Goldschmiedemeister. 1909 wurde er im Branchenverzeichnis der Meisterlisten als Spezialist für Email- und Antik-Imitationen aufgeführt. Emil Lucka, ein Freund Otto Weiningers, beschrieb Leopold Weiningers Arbeit nach dessen Tod 1922 in der Zeitung Neue Freie Presse.

Für Luckas Buch Otto Weininger – Sein Werk und seine Persönlichkeit (1905) verfasste Leopold Weininger ein Nachwort mit dem Titel Erklärung und Berichtigung. Nach dem Selbstmord dieses Sohnes verfasste der Vater eine Grabinschrift (Abbildung):

Literatur Matthias Morgenstern: Theater und zionistischer Mythos. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2002, S. 174 (books.google.de).

Weblinks Cerimonial Safe (Room Luís XIV)

Einzelnachweise

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