Die Pfifferlingsverwandten (Cantharellaceae) waren eine Familie Großpilze aus der Ordnung der Pfifferlingsartigen (Cantharellales). Auf Grundlage phylogenetischer Untersuchungen wurde die Familie mit der der Stoppelpilzverwandten (Hydnaceae) vereinigt und wird heute nicht mehr als eigene Familie unterschieden.

Merkmale Die Pilzarten, die zu den Pfifferlingsverwandten gezählt wurden, bilden aufrechte, häufig trichterförmige Fruchtkörper mit Hut und zentralem oder seitlichen Stiel. Die Fruchtkörper sind weich bis etwas ledrig. Das Hymenophor ist glatt bis faltig oder als Leisten ausgebildet. Charakteristisch ist das Vorhandensein von Carotinoiden. Alle ehemaligen Angehörigen der Familie sind mit Bäumen symbiotisch lebende Mykorrhizapilze.

Gattungen Die Pfifferlingsverwandten waren in Europa mit zwei Gattungen vertreten. Die frühere dritte Gattung Pseudocraterellus wurde inzwischen mit Craterellus zusammengeführt. Einige Arten aus der Gattung Pfifferlinge, wie beispielsweise der Trompetenpfifferling, wurden zu den Kraterellen gestellt.

Pfifferlinge (Cantharellus) Kraterellen (Craterellus)

Bedeutung Zu den Pfifferlingsverwandten gehörten einige beliebte Speisepilze. Am bekanntesten ist der Echte Pfifferling, daneben werden auch alle weiteren Arten der Pfifferlinge sowie die Totentrompete zum Verzehr gesammelt.

Quellen Literatur German Josef Krieglsteiner (Hrsg.), Andreas Gminder: Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 3: Ständerpilze. Blätterpilze I. Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3536-1.

Einzelnachweise Hans E. Laux, Andreas Gminder: Der große Kosmos-Pilzführer. Alle Speisepilze mit ihren giftigen Doppelgängern. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-440-12408-6, S. 454 f.

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Kategorie:Alternatives Taxon (Pilz)