Herbert Brandl (* 17. Jänner 1959 in Graz; † 27. Juli 2025 in Wien) war ein österreichischer Maler. Er zählte zu den Neuen Wilden.

Leben Herbert Brandl wurde in Graz geboren und wuchs in Bad Schwanberg auf. Er studierte ab 1978 an der Hochschule für angewandte Kunst Wien bei Herbert Tasquil und Peter Weibel. Von 2004 bis 2019 war er Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.Katharina Rustler: Österreichischer Maler Herbert Brandl mit 66 Jahren gestorben. In: Der Standard. 28. Juli 2025. Abgerufen am 28. Juli 2025.

Ab Anfang der 1980er Jahre stellte Herbert Brandl in der Galerie Peter Pakesch in Wien aus. 1989 nahm er an der Biennale von São Paulo teil.Wochenzeitung Weststeirische Rundschau. , Nr. 31 (1. August 2025), S. 8. Ab Mitte der achtziger Jahre nahm Herbert Brandl an international bedeutenden Ausstellungen teil. Dazu gehören die Biennale de Paris, 1985, Musée d’Art de la Ville de Paris, 1990, die documenta IX, 1992 und Painting on the Move, Kunsthalle Basel, Museum für Gegenwartskunst, 2002. 2007 war er auf der Biennale di Venezia im Österreichischen Pavillon vertreten. In seiner näheren Heimat gab es Ausstellungen 2015 im Greith-Haus, 2018 in der Rondell-Galerie in Bad Schwanberg und im Feuerwehrmuseum in Groß Sankt Florian, 2024 im Laßnitzhaus in Deutschlandsberg.

Brandl lebte in Bad Schwanberg und arbeitete in Wien. Er gehörte zu den wichtigsten österreichischen Vertretern des Neoexpressionismus.

Herbert Brandl starb am 27. Juli 2025 an plötzlichem Herztod. Er wurde am Wiener Zentralfriedhof bestattet.

Ausstellungen (Auswahl) 1982–1993: Galerie Peter Pakesch, Wien 1985: Biennale de Paris, Paris 1986: Hacken im Eis, Museum des 20. Jahrhunderts, Wien; Kunsthalle Bern, Bern 1992: documenta IX, Kassel 1993: Der zerbrochene Spiegel. Positionen zur Malerei, Kunsthalle Wien; Deichtorhallen, Hamburg 2002: Painting on the Move, Kunsthalle Basel, Museum für Gegenwartskunst, Basel 2004: NEUE WILDE – Eine Entwicklung, Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg/Wien 2006: Österreich: 1900–2000. Konfrontationen und Kontinuitäten, Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg/Wien 2007: Biennale di Venezia, Österreichischer Pavillon, Venedig 2007: Passion for Art, Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg/Wien 2008: KOMPLEX. Österreichische Gegenwartskunst aus der Sammlung Essl, Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg/Wien 2008: Meisterwerke der Sammlung Essl, Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg/Wien 2009: Deichtorhallen, Hamburg 2010: Berge und Landschaften, Albertina, Wien 2010: Bilder und Arbeiten auf Papier, Galerie Noah, Augsburg 2010: CORSO. Werke der Sammlung Essl im Dialog, Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg/Wien 2012: Bank Austria Kunstforum, Wien 2012: Kunsthalle Emden 2012: Altana Kulturstiftung, Bad Homburg 2012: Essl Museum, Klosterneuburg/Wien 2015: Homelandjoe and the holy Bauernmonos, Greith-Haus, St. Ulrich i. Gr./Steiermark 2017: Hyänenpause, Museum Franz Gertsch, Burgdort BE (CH) 2017: Super Wetter, Dobar Dan, Palace Milesi and Art Gallery Kula in Split 2020: Morgen, Kunsthaus Graz 2020: 24/7, Künstlerhaus Graz

Öffentliche Sammlungen (Auswahl)

Belgien Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent

Deutschland Museum Würth, Künzelsau

Frankreich Fonds régional d’art contemporain – Ile-de-France Le Plateau, Paris Musée d’art moderne de la Ville de Paris – MAM/ARC, Paris Centre Georges Pompidou, Paris

Österreich Albertina, Wien Kunsthaus Bregenz, Bregenz Lentos Kunstmuseum, Linz Museum der Moderne Salzburg, Salzburg Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien Neue Galerie Graz Niederösterreichisches Landesmuseum, St. Pölten Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg/Wien

Portugal Museu Serralves, Porto

Schweiz Kunsthalle Bern, Bern Kunsthalle Zürich, Zürich

Spanien Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid

USA Renaissance Society, Chicago

Auszeichnungen 2024: Ehrenzeichen des Landes Steiermark für Wissenschaft, Forschung und Kunst, beschlossen 2021, übergeben 2024 … Ehrenbürgerschaft von Bad Schwanberg 2025: Großer Österreichischer Staatspreis für Bildende Kunst (beschlossen zwei Wochen vor seinem Tod)

Literatur Andrea Firmenich, Johannes Janssen, Frank Schmidt, Katharina Henkel (Hrsg.): Herbert Brandl. Landschaften. Monotypien und Gemälde. Wienand Verlag, Köln 2012, ISBN 978-3-86832-127-2. Robert Fleck: Herbert Brandl Deichtorhallen, Hamburg. Snoeck Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-940953-12-4. Robert Fleck: Herbert Brandl: La Biennale Di Venezia 2007. Hatje-Cantz Verlag, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-7757-1997-1. Herbert Brandl, Peter Weibel, Günther Holler-Schuster: Herbert Brandl, Hatje-Cantz Verlag, Ostfildern 2002, ISBN 3-7757-1237-2. Pintura. Herbert Brandl, Helmut Dorner, Adrian Schiess. Museu Serralves (Hrsg.), Porto 2004, ISBN 972-739-124-9. Malerei. Herbert Brandl, Helmut Dorner, Adrian Schiess, Christopher Wool. ZKM (Hrsg.), Karlsruhe 2004, ISBN 3-928201-32-8.

Weblinks

Website von Herbert Brandl Herbert Brandl bei artfacts.net Biografie zu Herbert Brandl beim Essl Museum Herbert Brandl Künstlerportrait von CastYourArt, 2012

Einzelnachweise

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