Die Westkarpatische Operation (, Sapadno-Karpatskaja nastupatelnaja operazija) war eine Offensive der Roten Armee während des Zweiten Weltkrieges, die vom 12. Januar bis zum 18. Februar 1945 andauerte.
Truppenstärke Die 4. Ukrainische Front (mit dem 1. Tschechoslowakischen Korps) unter Iwan Petrow zusammen mit der 2. Ukrainischen Front (mit der 1. und 4. rumänischen Armee) unter Rodion Malinowski sollten die in den Westkarpaten versammelten deutschen Truppen zurückdrängen, die sich aus der 1. Panzerarmee, der 8. Armee, Teilen der 17. Armee und der ungarischen 1. Armee zusammensetzten. Die Tiefe der deutschen Verteidigung schloss neben dem gebirgigen Gelände auch mehrere Seen und Flussläufe ein.https://wwii-soldat.narod.ru/OPER/ARTICLES/035-zap-karp.htm.
Gliederung der gegnerischen Kräfte
30px 4. Ukrainische Front (Generaloberst Iwan Jefimowitsch Petrow) 25px 38. Armee (Generaloberst Kirill Semjonowitsch Moskalenko) 20px 52. Schützenkorps Generalmajor Sergei Michailowitsch Butschew 81. Schützen-Division Oberst Josif Iwanowitsch Matusewitsch 121. Schützen-Division Oberst Danil Iwanowitsch Bushtruk 340. Schützen-Division Generalmajor Fjodor Nasarowitsch Parchomenko 20px 101. Schützenkorps Generalleutnant Andrei Leontjewitsch Bondarew 70. Garde-Schützen-Division Generalmajor Iwan Andrejewitsch Gusew 183. Schützen-Division Generalmajor Leonid D. Wassilewski 140. Schützen-Division Generalmajor Alexander J. Kiseljew, ab 24. Januar Oberst Michail Markowitsch Wlasow 20px 67. Schützenkorps Generalmajor Iwan Stepanowitsch Schmygo 211. Schützen-Division Oberst Georgi S. Tomilowski 241. Schützen-Division Generalmajor Stanislav Antonowitsch Iwanow 305. Schützen-Division Oberst Alexander Fjodorowitsch Wassiljew 1. Gardearmee (Generaloberst Andrei Antonowitsch Gretschko) 20px 3. Gebirgs-Schützenkorps – Generalmajor Andrei Jakowljewisch Wedenin 128. Schützen-Division Oberst Jephraim Ignatjewitsch Dolgow 242. Schützen-Division Generalmajor W. B. Lisinow 318. Schützen-Division Generalmajor Wassili F. Gladkow 20px 107. Schützenkorps – Generalleutnant Dmitri Wassiljewitsch Gordejew 161. Schützen-Division Oberst Nikolai Moisejewitsch Gerschewitsch 167. Schützen-Division Oberst Iwan Dmitriwitsch Drjachlow 271. Schützen-Division Oberst Iwan Fjodorowitsch Chomitsch 276. Schützen-Division Generalmajor Peter Maxsimowitsch Beschko 1. Tschechoslowakisches Korps (General Ludvík Svoboda) 1. Tschechoslowakische Brigade Brigadegeneral Karel Klapalek 3. Tschechoslowakische Brigade Oberst Jaroslav Sellner 20px 18. Armee (Generalleutnant Anton Josifowitsch Gastilowitsch) 20px 11. Schützenkorps Generalmajor Michail Iwanowitsch Saporoschtschenko 30. Schützen-Division Generalmajor Viktor Pawlowitsch Jankowski 226. Schützen-Division Generalmajor Nikolai Alexejewitsch Kropotin 20px 95. Schützenkorps Genlt. I. I. Melinikow, ab 18. April Genlt. Sergei W. Roginski 24. Schützen-Division Generalmajor Theodor A. Prochorow 351. Schützen-Division Generalmajor Ilja Fedorowitsch Dudarew 5. mech. Brigade Oberst Iwan Mitrofanowitsch Morus 20px 17. Garde-Schützenkorps – Generalleutnant Nikifor V. Medwedew 2. Garde-Schützendivision Oberst Nikita Sergejewitsch Samochwalow 8. Schützen-Division Oberst Nikolai Stepanowitsch Ugrjumow 138. Schützen-Division Oberst Wassili E. Wassiljew 237. Schützen-Division Oberst Michail G. Petenko 25px 2. Ukrainische Front (Marschall Rodion Malinowski) 4. rumänische Armee (General Vasile Atanasiu) Rumänisches II. Korps Rumänische 21. Division – Brigadegeneral Ion Antonescu Petre Rumänische 8. Kavallerie-Division Rumänische Gardedivision Rumänisches VI. Korps Rumänische 6. Division Rumänische 11. Division Rumänische 18. Division 20px 40. Armee (Generalleutnant Filip Fedosjewitsch Zmacenko) 20px 50. Schützenkorps – Generalmajor Serafim Petrowitsch Merkulow 42. Schützen-Division – Oberst Fjodor F. Bochkow 38. Schützen-Division – Generalmajor Sergej Prokopjewitsch Timosckow 240. Schützen-Division – Generalmajor Terenti Fomitsch Umanski 20px 51. Schützenkorps Generalmajor Alexander D. Rumjanzew 6. Schützen-Division Generalmajor Iwan Fedotowitsch Obuschenko 4. Garde-Schützen-Division Oberst Kusjma Dmitriwitsch Parfenow 232. Schützen-Division Oberst Deonisy Semenowitsch Tsalay 54. Schützen-Division Generalmajor Michael Titowitsch Karnaschew 243. Schützen-Division Oberst Nikolai Nikolajewitsch Parfentjew 1. rumänische Armee (General Ioan Mihail Racoviţă) Rumänisches IV. Korps Rumänische 2. Division Brigadegeneral Mihail Voicu Rumänische 2. Gebirgsbrigade Oberst Ioan Tsukel Rumänische 3. Division Brigadegeneral Ion Popescu Rumänisches VII. Korps General Nicolae Sova 2 Gebirgs-Division – Generalmajor Constantin Iordekescu Rumänische 19. Division Brigadegeneral Michael Leketushu Rumänische 10. Division Rumänische 9. Kavallerie-Division Brigadegeneral Ilie Antonescu 25px 27. Armee Generaloberst Sergei Georgijewitsch Trofimenko 20px 33. Schützenkorps – Generalmajor A. I. Semjonow 202. Schützendivision – Generalmajor I. M. Chochlow 337. Schützendivision – Oberst Taras P. Gorobez 3. Garde-Luftlandedivision – Generalmajor Iwan Nikititsch Konew 20px 37. Schützenkorps – Generalmajor Fjodor Samoilowitsch Kolchuk 108. Schützendivision – Oberst Sergej Illarionowitsch Dunajew 316. Schützendivision – Oberst Gregory S. Chebotarew 320. Schützendivision – Oberst Joseph Z. Burik 20px 35. Garde-Schützenkorps – Generalleutnant Sergej G. Gorjatschew 78. Schützendivision – Generalmajor N. M. Michailow 163. Schützendivision – Generalmajor F. W. Karlow 206. Schützendivision – Generalmajor Fjodor Iwanowitsch Dremenkow
30px17. Armee XI. SS-Armeekorps (SS-Obergruppenführer Matthias Kleinheisterkamp) 544. Volksgrenadier-Division (Generalleutnant Werner Ehrig) 545. Volksgrenadier-Division (Generalmajor Otto Obenaus) 78. Volks-Sturmdivision (Generalmajor von Hirschfeld, ab 18.1. Generalmajor Hans Schrepffer) 320. Volksgrenadier-Division (Generalmajor Ludwig Kirschner, später Oberst Scherenberg)30px1. Panzerarmee (General der Panzertruppe Walther Nehring) 20px|rand XXXX. Panzerkorps (General der Panzertruppe Siegfried Henrici) 19. Panzerdivision (Generalleutnant Hans Källner) 25. Panzerdivision (Generalmajor Oskar Audörsch) 10. mot. Infanterie-Division (Generalleutnant Arthur Schmidt) 6. Panzerdivision (Oberst Friedrich Wilhelm Jürgens) 20px|rand XI. Armeekorps (General Rudolf von Bünau) 253. Infanterie-Division (Generalleutnant Carl Becker) 208. Infanterie-Division (Generalleutnant Hans Piekenbrock) Kampfgruppe 1. Skijäger-Division (Generalleutnant Gustav Hundt) Ungarische 5. Reserve-Division 75. Infanterie-Division (Generalmajor Karl Arning)1. ungarische Armee (General Dezső László) 20px|rand XVII. Armeekorps General der Pioniere Otto Tiemann Ungarische 2. Reserve-Division 254. Infanterie-Division (Generalmajor Richard Schmidt) 3. Gebirgs-Division (General Paul Klatt) 20px|rand XXXIX. Gebirgskorps (General der Gebirgstruppe Karl von Le Suire) 101. Jäger-Division (Generalleutnant Walter Aßmann) 100. Jäger-Division (Oberst Kreppel) 4. Gebirgs-Division (Generalleutnant Friedrich Breith) Ungarisches V. Korps Ungarische 16. Infanterie-Division Ungarische 1. Gebirgs-Brigade 97. Jäger-Division (General Rabe von Pappenheim) 25px 8. Armee General der Gebirgstruppen Hans Kreysing 20px|rand XXIX. Armeekorps General der Infanterie Kurt Röpke Kampfgruppe 76. Infanterie-Division – Oberst Wilhelm Moritz von Bissing, ab 17. Februar Generalmajor Erhard-Heinrich Berner Ungarische 24. Infanterie-Division 15. Infanterie-Division Generalmajor Hans Laengenfelder Ungarische 5. Reserve-Division
Verlauf Die Offensive begann zeitgleich mit der wesentlich größeren Weichsel-Oder-Operation, während einen Tag später die Ostpreußische Operation (1945) eröffnet wurde.
Offensive der 4. Ukrainischen Front Am 12. Januar um 8:15 Uhr griff die 38. Armee (Generaloberst Moskalenko) der 4. Ukrainischen Front nach starker Artillerievorbereitung mit zwei Schützenkorps (101. und 67.) – hinter der linken Flanke stand das 52. Schützenkorps als zweite Staffel zum Nachstoßen bereit – an. Bis zum 15. Januar gelang der Durchbruch beim deutschen XI. SS-Armeekorps (General Kleinheisterkamp) und konnte in den nächsten Tagen bis zu 18 km vorgetragen werden. Am 16. Januar wurde Jasło durch die 70. Garde- und 140. Schützen-Division des 101. Schützenkorps eingenommen.
Am 18. Januar eröffnete auch die südlicher anschließende 1. Gardearmee (General Gretschko) ihre Offensive gegen das deutsche XI. Armeekorps (General von Bünau) über den Ondava-Abschnitt. Bei der 4. Ukrainischen Front standen etwa 215 Panzer und Selbstfahrlafetten zum Einsatz, davon 134 Panzer bei der 38. Armee und wegen des gebirgigen Geländes nur 42. Panzer bei der 1. Garde-Armee. Die Front der im Raum 25 km südlich von Jasło zwischen Polany und südlich Stropkov eingesetzten 253. Infanterie-Division (Generalleutnant Becker) wurde vom sowjetischen 11. und 107. Schützen-Korps aufgerissen. Die deutschen Truppen wurde bis zu 22 km zurückgedrängt und am nächsten Tag wurde Prešov (Eperjes) von sowjetischen Truppen eingenommen. Südlich davon griff die sowjetische 18. Armee (Generalleutnant Gastilowitsch) die Stellungen des deutschen XXXXIX. Gebirgskorps (General de Le Suire) an, im Abschnitt des ungarischen V. Korps wurde am 19. Januar Košice (ungarisch Kassa) gewonnen.
Offensive der 2. Ukrainischen Front Der linke Flügel der 2. Ukrainische Front eröffnete parallel dazu ihre Offensive aus Nordungarn und drang in das Slowakische Erzgebirge ein. Die sowjetische 40. Armee (Generalleutnant Schmatschenko) drängte die ungarische 1. Armee durch den Rosenauer Kessel nach Rožňava zurück, überschritt den Fluss Slaná und nahm die Stadt Briesen (Brezno) ein. Links davon begleitete die sowjetische 27. Armee (Generaloberst Trofimenko) den Vorstoß auf Altsohl.
Schlussphase Ende Januar erreichten die Truppen der 4. Ukrainischen Front die deutschen Verteidigungslinien am Fluss Soła östlich von Saybusch (Żywiec) – Jablonka – Neuhäusel in der Liptau (Liptovský Hrádok) – Sankt Nikolaus in der Liptau (Liptovský Mikuláš). Der Vormarsch der 4. Ukrainischen Front wurde westlich von Schwarzwasser an der Weichsel (Strumień), Saybusch (Żywiec) und Jablonka, östlich von Neuhäusel in der Liptau (Liptovský Hrádok) und Sankt Nikolaus in der Liptau (Liptovský Mikuláš) gestoppt. Die heftig verteidigte Stadt Bielitz (Bielsko-Biała) wurde von der 1. Gardearmee und der 38. Armee eingenommen. Die 2. Ukrainische Front setzte die Kämpfe noch bis Mitte März fort und erreichte den Fluss Gran.
Verluste und Folgen Die Rote Armee zerschlug 17 Divisionen und 1 Brigade der Achsenmächte und machte dabei nach eigenen, objektiv nicht immer verifizierbaren Angaben 137.000 Gefangene.wwii-soldat.narod.ru (russisch)victory.mil.ru (russisch) Daneben vernichtete bzw. erbeutete sie, ebenfalls nach eigenen Angaben, 2.300 Geschütze, 320 Panzer und 65 Flugzeuge. Große Teile der Slowakei und die südlichen Gebiete Polens wurden von den deutschen Besatzern befreit. Die Rote Armee beziffert ihre eigenen Verluste mit 78.988 Mann (davon 16.337 Tote und 62.651 Verwundete). Die rumänische 1. und 4. Armee verloren 12.000 Soldaten (2.500 Tote) und das 1. Tschechoslowakische Korps 970 Mann (260 Tote). Darüber hinaus sollen auf sowjetischer Seite 359 Panzer, 753 Geschütze und 94 Flugzeuge verloren gegangen sein.David M. Glantz, Jonathan House: When Titans Clashed. University of Kansas Press, Lawrence 1995, S. 300 Das deutsche Reich verlor mit dem Slowakischen Erzgebirge ein wichtiges Industriegebiet.
Weblinks Westkarpatische Operation in Soldaty 20 weka (russisch) Westkarpatische Operation (russisch) (russisch)
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Kategorie:Tschechoslowakei im Zweiten Weltkrieg Kategorie:Militärische Operation des Deutsch-Sowjetischen Krieges Kategorie:Ungarische Militärgeschichte (Zweiter Weltkrieg) Kategorie:Deutsche Besetzung Ungarns 1944–1945 Kategorie:Konflikt 1945 Kategorie:Endphase des Zweiten Weltkriegs