mini|hochkant=0.4|Iupiter Maius Maius war im altrömischen Kalender zunächst der dritte Monat des Amtsjahres sowie Vorläufer des Monats Mai. Er ist nach der griechischen Göttin Maia, der Tochter des Titanen Atlas, benannt, die mit der römischen Fruchtbarkeitsgöttin Bona Dea, deren Fest im Mai gefeiert wurde, identifiziert werden kann. Im Gegenzug leitet der römische Dichter Ovid eine andere Etymologie her, laut der der Monat nach den maiores, den „Älteren“, und der Folgemonat Juni nach den iuniores, den „Jünglingen“, benannt ist (Fasti VI.88) und dem etruskischen Monat Amphilus entspricht.
Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn des Amtsjahres auf den 1. Januar verlegt, weshalb der Monat Maius im Amtsjahr an die fünfte Stelle rückte. Die Kalenderreform des Gaius Iulius Caesar ließ Maius ab 45 v. Chr. im julianischen Kalender mit 31 Tagen in unveränderter Länge bestehen.
Tage des Maius Tagescharaktere und Daten des MonatsTagRömische BezeichnungIn den Fasti standen nur die Zahlenangaben ohne begleitenden Text, beispielsweise: Statt ante diem III Nonas Maias nur III.Nundinae(vor 45 v. Chr.)Nundinae(ab 45 v. Chr.)TagescharakterFestveranstaltungenKFeiertag der Bona DeaVI (ante diem NON)V Ludi Florales (Floralia), zu Ehren von FloraIVIII PR (pridie NON)NON VIII (ante diem EID) VII Lemuria, zu Ehren der Larvae VIVLemuria IV III Lemuria PR (pridie EID)EID Mercuralia, zu Ehren von MercuriusXVII (ante diem K Iunias)XVI XVXIV XIII XII Agonium/Agonalia, zu Ehren von VediovisXI X (Tubilustrium) IX VIII VII VI V IV III PR (pridie K Iunias)
Siehe auch Liste der Feste und Feiertage im römischen Reich
Literatur Jörg Rüpke: Die Religion der Römer. Beck, München 2006, ISBN 3-406-47175-7
Weblinks Calendarium Romanum auf der lateinischen Wikipedia Index dierum calendarii Romani auf der lateinischen Wikipedia
Einzelnachweise
Kategorie:Monat des Römischen Kalenders *