Hindlingen (französisch Entreigne) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).
Geografie Die Gemeinde Hindlingen im Sundgau liegt im Tal der Largue, acht Kilometer nördlich der Schweizer Grenze und 23 Kilometer östlich von Belfort zwischen Friesen im Südosten und Strueth im Nordwesten.
Geschichte Bei Ausgrabungen wurden Funde aus der Jungsteinzeit gemacht, die beweisen, dass das heutige Gemeindegebiet damals besiedelt war. Bereits 735 wird die Siedlung urkundlich als Chuntilingas („bei Chuntilos/Huntilos Leuten“) erwähnt. Die Ortsnamenendung -ingen deutet darauf hin, dass der Ort bereits bei der alemannischen Landnahme gegründet wurde. Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt und kam dann nach dem Aussterben der Pfirter im Mannesstamm mit der Hochzeit der Johanna von Pfirt mit Albrecht II. von Österreich an Habsburg. nach dem Dreißigjährigen Krieg gelangte Hindlingen im Westfälischen Frieden 1648 an die französische Krone. Von 1871 bis 1918 gehörte es zum Reichland Elsass-Lothringen. Im Ersten Weltkrieg wurde Hindlingen teilweise zerstört. quid.fr (französisch).
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017 Einwohner 247 305 313 361 407 432 599 636 In den knapp 50 Jahren von 1968 bis 2001 hat sich die Einwohnerzahl Hindlingens mehr als verdoppelt.
Bauwerke Die Kirche Sainte-Anne wurde um 1900 in neuromanischen Formen erbaut. Bis zum Bau dieser Kirche gehörte Hindlingen zur Pfarrei von Friesen. Allerdings stand an der Stelle der Kirche zuvor eine gotische Kapelle, die vor 1441 gebaut worden war. Trotz der Kriegszerstörungen des Ersten Weltkriegs haben sich eine ganze Anzahl guter Fachwerkbauten erhalten. Neben den Häusern in Stockwerkbauweise gibt es noch einige in der altertümlicheren Ständerbauweise. Beim Haus Rue Principale Nr. 17 sprechen die Ständerbauweise, die hauswandhohen Streben, das weitabständige, nicht verstrebte Fachwerk der östlichen Traufseite und die kleinen Fenster für das hohe Alter des Hauses. In der Rue Principale sind z. Bsp. auch Nr. 26 und 29 Wandständerbauten, wohl aus der Wiederaufbauzeit nach dem Dreißigjährigen Krieg oder sogar noch vor dem Krieg entstanden. Das Rathaus wurde 1845 erbaut, damals diente es zugleich als Dorfschule.Hindlingen. Base Mérimée des Ministère de la culture (französisch) Abgerufen am 27. Oktober 2009 Storchengehege Der Radfahrweg auf der alten Bahnstrecke von Seppois-le-Bas nach Dannemarie. (französisch) Abgerufen am 27. Oktober 2009
mini|hochkant=0.8|Kirche Sainte-Anne mini|hochkant=1.3|Rathaus
Wirtschaft Das Bild der Gemeinde ist von Wald, Wiesen, Ackerland und Teichen geprägt. Haupterwerbszweige sind Forstwirtschaft, Ackerbau, Obstbau und die Zucht von Fischen und Hausrindern.
Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 565–567.
Weblinks
Hindlingen. annuaire-mairie.fr (französisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Grand Est