mini|upright=0.8|Friedl Haerlin Friedl Haerlin, eigentlich Friederike Haerlin (* 29. Dezember 1901 in Gauting; † 17. April 1981 ebenda), war eine deutsche Schauspielerin.

Leben mini|upright=0.8|Friedl Haerlin beim Semmering-Rennen 1929, Foto von Carl Zapletal Friedl Haerlin verbrachte ihre Jugend auf Schloss Fußberg, dem Wohnsitz ihrer Eltern, die gleich nebenan die Papierfabrik Gauting Dr. Haerlin & Söhne OHG betrieben.Sophus Berndt: Friedl Haerlin, in: "Die Filmwoche", Nr. 31, Jg. 1931, S. 965ff. Sie studierte nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in München Theaterwissenschaft, erhielt Schauspielunterricht und debütierte 1921 an den Münchner Kammerspielen in Nestroys Einen Jux will er sich machen. Zusammen mit Albert Bassermann nahm sie an verschiedenen Tourneen teil und gehörte 1924 zu der ersten deutschen Schauspielertruppe, die seit 1918 wieder in Straßburg auftreten durfte. Weitere Bühnenstationen Friedl Haerlins waren das Schauspielhaus Zürich, in Wien das Burgtheater, das Theater in der Josefstadt und das Deutsche Volkstheater. Seit August 1930 stand sie in Berlin am Theater am Kurfürstendamm, am Renaissance-Theater und an der Komödie auf der Bühne.

Sofern es ihre Zeit erlaubte, betätigte sich Friedl Haerlin leidenschaftlich als Rennfahrerin. Sie stellte 1929 beim Semmering-Rennen einen Damenrekord auf.Semmering in Die Bühne, Nr. 255, Jg. 1929, S. 34

Die elegante Schauspielerin wirkte in den 1930er Jahren in zahlreichen deutschen Filmkomödien mit, seltener in Produktionen mit dramatischem Inhalt. In dem Kurz-Spielfilm Die Lokomotivenbraut verkörperte sie die Titelfigur. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand sie wieder auf der Bühne, gastierte beispielsweise mit Gustav Diessl in Der Blaufuchs. Als sie kaum mehr berücksichtigt wurde, wanderte sie nach Peru aus, verbrachte aber ihre letzten Lebensjahre in ihrer Heimatgemeinde Gauting.

Filmografie (Auswahl) 1925: Der Schuß im Pavillon 1927: Hotel Erzherzogin Viktoria (Seine Hoheit, der Eintänzer) 1930: Das gestohlene Gesicht 1930: Königin einer Nacht 1931: Der Mann, der den Mord beging 1931: Der Tanzhusar 1932: Wehe, wenn er losgelassen 1932: Kavaliere vom Kurfürstendamm 1933: Lachende Erben 1934: Früchtchen (Csibi, der Fratz) 1935: Der stählerne Strahl 1935: Großreinemachen 1936: Die Lokomotivenbraut (Kurzfilm) 1936: Die letzten Grüße von Marie. Ein Kriminalfall aus dem Jahre 1931 (Kurzfilm) 1936: Auf eigene Faust (Kurzfilm) 1936: Der Herr Papa (Kurzfilm) 1936: Hilde und die 4 PS 1936: Eine Frau ohne Bedeutung 1937: Und du mein Schatz fährst mit 1937: Man spricht über Jacqueline 1937: Manege 1937: Das Schweigen im Walde 1937: Stimme des Blutes 1937: Pat und Patachon im Paradies 1937: Hahn im Korb 1937: Vom Regen in die Traufe (Kurzfilm) 1938: Stärker als die Liebe 1938: Die Brillanten der Moranows 1938: Das Protektionskind 1939: Leinen aus Irland 1940: Die 3 Codonas 1940: Kora Terry 1940: Rosen in Tirol 1940: Aus erster Ehe 1941: Clarissa 1949: Wiener Mädeln

Einzelnachweise

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Dritter Band F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 476 f.

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