Die Société Anonyme Iranienne de Production Automobile, kurz SAIPA (), ist ein iranischer Hersteller von Automobilen, Motoren und Nutzfahrzeugen, der im Jahr 1966 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Teheran, der Hauptstadt Irans. Der Konzern beschäftigt weltweit 18.500 Mitarbeiter. Saipa fertigt und verkauft hauptsächlich französische, japanische und südkoreanische Fahrzeuge in Lizenz: Renault und Citroën aus Frankreich, Nissan aus Japan und Kia aus Südkorea. Der Hersteller entwickelt und verkauft aber auch eigene Fahrzeuge wie den Minivan Saipa Caravan. Saipa ist im TEPIX an der Teheraner Börse gelistet.
Das Unternehmen konzentriert sich nicht allein auf den iranischen Markt, auch der Export oder die Produktion von Fahrzeugen ins Ausland wird seit Jahren forciert.
Die Saipa Group besitzt 24 Tochterunternehmen im In- und Ausland. Darüber hinaus stehen mehr als 80 Unternehmen aus der heimischen Fahrzeug- und Zuliefererbranche dem Konzern nahe.
Geschichte mini|Eine abgewandelte Version des Kia Pride, der Saipa „Saba“ wie er ab 2003 gebaut wurde. mini|Saipa „Tiba“ 2009 1966 – Gründung der Saipa Company 1968 – Montage des Kleinwagens Citroën Dyane 1975 – Fertigstellung des neuen Montagewerks 1976 – Umbenennung von Societe Anonyme Iranian De production Automobile Citroën in Societe Anonyme Iranienne De Production Automobile – Saipa 1977 – Produktion des Renault 5 1984 – Produktion des JN Auto als Saipa Nasim 1985 – Produktion des Nissan Junior Pick-up (2000) 1990 – Produktion des Nissan Junior Pick-up (2004) 1993 – Bau und Inbetriebnahme einer neuen Lackiererei mit modernem EDV-System 1993 – Produktion des Renault 21 (Mittelklassefahrzeug) 1994 – Produktion des SABA (Mittelklassefahrzeug in vier Ausführungen) 1996 – Bau und Inbetriebnahme einer neuen Fabrik 1997 – Erhalt des ISO-9001-Zertifikates als erster Automobilhersteller Irans 1998 – Produktion des Nasim Safari 1998 – Erwerb der Iran Kaveh und Zamyad Companies 1999 – Umwandlung in Privatunternehmen und Börsengang 2000 – Produktion des Kia Pride (Kleinwagen in vier Ausführungen) unter der Bezeichnung Saipa Nasim 2000 – Erwerb von 51 % der Pars-Khodro-Anteilen 2000 – Abschluss eines Vertrags über die Produktion des Mittelklassemodells Citroën Xantia 2001 – Produktion des Citroën Xantia, Nissan Maxima, Nissan Pick-up und Volvo FH12 2001 – Erhalt der ISO-14001-, QS9000- und OHSAS-18001-Zertifikate 2002 – Erhöhung der Pars-Khodro-Anteile auf 85 % 2002 – Produktion des Saipa 141; eine modifizierte Version des Kia Pride Steilheck, die Stufenheckvariante wird fortan Saipa 131 genannt 2003 – Erhalt des ISO 9001:2000-Zertifikates 2003 – Produktion von 1800 Fahrzeugen pro Tag 2003 – Produktion des Volvo FM9 und Volvo NH12 2003 – Produktion des sechshunderttausendsten (600.000) Kia Pride / „Saba“ 2004 – Steigerung der Marktanteile im PKW-Sektor bis zu 40 % 2005 – Produktion des Kia Rio 2006 – Erhöhung der Marktanteile auf 55 % 2006 – Inbetriebnahme einer Produktionsstätte in Venezuela 2006 – Produktion des Saipa L90 durch Pars Khodro 2007 – Massenproduktion von Zweibrennstofffahrzeugen (Benzin und Gas) 2007 – Weltweite Präsentation des Saipa 132, des Nachfolgers des Saipa 131 2007 – Inbetriebnahme einer Produktionsstätte in Syrien, siehe Siamco 2008 – Präsentation des neuen Modells Saipa Miniator 2009 – Serienproduktion des Saipa Tiba, der zuvor Miniator genannt wurde 2010 / 2011 – Serienproduktion des Saipa 111, der Steilheckversion zum Saipa Sedan 132, der ebenfalls in Serienproduktion geht.
Stand: 30. Juni 2008
Zertifikate ISO 9001:2000ISO 9001 (Erläuterungen) (abgerufen am 8. Mai 2016) ISO 14001 QS9000 OHSAS 18001
Stand: 30. Juni 2008
Siehe auch Saipa Alborz (Fußballverein des Unternehmens) Iranische Automobilindustrie
Literatur
Weblinks
Internetseite des Unternehmens (englisch)
Einzelnachweise (englisch, abgerufen am 8. Mai 2016)
Kategorie:Pkw-Hersteller (Iran) Kategorie:Unternehmen (Teheran) Kategorie:Unternehmensgründung 1966