mini|Brunnenanlage „Diana auf der Jagd“ in Suhl, Thüringen Waldo Dörsch (* 31. Dezember 1928 in Oberweid/Rhön, Thüringen; † 24. Januar 2012Winfried Wiegand: Der den Raum prägte, Nachruf, 27. Januar 2012, suedthueringen.de ebenda) war ein deutscher Bildhauer.
Leben und Werk Dörsch entstammte einer alten Rhöner Familie und war der Sohn des Holzschnitzers Louis Dörsch und dessen Frau Selma, geborene Thomas.
Er absolvierte eine Holzschnitzerlehre in der Werkstatt seines Vaters. Ab 1948 studierte er an der Hochschule für Baukunst und Bildende Künste in Weimar.
Dörsch arbeitete in vielschichtigen Bereichen von der architekturbezogenen Kunst bis zu zeichnerischen farbigen Darstellung surrealer Themen. Neben Skulpturen schuf er Fassaden- und Brunnengestaltungen und widmete sich der zeichnerischen Tätigkeit. Er schuf ein bedeutendes bildhauerisches, zeichnerisches und graphisches Werk.
Er war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und Gründungsmitglied der Erfurter Ateliergemeinschaft.
Dörsch heiratete im Frühjahr 1956 in Oberweid Heidi Leutbecher (* 26. August 1935 in Oberweid), Tochter des Malergesellen Karl Leutbecher, und dessen Ehefrau Frida Leutbecher. Aus der Ehe stammen die Tochter Susanne und Sohn Thomas. Der Sohn Thomas Dörsch erlernte den Beruf eines Kunstschmiedes und die Tochter ist Keramikerin.
Ehrungen
1980: Verdienstmedaille der DDR 1984: Orden Banner der Arbeit
Werkbeispiele Werke im öffentlichen Raum Brunnenanlage „Diana auf der Jagd“ (Dianabrunnen) vor dem Centrum Warenhaus Suhl, 1983/1984. Neuer Angerbrunnen, Anger Erfurt, 1978/1979. Doppelläufige, freistehende Wendeltreppe (konstruktivistische Fächertreppe) am Centrum Warenhaus Suhl, mit Heinz Luther (Architekt) 1966–1969. Denkmal für die Kriegsopfer an der Evangelischen Stadtkirche in Stadtlengsfeld (ehem. St. Margareta) 1967.
Architekturbezogenes Werk
Märchen (1964; Relieffries, Betonguss, 0,70 × 7,00 m; Sonneberg, Gaststätte im Gebäude des damaligen Rates des Kreises)Ruth Pape et al.: Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 3, Karl-Marx-Stadt, Gera, Erfurt, Suhl. Bezirk Suhl. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1972, S. 162/163
Druckgrafik (Auswahl)
Krieg (Holzschnitt, 1952) Knecht und Knecht (Holzschnitt, 1952) Befreiung (Holzschnitt, 1952)
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen
1957: Meiningen, Meininger Museum (mit Franz Reiß) 1973: Babelsberg 1979: Gotha, Schlossmuseum Schloss Friedenstein (Plastik, Kunst am Bau, Architekturmodelle, Zeichnungen, Graphik, Collagen) 1982 und 1984: Suhl, Galerie im Steinweg 1988/1989: Meiningen, Staatliche Museen (zum 60. Geburtstag; Plastik, Kunst am Bau, Zeichnungen, Graphik)
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
1971, 1975, 1979 und 1984: Suhl, Bezirkskunstausstellungen 1977 bis 1988: Dresden, VIII. bis X. Kunstausstellung der DDR 1979: Weimar, Kunsthalle am Theaterplatz („SPEKTRUM“)
Literatur
Saur. Allgemeines Künstlerlexikon. Band 28, 2001, S. 258 Dörsch, Waldo. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 158
Weblinks
RhönSalon 2000 Suhler Moderne
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Thüringen) Kategorie:Person (Rhön) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 2012 Kategorie:Mann