Bischwihr () ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Colmar-Ribeauvillé und zum Kanton Colmar-2.

Geografie Die Gemeinde liegt in der Oberrheinebene, etwa sechs Kilometer östlich von Colmar. Die Nachbargemeinden sind Fortschwihr, Holtzwihr, Wickerschwihr und Wihr-en-Plaine. Unmittelbar östlich der Ortschaft verläuft der kleine Fluss Blind, der teilweise die Grenze zu Fortschwihr bildet.

Geschichte Aus dem 12. Jahrhundert stammt eine erste Erwähnung unter dem Namen „Bischoveswilre“ – sozusagen der Weiler des Bischofs. Damals stand das Dorf unter der Herrschaft der Horburger und ging 1324 an die von Württemberg über. Anlässlich der Reformation wurde Bischweier im Jahr 1535 evangelisch. 1687 wurde das Elsass und somit auch Bischweier vom Deutschen Reich zu Frankreich geschlagen, blieb aber bis zur Französischen Revolution im Besitz der Württemberger. Der Augsburger Religionsfrieden galt in Frankreich nicht, und so wurde der Katholizismus im Dorf wieder erlaubt. Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Bischweier als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Colmar im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017 Einwohner 339 320 357 396 565 611 816 939 1039

Wappen Wappenbeschreibung: In Gold ein durchgehendes rotes Kreuz begleitet von schwarzen Löwen in den Winkeln.

Kirchen Katholische Kirche aus dem Jahr 1852 Evangelische Kirche aus dem Jahr 1853

Beide Kirchen haben je einen Friedhof.

Partnerschaften Zusammen mit den Nachbargemeinden Holtzwihr, Riedwihr und Wickerschwihr unterhält Bischwihr freundschaftliche Beziehung zur deutschen Gemeinde Bahlingen am Kaiserstuhl.

Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 97–98.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Grand Est Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert