mini|Denis Gougeon Denis Gougeon (* 16. November 1951 in Granby, Québec) ist ein kanadischer Komponist.
Leben und Wirken Gougeon studierte Musikwissenschaft und Gitarre an der École Vincent-d'Indy. Danach nahm er privaten Kompositionsunterricht bei André Prévost und später bei Serge Garant. Er erhielt 1977 den Preis des kanadischen Komponistenverbandes, 1980 den zweiten Preis des Wettbewerbes für junge Komponisten der CBC und im Folgejahr den William St Clair Low Award der Composers, Authors and Publishers Association of Canada (CAPAC).
Er unterrichtete von 1985 bis 1988 an der Universität Montreal und war 1986–87 Gastprofessor für Komposition an der McGill University. 1989 wurde er als Composer in Residence des Orchestre symphonique de Montréal berufen. Von 1982 bis 1990 war er Mitglied der Gesellschaft für avantgardistische Musik Les Événements du neuf.
Gougeon komponierte eine große Anzahl von Auftragswerken (u. a. für die Perkussionistin Marie-Josée Simard, das Orchestre Métropolitain, die Société de musique contemporaine du Québec, die Vancouver New Music Society und das Montreal Symphony Orchestra). Als Mitglied der Groupe des sisses (neben Walter Boudreau, Michel-Georges Brégent, Michel Gonneville, Alain Lalonde und John Rea) wirkte er an mehreren Gemeinschaftskompositionen der Gruppe mit.
Gougeon ist mit der Sopranistin Marie-Danielle Parent verheiratet.
Werke Ludus für vier Schlagzeuge, 1980 Prophétie 2 für Stimme und Schlagzeug, 1980 Voix intimes für zwei Soprane, vier Klarinetten und Schlagzeug, 1981 Dialogues, 1981 Chants de la nuit für drei Gitarren und Harfe, 1982 Argile, multimediales Stück für vier Klarinetten, zwei Trompeten, Kontrafagott, Kontrabass, Schlagzeug und Schauspieler, 1983 Trois Songes für Sopran, zwei Klaviere und Tonband, 1983 Plaisir d’amour für Klavier, 1983 Le Jardin mystérieux für kleines Orchester, 1984 Le Choral des anges für Klavier und Orchester, 1984 Éternité für Sopran, großes Orchester und Tonband, 1985 Musique en mémoire für zwei Soprane und Orchester, 1985 Rondeaujourd’hui, 1985 Lettre à un ami für Englischhorn, Violine, Cello, Klavier, Synthesizer und Schlagzeug, 1986 L’Oiseau blessé für Flöte, 1987 Heureux qui, comme ... für Sopran, Piccoloflöte, Englischhorn, Baritonsaxophon, Streichquartett und Schlagzeug, 1987 10 Millions d’anges für Ondes Martenot, Streichquartett und Schlagzeug, 1988 An Expensive Embarrassment, Kammeroper, 1989 A l’aventure für großes Orchester, 1990 Jardin secret für Englischhorn und großes Orchester, 1990 Un fleuve, une île, une ville für Orchester, 1992 (UA) Un train pour l’enfer, 1993 (UA) Schauspielmusik zu Roberto Zucco von Bernard-Marie Koltès, 1993 (UA) Schauspielmusik zu Maîtres anciens (Alte Meister) von Thomas Bernhard, 1995 (UA) Le Piano muet, musikalische Erzählung nach einem Text von Gilles Vigneault, 1995 (UA) Jeux de cordes, Streichquartett, 1996 (UA) Schauspielmusik zu Passage de L’Indiana von Normand Chaurette Schauspielmusik zu Nathan Le Sage, 1997 (UA) Emma B., Ballett nach Madame Bovary von Gustave Flaubert, 1999 (UA) Konzert für Klavier und Orchester, 1999 (UA)
Kategorie:Komponist (Kanada) Kategorie:Hochschullehrer (McGill University) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Montreal) Kategorie:Kanadier Kategorie:Geboren 1951 Kategorie:Mann