Henflingen ist eine ehemalige französische Gemeinde mit 191 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2020) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est. Sie gehörte zum Arrondissement Altkirch.

Der Erlass des Präfekten vom 17. Dezember 2015 legte mit Wirkung zum 1. Januar 2016 die Eingliederung von Henflingen als Commune déléguée zusammen mit den früheren Gemeinden Oberdorf und Grentzingen zur neuen Commune nouvelle Illtal fest.

Geografie Henflingen liegt auf einer mittleren Höhe von im Sundgau im Süden des Départements, etwa sieben Kilometer südöstlich von Altkirch und etwa 20 Kilometer südsüdwestlich von Mülhausen entfernt. Die obere Ill, ein Nebenfluss des Rheins, durchquert das Ortsgebiet von Südost nach Nordwest.

Umgeben wird Henflingen von den Nachbargemeinden und der Commune déléguée:

Geschichte 1965 wurde bei archäologischen Grabungen die bronzene Hand einer Statue aus gallo-römischer Zeit gefunden.

Die Priorei Saint-Morand in Altkirch besaß im Mittelalter einen Dinghof in Henflingen. Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt (Herrschaft Altkirch) und kam dann durch die Heirat der Johanna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg. Im Westfälischen Frieden 1648 ging der Ort mit dem ganzen elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone. Von 1871 bis 1918 gehörte der Ort zum deutschen Reichsland Elsaß-Lothringen.

Es gab früher eine Leprakolonie in Henflingen. (französisch) Abgerufen im Februar 2010

Wappen Das Wappen ist in Rot mit einem silbernen links gekehrten Hänfling. Die metallische Farbe silber wird in der Heraldik weiß dargestellt. Es handelt sich um ein Redendes Wappen.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten Das ehemalige Mairie (Bürgermeisterei)- und Schulgebäude von Henflingen wurde 1845 erbaut.Henflingen in der Base Mérimée (französisch) Abgerufen am 28. Februar 2010 An der Hauptstraße der Gemeinde steht ein Flurkreuz aus dem Jahr 1728, mit einem Flachrelief das den Heiligen Martin von Tours auf einem Pferd darstellt. Es befindet sich in Privatbesitz.Henflingen in der Base Palissy (französisch) Abgerufen am 28. Februar 2010

Wirtschaft Haupterwerbszweige in Henflingen sind Ackerbau, Futtermittelherstellung und die Zucht von Hausrindern, Hausschweinen und Speisepilzen. Es werden besonders Getreide und Futterrüben angebaut.

Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 564–565.

Einzelnachweise

Weblinks

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