mini|270px|Freiwillige Feuerwehr Horbach mini|270px|Horbacher Weiher

Horbach (fränkisch: HoabaW. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 53. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „håʳba“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Langenzenn im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Horbach liegt teils auf dem Gemeindegebiet von Langenzenn, teils auf dem Gemeindegebiet von Veitsbronn. Sie hat eine Fläche von 6,603 km² und ist in 987 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6689,93 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Göckershof, Hausen und Raindorf.

Geographie Durch das Dorf fließt der Lohmühlbach, ein rechter Zufluss der Zenn. Im Norden grenzt das Eichholz an, im Nordosten die Steigäcker, im Süden befindet sich ein Swin-Golf-Platz und die Kelleräcker. Im Südwesten befindet sich der Kugelbuck. Eine Gemeindeverbindungsstraße nach Langenzenn zur Kreisstraße FÜ 17 (1,3 km westlich) bzw. zu einer Halbanschlussstelle der Kreisstraße FÜ 2 mit der B 8 (1,5 km östlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Roßendorf zur Kreisstraße FÜ 16 (2,4 km südlich).

Geschichte Der Ort wurde im Gültbuch des Nürnberger Sankt-Klara-Klosters von 1316 als „Horbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Gewässernamen ab, dessen Bestimmungswort „horo“ (althochdeutsch: Schmutz, Sumpf) ist und demnach einen schmutzigen Bach bezeichnet.W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth. S. 53f. Im Urbar der Burggrafschaft Nürnberg (1360/70) wurden für den Ort vier abgabepflichtige Bauernhöfe verzeichnet. 1414 wurden im Salbuch des burggräflichen Amtes Cadolzburg für den Ort vier Grundherren angegeben (der Burggraf, das St.-Klara-Kloster, die Patrizier Holzschuher und Groland), denen die neun Bauerngüter unterstanden. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort verwüstet und lag auch noch nach Kriegsende öde da.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Horbach 14 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Klosteramt Langenzenn. Grundherren waren das Kastenamt Cadolzburg (1 Gut, 1 Hirtenhaus), das Klosteramt Langenzenn (3 Höfe, 2 Halbhöfe, 2 Güter), die Deutschordenskommende Nürnberg (1 Hof, 1 Gut), die Reichsstadt Nürnberg: Landesalmosenamt (1 Halbhof), St.-Klara-Kloster-Amt (1 Hof) und der Nürnberger Eigenherr von Fürer (1 Hof).H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 128.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Horbach 1808 dem Steuerdistrikt Seukendorf zugeordnet. Im selben Jahr entstand die Ruralgemeinde Horbach, zu der Göckershof, Hausen, Kagenhof, Raindorf und Seckendorf gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Cadolzburg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Cadolzburg (1919 in Finanzamt Cadolzburg umbenannt).H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 234; Ab 1862 gehörte Horbach zum Bezirksamt Fürth (1939 in Landkreis Fürth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Cadolzburg (1879 in Amtsgericht Cadolzburg umbenannt), seit 1931 ist das Amtsgericht Fürth zuständig. Die Finanzverwaltung wurde am 1. Januar 1929 vom Finanzamt Fürth übernommen. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 9,019 km².

1953 wurde der Gemeindeteil Kagenhof nach Veitsbronn eingegliedert. Mit der Gebietsreform in Bayern wird die Gemeinde Horbach am 30. April 1978 aufgelöst. Der Gemeindeteil Raindorf kam zu Veitsbronn und Seckendorf (zu Cadolzburg), der Hauptort und die restlichen Gemeindeteile wurden in die Stadt Langenzenn eingegliedert.

Bodendenkmäler In der Gemarkung Keidenzell gibt es ein Bodendenkmal.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Horbach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 283 314 364 347 367 373 355 360 349 348 383 408 459 493 523 478 504 515 545 861 863 861 697 734HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 46 48 56 62 62 65 77 86 129 Quelle Für die Gemeinde Horbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Göckershof (S. 30), Hausen (S. 37), Kagenhof (S. 45), Raindorf (S. 73) und Seckendorf (S. 85). Einwohnerzahl laut Historischem Gemeindeverzeichnis. Im Original nur 244 Einwohner wegen falscher Einwohnerzahl des Ortes Seckendorf.

Ort Horbach Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2001 2019Einwohner 80 87 118 110 109 109 125 230 285 291 413 468 535Häuser 15 16 20 19 21 24 52 103 Quelle mini|links|400px|Einwohnerzahlen Horbach 1820 bis 2000

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute in die Trinitatiskirche (Langenzenn) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Michael (Wilhermsdorf) gepfarrt, heute ist die Pfarrei St. Marien (Langenzenn) zuständig.

Vereine (Auszug) Bayer. Bauernverband Ortsbäuerin Horbach Bayer. Bauernverband Ortsverband Horbach Freiwillige Feuerwehr Horbach Jagdgenossenschaft Horbach Swin-Golf-Club Horbach 08

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Fürth Kategorie:Ortsteil von Langenzenn Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Fürth) Kategorie:Ersterwähnung 1316 Kategorie:Gemeindegründung 1808 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Fürth