mini|Haus Nr. 13: Wendsdorfer Mühle mini|Haus Nr. 18: Hofanlage
Wendsdorf (fränkisch: WeesdoafW. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 103. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „wēsdoʳf“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Großhabersdorf im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern). Die Wendsdorfer Mühle zählt zu dem Gemeindeteil. Wendsdorf liegt in der Gemarkung Fernabrünst.
Geographie Das Dorf liegt etwa drei Kilometer südlich von Großhabersdorf am Südhang des Flinerlesberges. Durch den Ort fließt der Weihersmühlbach, ein rechter Zufluss der Bibert, und das Clarsbacher Bächlein, der im Ort als rechter Zufluss in den Weihersmühlbach mündet. Im Südosten befindet sich der Sommerranken und der Wolfsgraben. Durch Wendsdorf führt die 1960 gebaute und 1973 ausgebaute Gemeindeverbindungsstraße nach Fernabrünst zur Kreisstraße FÜ 20 (1,8 km nordöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2410 bei Bürglein (1 km westlich). Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.
Geschichte Der Ort wurde 1379 als „Wensdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Namensgebung lässt auf eine Besiedelung durch die Wenden im 7. Jahrhundert schließen, was allerdings für Wendsdorf nicht mit Sicherheit nachgewiesen werden kann.W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 103.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Wendsdorf 9 Anwesen (5 Höfe, 1 Halbhof, 1 Mühle, 2 Häuser). Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Alle Anwesen hatten das Kastenamt Cadolzburg als Grundherrn.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 188.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Wendsdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Fernabrünst und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Fernabrünst zugeordnet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 228.
Mit der Gebietsreform in Bayern wurde Wendsdorf am 1. Januar 1972 in die Gemeinde Großhabersdorf eingegliedert.
Baudenkmäler Haus Nr. 13: ehemalige Mühle Haus Nr. 18: Hofanlage
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 68 81 89 101 82 70 81 122 82 62 85HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 13 16 16 15 11 13 15 34Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Bürglein) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Walburga (Großhabersdorf) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Fürth Kategorie:Geographie (Großhabersdorf) Kategorie:Ersterwähnung 1379