mini|2019 Sternstunden-Gala Dahoam is Dahoam (Kurzbezeichnung: DiD) ist eine Fernsehserie des Bayerischen Rundfunks. Sie wird seit 2007 ausgestrahlt. Die Serie spielt im fiktiven Ort Lansing und handelt von Familien- und Alltagsgeschichten der Dorfbewohner.

Hintergrund Im April 2007 wurde die Serie unter dem Motto „Bei mir zuhause bin ich nie zuhause, aber im Wirtshaus, da bin ich wie zu Hause.“ angekündigt. Ab August 2007 wurde sie zunächst von Polyscreen, einem Joint Venture zwischen der Constantin Film und der Polyphon Hamburg, sowie der Constantin Television GmbH produziert. Seit der Folge 1851 (Erstausstrahlung: Januar 2017) wird Dahoam is Dahoam ausschließlich von der Constantin Television GmbH produziert. Produzent ist Robin von der Leyen, bis 2017 war Markus Schmidt-Märkl ebenfalls Produzent. Seit Beginn der achtzehnten Staffel (Folge 2706, Erstausstrahlung März 2021) übernimmt die Dahoam Television GmbH, eine neugegründete Tochterfirma der Constantin Film GmbH, die Produktion der Serie. Seit 2009 ist Katrin Frach Produzentin. Die Redaktion beim Bayerischen Rundfunk verantworten Bettina Ricklefs und Daniela Boehm.

Handlung Dahoam is Dahoam handelt von Erlebnissen der Einwohner des fiktiven oberbayerischen Dorfes Lansing. Erzählt werden Geschichten aus dem Familien- und Dorfalltag, die sich unter anderem um die Gastwirtsfamilie Brunner, die Brauereifamilie Kirchleitner, Familie Bamberger und Familie Preissinger ranken. Die handlungstragenden Hauptcharaktere bilden ein Stammensemble, das sich im Laufe der Staffeln immer wieder ändert.

Episoden

Seit Beginn der Serie am 8. Oktober 2007 wurden über 3700 30-minütige Folgen in einundzwanzig Staffeln ausgestrahlt. Jede Woche werden in der Regel vier weitere neue Folgen gesendet. Der Inhalt der Folgen und die Charaktere haben sich zum Teil im Laufe der Zeit verändert.

Eine Folge besteht in der Regel aus drei Handlungssträngen und endet mit einem Cliffhanger. Parallel zum Abspann spricht in der „Lansinger Meinung“ eine Hauptrolle direkt den Zuschauer an, kommentiert die Geschehnisse der Folge und gibt einen kleinen Ausblick auf die nächste Folge.

Die Folgen 597 bis 599 wurden zum dreijährigen Bestehen der Serie am 9. Oktober 2010 als 90-minütiger Spielfilm mit dem Titel „Herzklopfen in Lansing“ gesendet.

Zum fünften Jubiläum der Serie wurden die Folge 995/996 am 21. September 2012 als Doppelfolge mit dem Titel „Es war einmal in Lansing“ ausgestrahlt. Im Anschluss daran folgte ein etwa 10-minütiges Serienspecial „Pannen aus Lansing“, in dem Pannen bei den Dreharbeiten gezeigt wurden.

Seit Januar 2016 werden alle Folgen einer Woche bereits am vorhergehenden Donnerstag vorab im BR-Channel der ARD Mediathek veröffentlicht. An der TV-Ausstrahlung der Folgen von Montag bis Donnerstag änderte sich dadurch aber nichts.

Zum 10-jährigen Jubiläum der Serie wurden die Folgen 1996 bis 1998 am 20. Oktober 2017 als 90-minütiger Spielfilm mit dem Titel „Manege frei für die Liebe“ gesendet.

Zum 15-jährigen Jubiläum der Serie wurden die Folgen 3026 bis 3030 vom 3. Oktober 2022 bis 7. Oktober 2022 einer Italienreise einiger Lansinger gewidmet, die im Bergdorf Roccia Alta endet. Zum Jubiläum wurden in dieser Woche fünf statt der sonst üblichen vier Folgen gesendet; es gab eine zusätzliche 30-minütige Folge am Freitag.

Im August 2025 gab es bei Dahoam is Dahoam erstmals eine dreiwöchige Sommerpause vom 4. August 2025 bis 25. August 2025. Grund hierfür waren Sparmaßnahmen beim Sender. Anstelle der Episoden wurden Best-of-Ausgaben ausgestrahlt, die auf Serienhighlights aus 18 Jahren zurückblicken. Für 2026 ist erneut eine dreiwöchige Sommerpause geplant.

Das Filmdorf Lansing Gedreht wird auf dem Gelände einer ehemaligen Feinpappenfabrik am Rand von Dachau. Innerhalb kürzester Zeit wurden auf dem 15.000 m² großen Gelände alte Gebäude der Fabrik in das Filmdorf Lansing umgebaut. Die Landschaftsaufnahmen zeigen dagegen das zur Gemeinde Waging am See (Kreis Traunstein/Oberbayern) gehörige Dorf Tettenhausen im Rupertiwinkel.

Im April 2018 gab der Bayerische Rundfunk die Verlängerung des Mietvertrags der Produktionshalle in Dachau bis zum Frühjahr 2021 bekannt.

Der Brunnerwirt Jede Woche überträgt das Bayerische Fernsehen aus dem Gasthof „Brunnerwirt“ die Sendung Der Sonntags-Stammtisch live.

Außerdem wurden im August 2011 zwei Folgen der Kochshow Lansing kocht im „Brunnerwirt“ aufgezeichnet und im November bzw. Dezember 2011 im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt. Dabei kochten einige Hauptdarsteller von Dahoam is Dahoam mit ihren Freunden und dem BR-Moderator Roman Roell verschiedene Menüs.

Einschaltquoten Die Erstausstrahlung am 8. Oktober 2007 kam in Bayern auf 17,7 Prozent Marktanteil und wurde von 680.000 Zuschauern angesehen. Deutschlandweit waren es 3,9 Prozent Marktanteil durch 1,12 Millionen Zuschauer, die beim Start der Sendung einschalteten. 2015 lag der Marktanteil der Serie in Bayern bei 17,6 Prozent und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Bis zu 1,30 Millionen Zuschauer in ganz Deutschland schalteten 2015 jede Episode ein. Somit war Dahoam is Dahoam zu der Sendezeit Marktführer in der deutschen Fernsehlandschaft.

Trivia

Allgemeines zur Serie Die Schreibweise des Titels entspricht nicht den Rechtschreibregeln, richtig wäre „Dahoam is dahoam“ – bei der falschen Großschreibung des zweiten „dahoam“ spielten offenbar Aspekte von Typografie und Schriftbild eine Rolle. Die ersten 96 Folgen sind auf vier DVD-Boxen erhältlich. Sie kamen von März bis Juni 2008 auf den Markt. Am 6. September 2008 fand der erste Dahoam-is-Dahoam-Fantag auf dem Drehgelände statt. 12.000 Besucher nutzten den Blick hinter die Kulissen. Seitdem wird jährlich ein solcher Fantag veranstaltet. Das Titellied „Dahoam is Dahoam“ taucht öfters innerhalb der Serie auf: In Folge 1 lief es im Radio, als Saskia mit Annalena nach Lansing kam, in den Folgen 105 und 116 lief es im Hintergrund, in Folge 246 sangen es Roland, Caro, Saskia, Trixi und Ludwig auf einem Karaoke-Abend. Im Fernsehen läuft immer Bayerisches Fernsehen (ab April 2016 BR Fernsehen), auch Dahoam is Dahoam, wie zum Beispiel in den Folgen 721 oder 984. Frau Schattenhofer, bis 2019 die Frau des ehemaligen Bürgermeisters und Landrats Lorenz Schattenhofer, wird zwar immer wieder von verschiedenen Dorfbewohnern erwähnt, ist aber bislang weder in Erscheinung getreten noch besetzt worden. Christine Reimer war zu Beginn der ersten Staffel nur Statistin und wurde im Laufe der ersten Staffel zur Nebenrolle der Landfrau Monika. Im April 2009 wurde daraus die Hauptrolle Monika Vogl. Daniela März, die bis Folge 876 die Maria Kirchleitner (bzw. später Maria Brunner) spielte, war in Folge 880, einem Brauch unter Serienschauspielern folgend, inkognito als Beerdigungsgast auf der Serien-Beisetzung ihrer eigenen Figur „Maria“ zu sehen. Claus Weber (FW), zweiter Bürgermeister der Stadt Dachau, ist Ehrenbürger der Filmstadt Lansing und durfte selbst bereits zweimal eine kleine Rolle übernehmen. Bis Folge 141 lief immer erst der Abspann und dann die „Lansinger Meinung“, seit Folge 142 kommt der Abspann neben der „Lansinger Meinung“. Am 21. September 2012 wurden „Pannen aus Lansing“ in einem Serienspecial ausgestrahlt. Dabei wurden Pannen aus den Dreharbeiten von Beginn an bis zur aktuellen Folge gezeigt. Die übliche „Lansinger Meinung“ wird gelegentlich bei emotionalen Höhepunkten ausgelassen. Beim Tod von Franz Kirchleitner in Folge 256 endete die Sendung mit einem Zusammenschnitt der Lieblingsaufenthaltsorte von Franz, bei dem eine ruhigere Trauervariante der „Dahoam is Dahoam“-Titelmelodie gespielt wurde. Beim Tod von Maria wurde in den Folgen 876 und 877 ebenfalls die Trauervariante der Titelmelodie gespielt, auf die „Lansinger Meinung“ wurde hierbei aber nicht verzichtet. Die Folge 877 bestand im Gegensatz zu den üblichen drei Handlungssträngen nur aus einem einzigen Handlungsstrang, nämlich der um Maria trauernden Familien in Lansing. In der Folge 1046 wurde Weihnachten in Lansing gefeiert und diese Folge endete nicht mit einer „Lansinger Meinung“, sondern zum Abschluss wurde von allen Lansingern der „Andachtsjodler“ vor der Kirche gesungen. In der darauf folgenden Folge 1047 wurde Silvester in Lansing gefeiert und diese bestand nicht aus drei Handlungssträngen, wie üblich, sondern lediglich aus einem Handlungsstrang, nämlich einem Krimi-Dinner im Brunnerwirt, bei dem die Gäste den Mörder im Krimi erraten sollten. Die Folge 1087 am 13. März 2013 wurde nicht wie üblich um 19.45 Uhr, sondern aufgrund laufender Sondersendungen aus Rom zum Konklave 2013 erst um 22:05 Uhr gesendet. Der Fantag 2014, welcher am 6. September 2014 stattfand, stand unter dem Motto „Lansinger Feuerwehrfest“ und war somit in den Folgen davor und danach (1376 und 1377) auch Thema der Serien-Handlung. Bereits einige Monate zuvor konnten sich Feuerwehren bewerben, um am Fantag gegen die Lansinger Feuerwehr (bestehend aus den Hauptdarstellern der Serie) in Wettkämpfen anzutreten. Hierbei gewann die historische Feuerwehr Racherting. Als Novum beim Fantag 2014 wurde auch eine Sonderfolge während des laufenden Fantags gedreht, die die Handlung nicht direkt fortsetzte, sondern das in Folge 1376 angekündigte Feuerwehrfest zeigte. Die Fans dienten dabei als Komparsen. Am Sonntag, 7. September 2014, wurde die 30-minütige Sonderfolge dann web-exklusiv auf der Homepage des BR ausgestrahlt und am darauffolgenden Samstag im Bayerischen Fernsehen wiederholt. Die Folge 1438 bestand nicht aus drei Handlungssträngen, sondern nur aus dem Geschehen in der Familie Brunner am Heiligen Abend. Dabei wurde von Theres eine fiktive Geschichte aus dem Jahr 1929 erzählt, welche fast die ganze Folge andauerte. Die als Rückblende gestaltete Erzählung wurde dabei von den Schauspielern der „heutigen“ Lansinger gespielt, jedoch in anderen Rollen. Die Folgen 1587 bis 1589 zeigen die Hochzeit von Benedikt Stadlbauer und Monika Vogl. Der Tag der Hochzeit ist somit über drei Folgen verteilt. Die Folgen 1588 und 1589 bestehen außerdem aus nur einem Haupt-Handlungsstrang, nämlich der Hochzeit selbst. Seit Folge 1692 vom 11. April 2016 werden die Folgen nicht mehr um 19:45 Uhr ausgestrahlt, sondern bereits um 19:30 Uhr. Die satirische Mini-Serie „Akte Lansing“ von 2019 spielt u. a. auf dem Drehgelände der Originalserie und bezieht auch einige ihrer Darsteller in die Handlung mit ein. In Folge 2504 wird des wenige Wochen zuvor gestorbenen Schauspielers Ferdinand Schmidt-Modrow gedacht. Seine Rollenfigur ist darin nicht gestorben, sondern auf eine spontane, ungeplante lange Reise gegangen. Im Laufe der Folge erinnern sich sämtliche Lansinger in der Form von Rückblenden an die gemeinsame Zeit mit ihrem Pfarrer und trauern um ihn. Am Ende dieser Folge ist die „Lansinger Meinung“ länger als üblich: Theres trägt ein Gedicht von Hermann Hesse vor und hängt anschließend ein Bild von Ferdinand Schmidt-Modrow im Brunnerwirt auf. Dabei ist die „Lansinger Meinung“ nicht wie üblich mit der Titelmelodie unterlegt, sondern mit der Trauervariante der Titelmelodie. Aus rechtlichen Gründen werden zumeist keine realen Markennamen verwendet, sondern fiktive baierische. So werden Onlinedienste stets mit einem vorangestellten Servus benannt, wie z. B. ServusFreunde (Facebook) oder ServusApp (WhatsApp).