mini|Eine Echtfarbenaufnahme des Hauraki Gulf (Mitte). Der Firth of Thames ist die große Bucht im Südosten. Das Bild wurde vom Satelliten Terra der NASA am 23. Oktober 2002 aufgenommen. mini|Reste der historischen in mit Blick auf den mini|Muschelfarm vor an der Westküste des mini|Neuseeländische oder Südinsel-Austernfischer am Strand von , Januar 2007
Der ist eine große Bucht im Norden der Nordinsel von Neuseeland.
Geographie Der wird im Westen vom Stadtgebiet des und dem südlich angrenzenden , im Süden von den und im Osten von der begrenzt. Nach Norden hin ist die Bucht offen und hat Zugang zum . Mit einer Länge von rund 60 km und eine Breite zwischen 16 und 20 km bringt es der auf eine Fläche von rund 650 km2, sein Wassereinzugsgebiet hingegen auf rund 3600 km2. Der ist ein flaches Gewässer. Rund ein Drittel der Bucht hat eine Wassertiefe von unter 10 Metern. Nach Norden hin steigt die Wassertiefe kontinuierlich auf etwa 40 Meter an. Bei Ebbe fällt eine Fläche von rund 8500 Hektar trocken.
Die Hauptzuflüsse des sind der , der und der .
Namensherkunft Der Kapitän und Seefahrer gab der Bucht ihren Namen und nannte den . Die nennen die Bucht ebenso wie für den , machen zwischen den Gewässern also keinen Unterschied.
Flora und Fauna Bei Ebbe gibt die Bucht mit den Mündungsgebieten der Flüsse rund 8500 Hektar Land frei. Dieses Land besteht aus Wattgebieten, Muschelbänken, Feuchtwiesen, Mangrovenwäldern, Salzmarschen und Salzwiesen.
Die Muschelbänke zwischen und im Südwesten der Bucht sind etwas Besonderes und wurden durch die versteinerten Muscheln Austrovenus stutchburyi gebildet. Sie werden bei hohem Wasserstand von vielen Vögeln als Schlafplatz genutzt.
Der südliche Teil der Bucht zwischen und bietet den Watt- und Wasservögeln ausgezeichnete Bedingungen für ihre Futtersuche und die Mangrovenwälder und Salzmarschgebiete den Meeresfischen zur Aufzucht ihrer Nachkommen. Über 74 verschiedene Vogelarten, die sich in Küstengebieten niederlassen, wurden im Einzugsgebiet des gezählt. Einige Vogelarten kommen in den Winterzeiten aus der nördlichen Hemisphäre und überwintern im neuseeländischen Sommer in der Bucht. Als ständige Population in der Bucht werden etwa 25.000 Vögel angenommen, die in den Sommermonaten durch Zugvögel auf etwa 40.000 anwächst.
Überfischung Der Verzehr von Muscheln gehörte bei den wie bei Europäern das Brot zum täglichen Verzehr. Doch der Muschelbestand war in der voreuropäischen Zeit Neuseelands nie gefährdet. Dies sollte sich mit der Ankunft der Europäer ändern. Schon , mitreisender Arzt und Naturforscher der -Expedition, berichtete 1777 von der vorzüglichen Qualität der Muscheln an den Ufern des . Die ersten Muschelernten von Europäern sind aus dem Jahr 1909 aus an der Westküste der dokumentiert. Seinerzeit wurden die Muscheln noch per Hand von den Felsen geerntet. Das großflächige Fischen mit maschinellen Hilfsmitteln begann 1910 und wurde bis in die 1960er Jahre fortgeführt. Lagen die Erträge bis 1930 noch bei maximal 500 Tonnen, stiegen sie 1940 bereits auf 1400 Tonnen und bis 1961 auf über 2800 Tonnen. Hauptabnehmer der Muscheln, frisch, geräuchert oder in Dosen konserviert, war der Großraum . Nach 1961 sanken die Muschelernten dramatisch auf 180 Tonnen im Jahr 1965 ab. 1969 wurden offiziell keine Muscheln mehr geerntet.
Unterwasservideoaufnahmen aus dem Jahr 2002 zeigten, dass sich der natürliche Muschelbestand im nicht erholt hat. Als Gründe hierfür werden angenommen, dass neben der rücksichtslosen Überfischung der 1940er, 50er und 60er Jahre, auch der zuvor auf der stattgefundener Raubbau des Waldes, der Trockenlegung vieler Feuchtgebiete – vor allem in den – und der Zuführung cyanidhaltiger Abwässern aus der Goldgewinnung in den , die Lebensbedingungen für die Muscheln in der Bucht nachhaltig geschädigt haben.
Muschelfarmen 1965 startete man den Versuch künstliche Muschelfarmen anzulegen. Doch erste Vermarktungen fanden erst 1978 statt. Das Zentrum der Haltung von Muschelfarmen ist seit den 1980er Jahren die Gegend um . Wurden die Erträge in den ersten Jahren nicht nachhaltig dokumentiert, gab es ab 2004 erste Zahlen. 12.000 Tonnen Muscheln wurden von den Farmen geerntet, mit einem Anstieg auf 21.000 Tonnen im Jahr 2006.
Schutzgebiete Mit dem wurden die Gewässer, das Uferland und der Meeresboden des , zu dem in dem Gesetz auch der gezählt wird, unter besonderen Schutz gestellt. Ein besonderes Schutzgebiet stellt auch das 8927 Hektar große am 21. September 1990 eingerichtete RAMSAR-Schutzgebiet am südlichen Buchtende dar, das das ausgewiesene Feuchtgebiet unter den Schutz internationaler Vereinbarung stellt. Es wird u. a. von den lokalen der Region auf Basis des beansprucht. Die fruchtbaren Küstenstreifen wurden traditionell von den für ihre Jagt nach Fischen und Seevögeln genutzt. Der kümmert sich seit den 1940er Jahren um das oben beschriebene Vogelgebiet zwischen und und betreibt ein , das sich um Information und Aufklärung bemüht.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Bucht in Neuseeland Kategorie:Bucht in Australien und Ozeanien Kategorie:Bucht (Pazifischer Ozean) Kategorie:Gewässer in der Region Waikato Kategorie:Gewässer in Auckland Kategorie:Ramsar-Gebiet in Neuseeland