Ida Perry, gebürtig Ida Bertha Nahrstedt genannt Polte (* 16. Februar 1877 in Berlin; † 21. September 1966 ebendaStandesamt Zehlendorf von Berlin, Sterbeurkunde Nr. 2421 vom 22. September 1966) war eine deutsche Schauspielerin.
Leben Sie absolvierte eine Höhere Töchterschule und ließ sich danach in Gesang ausbilden. Perry gab ihr Debüt 1897 und war ab 1900 als Sängerin und Schauspielerin am Apollo-Theater, am Thaliatheater und am Metropoltheater in Berlin zu sehen. Perry stand zeitlebens hauptsächlich auf Berliner Bühnen wie dem Theater am Kurfürstendamm, dem Schlossparktheater und an der Komödie, insbesondere agierte sie in den 1930er und 1940er Jahren häufig am Theater am Nollendorfplatz. Sie stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Perry, Ida. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 397
Nach dem Krieg trat sie vor allem an der Bühne der Jugend und am Berliner Residenztheater auf und gastierte an verschiedenen anderen Theatern.
Im frühen deutschen Stummfilm erhielt Ida Perry anfangs Hauptrollen, später wurde sie eine häufig eingesetzte Nebendarstellerin. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete sie als Hörspielsprecherin für den RIAS.
Sie heiratete 1899 in Berlin den Schauspieler Rudolf Ander (Andersch). Die Tochter Charlotte Ander wurde ebenfalls Schauspielerin. 1924 heiratete sie in zweiter Ehe Karl Friedrich von Zansen genannt von der Osten (1866–1943).Standesamt Charlottenburg I, Heiratsurkunde Nr. 330 vom 16. Mai 1924 Ida Perry starb 1966 im Alter von 89 Jahren in einem Pflegeheim in Berlin-Dahlem. Sie wurde zusammen mit ihrer Tochter und deren zweiten Ehemann auf dem Friedhof Wilmersdorf bestattet; das Grab ist inzwischen aufgelöst. mit Foto des Grabsteins
Filmografie 1912: Des Lebens Würfelspiel 1912: Leo als Witwenfreund 1913: In Vertretung 1913: Falsche Perlen 1914: Gretchen Wendland 1915: Mädels im Arrest 1916: Benjamin, der Schüchterne 1916: Rentier Wupke im Schwitzbad 1917: Die Eheschule 1918: Haben Sie Fritzchen nicht gesehen? 1918: Die Dame, der Teufel und die Probiermamsell 1919: Die Medaille der Republik 1919: Retter der Menschheit 1919: Die siebente Großmacht 1920: Der Sturz in die Flammen 1920: Das rote Plakat 1921: Das rote Plakat, 2. Teil: Die eiserne Acht 1921: Trick-Track 1921: Aus den Tiefen der Großstadt 1921: Die im Schatten gehen 1921: Das Mädel von Picadilly (2 Teile) 1922: Jugend 1922: Tiefland 1923: Der Fechter von Ravenna 1926: Der Veilchenfresser 1927: Eheferien 1927: Der Himmel auf Erden 1927: Herkules Maier 1928: Schneeschuhbanditen 1928: Der Ladenprinz 1929: Die Jugendgeliebte 1930: Die Lindenwirtin 1930: Ruhiges Heim mit Küchenbenutzung. Das Mädel von der Operette 1930: Der Detektiv des Kaisers 1931: Jede Frau hat etwas 1931: Der Sprung ins Nichts 1931: Elisabeth von Österreich 1931: Arme, kleine Eva 1932: Durchlaucht amüsiert sich 1932: Der Feldherrnhügel 1932: Rasputin 1933: Achten sie auf Meyer 1933: Ein Lied geht um die Welt 1933: Zwei im Sonnenschein 1934: Bitte ein Autogramm! 1934: Ich kenn’ dich nicht und liebe dich 1934: Der Schrecken vom Heidekrug 1934: Die Spork’schen Jäger 1934: Schwarzer Jäger Johanna 1934: Alte Kameraden 1935: Wenn ein Mädel Hochzeit macht 1949: Unser täglich Brot 1952: Mein Herz darfst Du nicht fragen
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Sechster Band N – R. Mary Nolan – Meg Ryan, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 196.
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