Markus Wolfgang Konradin Leiner alias QRT (gesprochen Kurt, auch Qrt, Qurt oder Kurt Leiner; * 2. Juni 1965 in Scherzingen; † Oktober 1996 in Berlin) war ein deutscher Autor und Philosoph.
Leben Leiner stammte aus einer Konstanzer Apothekerfamilie; er war ein Enkel von Bruno Leiner. Er wuchs in Konstanz auf und studierte von 1986 bis 1992 Philosophie und Linguistik an der Freien Universität in Berlin,Florian Neuner: Onanierende Knaben, abgehackte Köpfe. Theoriemix aus dem Hause Merve. scheinschlag 3/2000 unter anderem bei Dietmar Kamper.Helmut Höge: Stiften gehen. tazBlog, 23. November 2006. In Berlin führte er ein subkulturelles Leben als Comiczeichner, Journalist, Drogendealer, Musiker in einer Frauenband, Philosoph und Schriftsteller.Mario Mentrup: Print Identitäten. Maas Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-929010-65-8 Zeitweise war er Miteigentümer und Barkeeper der Schöneberger Kneipe Ex & Pop.. Veranstaltung in der Oberösterreichischen Landesbibliothek am 19. Dezember 2003, dort Kurzbiografie von QRT und Mitschnitt einer Lesung von Tom Lamberty aus QRTs Werk. 1994 spielte er die Hauptrolle in Oskar Roehlers Debütfilm Gentleman.Regisseur Roehler über QRT
Leiner war 1988–1989 temporäres Redaktionsmitglied der Zeitschrift für Notwehr und Philosophie – MINERVA,Wesentliche Organspender für die Zeitschrift MINERVA 1987-1991 auf: archipel23.de, aufgerufen am 4. August 2024. in der er erste essayistische Texte publizierte. Seit 1995 war er verantwortlicher Redakteur des von ihm mitaufgebauten (030) Magazins. (Heinrich Dubel) 1996 starb er an einer Hepatitis C nach einer Überdosis Heroin. Er verfügte in einem mit dem eigenen Blut unterzeichneten Testament, dass ihm nach dem Tod die Haut abgezogen und seine tätowierte Haut aufbewahrt würde. Seine Mutter setzte diesen Wunsch trotz Rechtsverstößen durch und bewahrt die Haut in ihrem Haus in Konstanz auf.
Seit 1999 erschienen aus seinem NachlassLaut Tom Lamberty „mehrere Tausend Seiten Manuskripte, stapelweise Disketten, Zeichnungen, Tapes und Videos und zwei randvolle Macintosh-Festplatten“, vgl. editorische Notizen zu Schlachtfelder der elektronischen Wüste. vier Textbände im Berliner Merve Verlag, herausgegeben von seinen Freunden Tom Lamberty und Frank Wulf. In seiner ersten veröffentlichten Schrift Schlachtfelder der elektronischen Wüste vergleicht er unter anderem General Norman Schwarzkopf und Arnold Schwarzenegger als mediale Ausprägungen des modernen Helden und verschiedene Formen der Fitness.
Am 5. Juni 2025 kam der Dokumentarfilm QRT: Zeichen, Zombie, Teqno - Ein Nekrolog von Manuel Stettner in die deutschen Kinos.QRT: Zeichen, Zombie, Teqno - Ein Nekrolog auf Filmstarts, abgerufen am 4. Juni 2025
Werke
Schlachtfelder der elektronischen Wüste. Schwarzkopf, Schwarzenegger, Black Magic Johnson. Merve Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-88396-152-3 Tekknologic Tekknowledge Tekgnosis. Ein Theoremix. Merve Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-88396-154-X Drachensaat. Der Weg zum nihilistischen Helden. Merve Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-88396-163-9 Zombologie. Teqste. Merve Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-88396-226-9
Literatur
Martin Carlé: Signalmusik MK II. Eine zeitkritische Archäologie des Technosystems QRT. Kadmos, Berlin 2007, ISBN 978-3-86599-015-0
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Einzelnachweise
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