Waldemar Walter Wilhelm RienäckerHeiratsregister Nr. 314/1929 des Standesamts Halle-Süd (* 24. März 1895 in Stiege (Harz); † nach 1968) war ein deutscher Unternehmer und Wehrwirtschaftsführer im nationalsozialistischen Deutschen Reich.

Leben Vor 1945 Rienäcker besaß den akademischen Grad eines Diplom-Ingenieurs und war seit 1922 in der deutschen Energiewirtschaft tätig. Er war 1925 Mitglied des Verbandes Deutscher Elektrotechniker.Mitgliederverzeichnis des Verbandes Deutscher Elektrotechniker, S. 192, Berlin 1925. Online

In der Zeit des Nationalsozialismus trat er zum 1. Mai 1933 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 2.050.783)Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/34940272 und gelangte in führende Positionen. 1935 wurde er in den Vorstand der Elektrizitätswerk Schlesien AG in Breslau berufen, in der er 1939 den Vorsitz und die Betriebsführung übernahm. Während des Zweiten Weltkriegs leitete er zudem die Energieversorgung Oberschlesien AG in Kattowitz und übernahm Funktionen in der NSDAP. Er bekleidete 1941 den Posten eines Gauamtsleiters des Amts für Technik im Gau Niederschlesien (Schlesische Elektrizitäts- und Gas AG, in Gleiwitz). Überdies war er Mitglied im NSBDT (Nationalsozialistischer Bund der Deutschen Technik), in der Abteilung für Technische Wissenschaften im Gau Niederschlesien und in der Zulassungsstelle für Wertpapiere an der Schlesischen Börse in Breslau. Zum Höhepunkt seiner beruflichen Karriere gehörte sicherlich die Ernennung zum Wehrwirtschaftsführer. Zu seinen weiteren Funktionen gehörten die als Beirat der Reichsgruppe Energiewirtschaft und der Wirtschaftsgruppe Elektrizitätsversorgung in Berlin. Rienäcker leitete die Bezirksgruppe Schlesien der Wirtschaftsgruppe Elektrizitätsversorgung in Breslau.

Nach 1945 Rienäcker konnte seine berufliche Position in der Bundesrepublik wahren. Er war Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rheingau-Elektrizitätswerk AG in Eltville am Rhein, außerdem gehörte er verschiedenen Aufsichtsräten an und fungierte als Beirat der Dresdner Bank in Hessen. Der bedeutsamste Posten, den Rienäcker erlangte, war der als Vorstandsmitglied der Elektrizitäts-AG vormals W. Lahmeyer & Co. in Frankfurt am Main.Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. (13. Ausgabe von Degeners wer ist’s?) Berlin 1958, S. 1040.

Von 1959 bis 1968 war Rienäcker Mitglied der Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft – Casino-Gesellschaft von 1802.

Mitglied folgender Aufsichtsräte Elektrizitätswerk Westerwald AG, Höhn (Westerwald) Frankfurter Lokalbahn AG, Frankfurt am Main Kraftwerk Altwürttemberg AG, Beihingen-Ludwigsburg Lech Elektrizitätswerke AG, Augsburg Main-Kraftwerke AG, Frankfurt am Main-Höchst Lahnkraftwerke AG, Limburg (Lahn)

Weblinks Biografischer Eintrag in: Erich Stockhorst: Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich, 1967 Waldemar Rienäcker in: Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften, Band 49, Teil 3, 1944 Biografischer Eintrag, in: Kurt Pritzkoleit: Gott erhält die Mächtigen - Rück- und Rundblick auf den deutschen Wohlstand, Düsseldorf 1963, S. 112. Mitglied der Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft - Casino-Gesellschaft von 1802.

Literatur Biografische Notiz in: Elektrizitätswirtschaft, Zeitschrift der Vereinigung deutscher Elektrizitätswerke (VDEW), 59. Jahrgang 1960, Heft 7, S. 26. Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 12. Ausgabe, Berlin 1955. 13. Ausgabe, Berlin 1958, S. 1040.

Einzelnachweise

Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert) Kategorie:Unternehmer (Deutschland) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Wehrwirtschaftsführer Kategorie:Energiewirtschaftler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1895 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann