Plobannalec-Lesconil (bretonisch Pornaleg-Leskon) ist eine französische Gemeinde im Département Finistère mit Einwohnern (Stand ).
Lage Der Ort befindet sich im Südwesten der Bretagne an der Atlantikküste. Sie gehört zur historischen Landschaft Cornouaille.
Quimper liegt 22 Kilometer nordöstlich, Brest 64 Kilometer nördlich und Paris etwa 500 Kilometer östlich (Angaben in Luftlinie).
Verkehr Bei Quimper, der Hauptstadt des Departements Finistère, befindet sich die nächste Abfahrt an der Schnellstraße E 60 im Abschnitt Brest-Nantes und ein Bahnhof an der überwiegend parallel verlaufenden Bahnlinie (TGV). Der Bahnhof von Brest ist Endpunkt des TGV Atlantique aus Paris.
Der nächste Regionalflughafen Quimper – Cornouaille mit Anschlussflügen nach Paris ist etwa 22 Kilometer von Lesconil entfernt. Weitere Regionalflughäfen sind der Aéroport Brest-Bretagne und der Flughafen Lorient Bretagne Sud bei Lorient. Plobannalec-Lesconil ist ein Doppelort: die Teilorte Plobannalec (Bauerndorf) und Lesconil (Fischerdorf mit kleinem Hafen) liegen drei km auseinander. Neun Kilometer entfernt liegt die nächste Stadt Pont-l’Abbé, der Hauptort der Gegend, die Pays Bigouden (das Land der Bigoudens) genannt wird.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2010 2017Einwohner 2916 2831 2835 2844 3022 3007 3332 3474 Quellen: Cassini und INSEE
Sehenswürdigkeiten Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Plobannalec-Lesconil
Der Dolmen von Kervignon, die Dolmen von Kervadol und die Dolmen von Quélarn sind Megalithanlagen nahe der Gemeinde.
Die hier aufgefundene eisenzeitliche Stele von Kervadol wird im Museum Quimper aufbewahrt. Ortsteil Plobannalec Im landeinwärts liegenden, historisch bäuerlichen und katholischen Ort Plobannalec wurde 1876 bzw. 1889 die Église Saint Alour errichtet. Namenspatron ist der bereits 462 verstorbene dritte Bischof von Quimper Saint Alour (auch Saint Alar oder Alor de Quimper). Der Haupteingang dieser Kirche wurde architektonisch dem Haupteingang von Notre Dame in Paris nachempfunden.Ègise Saint Alour von Plobannalec
Ortsteil Lesconil Der Ortsteil Lesconil ist ein Fischerhafen. Die Einwohner dieser Ortschaft waren früher Fischer und Seeleute und nicht katholisch. Politisch standen die Bewohner von Lesconil links und gaben ihren Schiffen Namen wie Karl Marx usw. Sehenswert ist die schlichte Église Notre Dame de la MerDie Kirchen von Plobannalec-Lesconil (fr) St-Brieuc de Plonivel, die im Kern mittelalterliche Kapelle des Ortsteils Plonivel Manoir de Kerlut, heute Bestandteil einer Ferienanlage Le sémaphore de Lesconil, ein historisches technisches Denkmal. Die optische Telegrafiekette installierte Ende des 18. Jahrhunderts Claude Chappe zuerst in Frankreich.Der historische Sémaphore an der Küste von Lesconil Der Phare (men ar groaz) von Lesconil. Dieser Leuchtturm (Phare) wurde grün bemalt. Wenn ein Schiff von See kommend in ein Fahrwasser einfährt, ist seine rechte Seite die Steuerbordseite und zugleich die Steuerbordseite des Fahrwassers und daher grün gekennzeichnet.Die Phare von Lesconil Die Fete de la langoustine in Lesconil findet jährlich am zweiten Samstag im August am Hafen mit ca. 15.000 Besuchern statt. Neben Krustentiergerichten wird ein kostenfreies Open-Air-Konzert angeboten.Fete de la langoustine in Lesconil
Literatur Le Patrimoine des Communes du Finistère. Flohic Editions, 2 Bände, Paris 1998, ISBN 2-84234-039-6.
Weblinks
Touristeninformationen (fr.) Photo des Manoir de Kerlut bei Lesconil Strand bei Lesconil Fotos von Lesconil
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Bretagne