Iversheim ist ein nördlicher Stadtteil von Bad Münstereifel im nordrhein-westfälischen Kreis Euskirchen. Durch den Ort fließt die Erft. Die katholische Kirche ist St. Laurentius geweiht.

Geschichte mini|links|hochkant|Römische Kalkbrennerei aus dem 3. Jahrhundert

Am nördlichen Ortsausgang befindet sich eine römische Kalkbrennerei aus dem 3. Jahrhundert.

Im Jahre 865 wird der Ort Iversheim als Iuernesheim in einer Urkunde Ludwigs II. erstmals erwähnt.Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen herausgegeben von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Hölscher, Coblenz 1860, S. 107. Im Prümer Urbar (Güterverzeichnis) von 893 erscheint Iversheim unter der Bezeichnung Iuernesheym als Fronhofsverband im Eigentum der Abtei Prüm.Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen herausgegeben von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Hölscher, Coblenz 1860, S. 175.

Der Zehnt (Kirchensteuer) und die Kirche St. Laurentius wurden später von der Abtei Prüm an das Stift St. Chrysanthus und Daria in Münstereifel abgetreten.

Von einer im Mittelalter angelegten Burg sind heute keine Überreste mehr erhalten.

Iversheim war eine der sieben Honschaften (Steuerbezirke) des Amtes Münstereifel. Das Gericht Iversheim wurde bei der Reform der Gerichte in den Herzogtümern Jülich und Berg (1554/1555) eingezogen und an das Gericht Münstereifel verwiesen. Die Schöffen nahmen bis zur Auflösung des Herzogtums Jülich nur noch Notariats- und Katasteraufgaben wahr.

Seit 1816 war Iversheim eine selbständige Gemeinde. Am 1. Juli 1969 wurde der Ort nach Bad Münstereifel eingemeindet.

Die Pfarrkirche St. Laurentius ist heute in den Seelsorgebereich Bad Münstereifel integriert.

Verkehr Iversheim ist Bahnstation an der Erfttalbahn (Euskirchen – Bad Münstereifel), auf der im Schienenpersonennahverkehr die RegionalBahn 23 verkehrt. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio NRW, die für die Voreifelbahn Diesel-Triebwagen der DB Baureihe 644 in Ein- bis Zweifachtraktion für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt. Für den Öffentlichen Schienenpersonennahverkehr gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

Linie Verlauf Takt

Die VRS-Buslinie 801 der RVK verbindet den Ort mit Bad Münstereifel und Euskirchen. Zusätzlich verkehrt die Linie 887 als TaxiBusPlus nach Bad Münstereifel und Mechernich.

Linie Verlauf

Durch den Ort verläuft die Landesstraße 194. Die nächste Autobahnauffahrt ist Bad Münstereifel / Mechernich auf der A 1.

Persönlichkeiten Hedwig Fassbender (* 1954), deutsche Mezzosopranistin Andreas Izquierdo (* 1968), deutscher Journalist und Autor

Literatur Walter Sölter: Römische Kalkbrenner im Rheinland (= Rheinische Kunststätten, Heft 490). 1. Auflage. Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.), Köln 2005, ISBN 3-88094-885-2.

Weblinks

Iversheim auf eifelreise.de

Einzelnachweise

Kategorie:Stadtteil von Bad Münstereifel Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Euskirchen) Kategorie:Ersterwähnung 865 Kategorie:Gemeindeauflösung 1969