Stockem ist ein östlicher Stadtteil von Niederkassel im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Er liegt an der L 269 östlich des Stadtteils Uckendorf. Hier leben 32 Personen in drei Höfen (Stand 31. Dezember 2022). Sehenswert ist der Braschoshof, auch Drolshagener Hof genannt.
Geschichte Stockem wurde vermutlich 1003 erstmals erwähnt. Historisch treten neben Stockem auch die Bezeichnungen Stockheim und Stockum für den kleinen Ort auf. Der Wortbestandteil „Stock“ entspricht schon im Alt- und Mittelhochdeutschen seinen heutigen Bedeutungen, die in einem Zusammenhang mit Holz stehen (stok, stoc u. a. = Stab, Stecken, Ast, Pfahl u. ä.), während „-heim“ zumeist im Sinne von „Ort von...“ steht. 1555 gehörte die Honschaft Stockem zum Kirchspiel Niederkassel im bergischen Amt Löwenburg.W. Harleß: Die Erkundigung über die Gerichtsverfassung im Herzogtum Berg vom Jahr 1555. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, 20. Band, Jahrgang 1884, Bonn 1885, S. 123.
Die Gemeinde Stockem gehörte zur Bürgermeisterei Niederkassel. Sie hatte 182 ha Fläche, davon 172 ha Ackerfläche. Stockem war der einzige Ort der Kommune.Gemeindelexikon für das Königreich Preußen von 1885
Die Gemeinde Stockem hatte 1885 sechs Haushalte und siebzig Einwohner (36 Männer und 34 Frauen). Alle Einwohner waren katholisch und gehörten zur Pfarrei Niederkassel.
Am 1. August 1969 wurde die bisher eigenständige Gemeinde aufgrund des § 8 des Bonn-Gesetzes in die Gemeinde Niederkassel eingegliedert.
Einwohnerentwicklung JahrVolkszählungsergebnisse von 1816 bis 1970 der Städte und Gemeinden. Beiträge zur Statistik des Rhein-Sieg-Kreises, Bd. 17 / Siegburg 1980, S. 113. Einwohner 1816 58 1843 70 1871 56 1905 62 1961 58
Weblinks Stockem auf der Website der Stadt Niederkassel
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Rhein-Sieg-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1003 Kategorie:Gemeindeauflösung 1969