Jews Offering New Alternatives to Homosexuality (JONAH) (Engl. für "Neue Alternativen zur Homosexualität bietende Juden") war eine jüdische Vereinigung mit Sitz in Jersey City, mit dem Ziel von „Prävention, Eingreifen und Heilen der der homosexuellen Attraktivität zugrunde liegenden Umstände“.: “prevention, intervention, and healing of the underlying issues causing same-sex attractions”, abgerufen am 6. April 2007.
Die Organisation benutzte die Techniken der „Reparativen Therapie“, die von allen führenden internationalen psychiatrischen und psychologischen Fachgesellschaften abgelehnt wird, da sie im Widerspruch zu den heute in Psychiatrie und Psychologie etablierten Auffassungen von Homosexualität stehen der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, abgerufen am 30. März 2014.Stellungnahme des Berufsverbandes Deutscher Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie zur öffentlichen Diskussion um „Konversionstherapien“ oder „reparative Therapien“ bei Homosexualität. 2009. der Bundesärztekammer: Weltärztebund: Homosexualität ist keine Krankheit. Beschlüsse der 64. Generalversammlung des Weltärztebundes. Abgerufen am 30. März 2014.Royal College of Psychiatrists: (PDF; 43 kB), Punkt 5 (S. 3): Psychotherapy and reparative therapy for LGB people. Abgerufen am 22. Juli 2008.Just the Facts Coalition, American Psychological Association et al.: Just the facts about sexual orientation and youth: A primer for principals, educators, and school personnel. und schädigende Wirkung für die Therapierten haben können.Douglas C. Haldeman: Therapeutic Antidotes: Helping Gay and Bisexual Men Recover from Conversion Therapies. In: Journal of Gay & Lesbian Psychotherapy. 5, 2002, S. 117, . 2015 wurde JONAH auf gerichtliche Anweisung aufgelöst und den „Therapeuten“ der Organisation die weitere Bewerbung und Ausübung derartiger Praktiken untersagt.Urteil (Civil Action) des Superior Court of New Jersey, Hudson County, Law Division, (Docket No. L-5734-12, rechtskräftig seit dem 18. Dezember 2015.
Geschichte Die Organisation wurde 1999 gegründet, der Stammsitz war Jersey City in New Jersey. Mitbegründer und Co-Direktor war Arthur A. Goldberg, promovierter Jurist, Geschäftsführer von NARTH, Präsident von PATH sowie Beiratsmitglied des DIJGDIJG: Bulletin 1/2008 S. 32.. Es war die einzige jüdische Organisation, die die reparative Thearapie vertrat.JONAH: Help for Jewish Homosexuals Consistent with Torah Principles Rosenbluth, Susan. Jewish Voice & Opinion. 8. Dezember 1999. Es war eine internationale Vereinigung, deren meiste Mitglieder aus den Vereinigten Staaten von Amerika, Israel, Kanada und Europa kamen. Ihr Netzauftritt war in englischer, hebräischer und spanischer Sprache. Im Juli 2003 verbanden sie sich mit zehn anderen Organisationen, die nach eigenen Angaben den Menschen dienen, die unter ich-dystoner Sexualität leiden, zur Gruppe Positive Alternatives to Homosexuality („Positive Alternativen zur Homosexualität“). Gesehen am 4. April 2006.Diverse Coalition Forms to Support People Seeking ‘Non-Gay’ Alternatives to Unwanted Homosexuality JERSEY Stadt, New Jersey – (MARKET WIRE) – 9. Juli 2003. JONAH warb lange mit der wahrheitswidrigen Behauptung, das Rabbinical Council of America unterstütze seine Arbeit, auch nachdem dieser einflussreiche Rabbinerverband ausdrücklich festgestellt hatte, dass dies keineswegs der Fall ist., 29. November 2012
Die Organisation wendete sich gegen homosexuelles Verhalten und gleichgeschlechtliche Beziehungen, Aspekte, die die Organisation von der individuellen Person zu trennen versucht. Rabbi Samuel Rosenberg, der Gruppenleiter von JONAH, sagte: „Wir müssen uns ständig daran erinnern, dass in der Tora nicht die Person, sondern die Handlung verabscheut wird. Weiter haben wir nach der (homosexuellen) Tat die Verpflichtung, zu Teschuva (hebr. „Umkehr“, „Reue“) zu führen statt durch Familie, Leiter und Gemeinde zu tadeln.“
Seit 2012 liefen mehrere Klagen gegen die Organisation und Arthur A. Goldberg von ehemaligen Teilnehmern, die die Organisation und Goldberg auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagen.New York Times:Gay ‘Conversion Therapy’ Faces Test in Courts
2015 wurde JONAH wegen betrügerischer und sittenwidriger Geschäftspraktiken zu hohen Schadensersatzzahlungen an die Opfer der „Therapien“ verurteilt und auf gerichtliche Anweisung aufgelöst; den involvierten „Therapeuten“ untersagte das Gericht in New Jersey jedwede weitere Bewerbung und Ausübung von „Reparativtherapien“.Mark Joseph Stern: Consumer Fraud Lawsuit Forces Ex-Gay Conversion Therapy Group to Pay Victims and Disband. In: slate, 21. Dezember 2015.
Siehe auch Ex-Gay-Bewegung
Weblinks Offizielle Website (englisch mit deutscher Babelfischübersetzung) Vorstellung (deutsch, PDF) von JONAH im Bulletin 1/2008 S. 29 ff.des DIJG (313 kB)
Fußnoten
Kategorie:Homosexualität und Religion Kategorie:Jüdische Organisation (Vereinigte Staaten) Kategorie:Ex-Gay-Bewegung Kategorie:Vereinsgründung 1999 Kategorie:Organisation (Jersey City) Kategorie:Religion (New Jersey)