Hubert Heinrich Ritzenhofen (* 3. Oktober 1879 in Amsterdam; † 7. April 1961 in Düsseldorf) war ein deutscher Maler.
Leben mini|Porträt des Leutnants Theodor Osterkamp Ritzenhofen wurde als Kind Düsseldorfer Eltern in Amsterdam geboren, die mit dem vierjährigen Kind nach Düsseldorf zurückkehrten. Der Düsseldorfer Handschuhmacher und Schriftsteller Theodor Groll, ein Freund seiner Eltern, wurde auf Ritzenhofen aufmerksam und empfahl ihn als Vierzehnjährigen seinem Freund Hermann Stiller, dem Direktor der Kunstgewerbeschule Düsseldorf. Dort erhielt er eine erste Ausbildung. Neben Stiller waren Fritz Neuhaus und Ludwig Heupel-Siegen seine ersten Lehrer. Anschließend studierte Ritzenhofen von 1896 bis 1907 an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei bei Heinrich Lauenstein, Willy Spatz, Eduard von Gebhardt, Peter Janssen dem Älteren, Arthur Kampf, Ernst und Fritz Roeber sowie Kunstgeschichte bei Paul Clemen. Seit 1903 mit eigenem Atelier im Akademiegebäude vervollkommnete er sich bis 1907 als Meisterschüler von Claus Meyer. Enge Freunde waren die Maler Hans Thoma und Wilhelm Steinhausen.Der Maler Hubert Ritzenhofen. In: Düsseldorfer Heimatblätter „Das Tor“. 20. Jahrgang (1954), Heft 11, S. II–V (PDF) Befreundet war Ritzenhofen auch mit Max Liebermann. 1904 wohnte er in der Dammstraße 8.
Von 1926 bis 1961 war er Mitglied im Düsseldorfer Künstlerverein Malkasten.Bettina Baumgärtel, Sabine Schroyen, Lydia Immerheiser, Sabine Teichgröb: Verzeichnis der ausländischen Künstler und Künstlerinnen. Nationalität, Aufenthalt und Studium in Düsseldorf. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, Band 1, S. 438. Ritzenhofen blieb in Düsseldorf ansässig, wo er Helena Petronella (1894–1972) heiratete, eine Tochter des aus ’s-Hertogenbosch gebürtigen Düsseldorfer Bildhauers Adrian Carnas (1862–1948). Er betätigte sich als Landschafts-, Marine-, Genre- und Porträtmaler und unternahm Studienreisen in die Niederlande, nach Belgien und Frankreich. Vorwiegend wählte er Motive aus Düsseldorf und Umgebung.
Sein Ölgemälde Weißer Sonntag in St. Lambertus ist als Dauerleihgabe der Familie Ritzenhofen im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehen. Sein Sohn Walter Ritzenhofen studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Wilhelm Schmurr und wurde ebenfalls Maler.
Ausstellungen (Auswahl) Werke von Ritzenhofen waren in mehreren Ausstellungen zu sehen: 1904: Der Klosterkoch und Maiandacht in der Jahresausstellung im königlichen Glaspalast in München 1907: Am weißen Sonntag oder Weißer Sonntag in St. Lambertus, Große Kunstausstellung in Düsseldorf 1912: La Panne, Frühjahrsausstellung in Düsseldorf 17. Oktober bis 21. November 1979: Hubert Ritzenhofen – ein Maler und Zeichner des alten Düsseldorf im Stadtgeschichtlichen Museum Düsseldorf 16. Januar bis 31. März 1984: Hubert Ritzenhofen (1879–1961); Handzeichnungen, Düsseldorfer Motive in der Galerie G. Paffrath in Düsseldorf
Literatur
Ritzenhofen, Hubert. In: Hermann Alexander Müller, Hans Wolfgang Singer (Hrsg.): Allgemeines Künstler-Lexikon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler. Band 6, Rütten & Loening, Frankfurt am Main 1922, S. 236 (Digitalisat).
Gisela Cursiefen: Hubert Ritzenhofen 1879–1961: Leben und Werk. Tenea, Berlin 2000, ISBN 3-932274-48-2.
Weblinks Hubert Ritzenhofen im Virtuellen Katalog Kunstgeschichte Hubert Ritzenhofen, Datenblatt im Portal rkd.nl (Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie)
Einzelnachweise
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