mini|hochkant|Chenoweth im September 2008 mini|hochkant|Chenoweth im Jahr 2012 Kristin Dawn Chenoweth (* 24. Juli 1968 in Tulsa, Oklahoma) ist eine US-amerikanische Musicaldarstellerin und Schauspielerin.
Leben Kristin Chenoweth wurde in Tulsa, Oklahoma geboren und bereits kurz nach ihrer Geburt adoptiert. Zusammen mit ihrem Bruder, dem leiblichen Sohn ihrer Adoptiveltern, wuchs sie in Broken Arrow auf. Bereits früh wurde ihr musikalisches Talent gefördert und sie nahm Tanz- sowie Gesangsunterricht. Nach ihrem High-School-Abschluss 1986 wurde sie an der Oklahoma State University in Oklahoma City ausgebildet. Dort erlangte sie einen Bachelorabschluss in Musical Theater und studierte weiter bis zum Masterabschluss in Opera Performance.
Sie war mit ihrem Kollegen Marc Kudisch verlobt. Das Paar trennte sich jedoch im Jahr 2001. Anschließend war Chenoweth einige Zeit mit dem Schauspieler und Moderator Jeff Probst liiert.
Karriere Theater Kristin Chenoweth gab im Jahr 1997 ihr Broadwaydebüt in der Produktion von Steel Pier. Einem breiten Publikum wurde sie 1999 bekannt, als sie in dem Musical You’re a Good Man, Charlie Brown spielte. Ihre Interpretation der Sally brachte ihr sowohl einen Tony Award als auch einen Drama Desk Award als beste Nebendarstellerin ein.
Internationale Bekanntheit erlangte sie insbesondere durch ihr Engagement in der Originalbesetzung der Broadwayproduktion des Musicals Wicked – Die Hexen von Oz an der Seite von Idina Menzel und Joel Grey. Für ihre Darstellung der Hexe G(a)linda wurde Chenoweth mehrfach ausgezeichnet.
2007 feierte sie Erfolge mit dem Musical The Apple Tree, für das sie erneut für den Drama Desk Award nominiert wurde. 2008 verkörperte sie die Kunigunde in dem Musical Candide an der English National Opera.
Vom April 2010 bis zum Januar 2011 war sie am Broadway in New York im Musical Promises, Promises in der Rolle der Fran Kubelik zu sehen.
Musik Kristin Chenoweth ist eine klassisch ausgebildete Sopranistin, deren Stimmumfang bis ins Pfeifregister reicht. Neben klassischen Liedern und Opern als Koloratur-Sopranistin interpretiert sie auch erfolgreich Popmusik und Musicalstücke und nutzt dazu ihre Bruststimme. Als Sängerin tritt Chenoweth bei verschiedenen Veranstaltungen wie dem Evening at Pops 2004 des Fernsehsenders PBS auf und ist mit eigenen Konzerten in den Vereinigten Staaten zu sehen. Zum Markenzeichen der Schauspielerin gehört neben ihrer Größe von nur 150 cm eine besondere Sprechstimme. Sie selbst verglich ihre Stimme einmal mit der von der Zeichentrickfigur Betty Boop.
Kristin Chenoweth war an den verschiedenen Soundtracks ihrer Musicalengagements beteiligt. Zudem hat sie seit ihrem Debüt Let Yourself Go mittlerweile mehrere eigene Alben veröffentlicht wie As I Am oder eine Zusammenstellung von Weihnachtsliedern auf der 2008 veröffentlichten CD A Lovely Way to Spend Christmas.
Im September 2011 veröffentlichte Chenoweth ein Country-Album mit dem Titel Some Lessons Learned.
Film und Fernsehen Durch ihren Erfolg am Broadway erhielt die Schauspielerin 2001 eine eigene Fernsehserie. Chenoweth verkörperte in der teilweise Autobiografischen Sendung ihr Alter Ego, die angehende Schauspielerin und Sängerin Kristin Yancey, die zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts als Sekretärin jobt. Die Serie wurde wegen der geringen Einschaltquote bereits nach einer Staffel eingestellt.
Im Jahr 2002 gab Kristin Chenoweth ihr Kinodebüt. Seither war sie in Nebenrollen immer wieder auf der großen Leinwand vertreten. In Verliebt in eine Hexe spielte sie 2005 an der Seite von Nicole Kidman, Will Ferrell und Shirley MacLaine. Ein Jahr später war sie unter anderem in den Komödien Schräger als Fiktion mit Maggie Gyllenhaal und Dustin Hoffman, Die Chaoscamper mit Robin Williams sowie Der rosarote Panther mit Steve Martin und Kevin Kline zu sehen. Für die beiden letztgenannten wurde sie als schlechteste Nebendarstellerin für die Goldene Himbeere nominiert.
Es folgten Gastauftritte in Frasier, Sesame Street sowie Alles Betty!. Von 2004 bis 2006 war sie in der preisgekrönten Serie The West Wing – Im Zentrum der Macht in der Rolle der Annabeth Schott an der Seite von Stockard Channing, Allison Janney, Martin Sheen und John Spencer zu sehen. Sie spielte in der US-Serie Pushing Daisies die Rolle der Olive Snook und wurde für diese zweimal für einen Emmy als beste Nebendarstellerin nominiert, 2009 mit dem Emmy als beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie ausgezeichnet. In den ersten drei Filmen der von DisneyToon Studios produzierten Tinker-Bell-Filmreihe lieh sie der Gartenfee Rosetta ihre Stimme.
In der Fernsehserie Glee hatte sie im Zeitraum 2009 bis 2014 insgesamt fünf Gastauftritte in der Rolle der April Rhodes. 2015 war sie in dem von Disney Channel produzierten Film Descendants – Die Nachkommen als die böse Fee Maleficent aus Dornröschen zu sehen, die in dem Film die Mutter einer der Hauptfiguren ist. In der Musical-Serie Schmigadoon! spielte sie u. a. an der Seite von Alan Cumming, Martin Short und Dove Cameron – ihrer Filmtochter aus Descendants – Die Nachkommen – eine der Hauptrollen.
Engagements Broadway 1997: Steel Pier 1999: You're a Good Man, Charlie Brown 1999: Epic Proportions 2003: Wicked – Die Hexen von Oz 2006: The Apple Tree 2010–2011: Promises, Promises 2015: On the Twentieth Century
off Broadway The Fantasticks Dames at Sea 1994: Box Office of the Damned 1997: Scapin 1998: A New Brain
Sonstige 1998: Strike Up the Band im New York City Center (Konzertreihe Encores!) 2000: On a Clear Day You Can See Forever im New York City Center (Encores!) 2005: The Apple Tree im New York City Center (Encores!) 2007: Stairway to Paradise im New York City Center (Encores!) 2008: Candide an der English National Opera 2009: Music in the Air im New York City Center (Encores!)
Filmografie (Auswahl) Filme 1999: Annie – Weihnachten einer Waise (Annie) 2002: Topa Topa Bluffs 2005: Show Business 2005: Verliebt in eine Hexe (Bewitched) 2006: Der rosarote Panther (The Pink Panther) 2006: Die Chaoscamper (RV) 2006: Krass (Running with Scissors) 2006: Schräger als Fiktion (Stranger than Fiction) 2006: Blendende Weihnachten (Deck the Halls) 2008: Tinkerbell (Tinker Bell) 2008: Mein Schatz, unsere Familie und ich (Four Christmases) 2008: Affen im All (Space Chimps) 2009: Into Temptation 2009: Tinkerbell – Die Suche nach dem verlorenen Schatz (Tinker Bell and the Lost Treasure, Stimme von Rosetta) 2009: Zwölf Männer für ein Jahr (Twelve Men of Christmas) 2010: Du schon wieder (You Again) 2010: Tinkerbell – Ein Sommer voller Abenteuer (Tinker Bell and the Great Fairy Rescue, Stimme von Rosetta) 2013: Family Weekend 2014: Rio 2 – Dschungelfieber (Rio 2, Stimme von Gabi) 2015: The Boy Next Door 2015: Strange Magic (Stimme) 2015: Descendants – Die Nachkommen (Descendants) 2015: Die Peanuts – Der Film (The Peanuts Movie, Stimme von Fifi) 2017: My Little Pony – Der Film (Prinzessin Skystar) 2020: Holidate 2021: National Champions 2022: Bros 2024: Our Little Secret 2024: Wicked
Serien 1999: Paramour 2001: Kristin 2001: Frasier (Gastauftritt) 2003: The Music Man 2004: Sesamstraße (Sesame Street, Gastauftritt) 2005: Candide 2004–2006: The West Wing – Im Zentrum der Macht (The West Wing) 2007: Alles Betty (Ugly Betty) 2007: Robot Chicken 2007–2008: Pushing Daisies 2009: Sit Down Shut Up 2009–2011, 2014: Glee (Gastauftritte) 2009: American Idol (Gastjuror) 2012: Good Wife (2 Folgen) 2012: GCB 2015: The Muppets (Gastauftritt in „Der Ex-Faktor“) 2017: American Gods 2021: Schmigadoon!
Diskografie
Studioalben
Weitere Alben 2001: Let Yourself Go 2005: As I Am
Cast Recordings 1995: Billion Dollar Baby 1998: A New Brain 1999: 110 in the Shade 1999: You’re a Good Man, Charlie Brown 2001: You Never Know 2003: Wicked – Die Hexen von Oz 2010: Promises, Promises 2015: On The Twentieth Century
Singles mit Glee Cast
Gastbeiträge 2000: John Bucchino: Grateful: The Songs of John Bucchino 2001: Mandy Patinkin: Kidults 2007: Nathan Gunn: Just Before Sunrise 2007: Idina Menzel: Defying Gravity (UK: )Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK US 2015: Dove Cameron: Evil Like Me (US: )
Weitere Lieder mit Auszeichnungen 2003: Popular (UK: ) 2006: For Good (UK: )
Auszeichnungen Theaterpreise 1997: Theatre World Award für Steel Pier 1999: Drama Desk Award: Beste Nebendarstellerin in einem Musical für You're a Good Man, Charlie Brown 1999: Tony Award: Beste Nebendarstellerin in einem Musical für You're a Good Man, Charlie Brown 2004: nominiert für den Drama Desk Award für die beste Hauptdarstellerin in einem Musical für Wicked – Die Hexen von Oz 2004: nominiert für den Tony Award für Beste Hauptdarstellerin in einem Musical für Wicked – Die Hexen von Oz 2004: Broadway.com Audience Award: Bestes Bühnenpaar für Wicked – Die Hexen von Oz (mit Idina Menzel) 2007: nominiert für den Drama Desk Award Outstanding Actress in a Musical for The Apple Tree 2007: nominiert für Broadway.com Audience Award Favorite Actress in a Musical für The Apple Tree 2007: Broadway.com Audience Award Favorite Diva Performance für The Apple Tree
Film und Fernsehpreise 2005: nominiert für den SAG Award: Outstanding Performance by an Ensemble in a Drama Series für The West Wing – Im Zentrum der Macht 2006: nominiert für den SAG Award: Outstanding Performance by an Ensemble in a Drama Series für The West Wing 2006: nominiert für die Goldene Himbeere: Schlechteste Nebenrolle für Blendende Weihnachten, Der rosarote Panther und Die Chaoscamper 2008: nominiert für den Emmy als beste Nebendarstellerin in einer Comedy-Serie für Pushing Daisies 2009: Emmy als beste Nebendarstellerin in einer Comedy-Serie für Pushing Daisies
Literatur
Weblinks
Offizielle Website
Kristin Chenoweth bei filmreference.com (englisch)
Linda D. Wilson: Chenoweth, Kristin Dawn. Eintrag in Encyclopedia of Oklahoma History and Culture, 18. Februar 2015.
Quellen
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Musicaldarsteller Kategorie:Emmy-Preisträger Kategorie:Träger des Tony Award Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Frau