rahmenlos|rechts|hochkant=2 Die Liste der Außenlager des KZ Flossenbürg führt alle bekannten KZ-Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. Dem im Oberpfälzer Wald bei Weiden gelegenen Stammlager waren in der Zeit des Nationalsozialismus nach wissenschaftlichem Stand 2020 der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg 77 Außenlager zugeordnet. Das weit verzweigte Lagersystem erstreckte sich ab dem Frühjahr 1942 zwischen Würzburg im Westen und Prag im Osten, dem nördlichen Sachsen und Niederbayern im Süden. Etwa 100.000 Menschen waren zwischen 1938 und 1945 im Stammlager und den Außenlagern inhaftiert, darunter mindestens 16.000 Frauen. Mindestens 30.000 Inhaftierte starben.

Listen Legende

Name: Name des KZ-Außenlagers Ort, Land: Ort, in dem das Außenlager war Zeitraum: Zeitraum, in dem das Außenlager existierte Häftlinge: Häftlinge in Summe während des KZ-Betriebes Identifizierte Todesopfer: Identifizierte Häftlinge die im KZ gestorben sind Zwangsarbeit: Zwangsarbeit die die Häftlinge verrichten mussten Lagerführer: Kommandoführer im KZ (Vorgänger, Nachfolger)

Nicht explizit belegte Informationen stammen aus dem Online-Archiv der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, können aber teilweise auch in den Fußnoten zum entsprechenden Lager vorkommen.

Außenlager

NameOrt, LandZeit­raumHäft­lingeIdentifizierte Todes­opferZwangs­arbeitLager­leiterLage KZ-Außenlager Altenhammer Altenhammer, Deutschland – 16. April 1945 232 2 Flugzeugteile für Messerschmitt in den Kommandos Stich und AmbosEwald Reinhold Heerde

KZ-Außenlager AnsbachArchiv Flossenbürg: Signatur S.21.231, Verzeichnis AGFl/2015/2015.0241/USHMM ITS Digital Archive/1.1.0 Allgemeines/1.1.0.7 Informationssammlung zu verschiedenen Haftstätten und Lagern/0009 Ansbach, Deutschland – 4. April 1945 700 97 Zwangsarbeit für die Reichsbahn, u. a. Beseitigung von Bombenschäden KZ-Außenlager Aue Aue, Deutschland Vgl. Liste «20 Überstellungen nach dem Arbeitskommando Elbe IV Aue/Sachsen», 20. Dezember 1944, in: CEGESOMA, Mikrofilm 14368. Bei den 20 entsprechenden Eintragungen in den Flossenbürger Nummernbüchern wurde unter der Rubrik «Letzter Verbleib» vermerkt: «20.11.44 Elbe IV Aue/Sa.» – Ende April 1945 20– «behelfsmäßiger Ausbau eines stillgelegten HJ-Heimes als SS-Führerschule» Untergebracht sind die Zwangsarbeiter im Gefängnis von Aue Kraus KZ-Außenlager Bayreuth Bayreuth, Deutschland – 11. April 1945 27 N/A Konstruktionszeichner u. Herstellung feinmechanischer Metallteile für „Projekt Fernsehwaffe“Albrecht Bald, Jörg Skriebeleit: Das Außenlager Bayreuth des KZ Flossenbürg. Wieland Wagner und Bodo Lafferentz im „Institut für physikalische Forschung“. C. & C. Rabenstein, Bayreuth, 2003, ISBN 3-928683-30-6. Adolf Nies, Arno Schmidt KZ-Außenlager Brüx (Most) Brüx (Most), Tschechien – 7. Oktober 1944 1.000 4 Arbeit in Kohlebergwerken der Sudetenländischen Bergbau AG in Seestadtl Gustav Göttling KZ-Außenlager Chemnitz Chemnitz, Deutschland – April 1945 515 1 Frauen-Außenlager; Fertigung von Metallteilen für Flugzeuge und MG für die Astrawerke AG Chemnitz. Unterbringung im oberen Stockwerk einer Halle in der Altchemnitzer Straße im Werk I Willing KZ-Außenlager Dresden (Bernsdorf) Dresden, Deutschland – April 1945 501 33 Munitionsherstellung Erich von Berg, Otto Schmerse KZ-Außenlager Dresden (Zeiss-Ikon, Goehle-Werk) Dresden, Deutschland – Mitte April 1945 203 9 Frauen-Außenlager; Herstellung von Geschossen für die 8,8-cm-Flak Gertrud Schäfer, Margarete de Hueber

KZ-Außenlager Dresden (Reichsbahn) Dresden, Deutschland – wahrsch. 8. Mai 1945 500 1 Reparaturarbeiten an zerstörten Gleisen für die Reichsbahn Franz Rohloff KZ-Außenlager Dresden-Friedrichstadt (Reichsbahnausbesserungswerk) Dresden, Deutschland – 19. Februar 1945 600 27 Reparatur beschädigter Waggons für das Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) am Weißeritz-Ufer (heute Emerich-Ambros-Ufer) Rudolf Becher KZ-Außenlager Dresden (SS-Pionier Kaserne) Dresden, Deutschland – 15. April 1945 246 N/A Bau eines Reservelazaretts in der SS-Pionier Kaserne und Umbau von Schulen zu Reservelazaretten. Diverse weitere Arbeiten wie Befestigung des Schlosses Hirschstein für die belgische Königsfamilie. Unterbringung der Häftlinge in drei Garagen, von denen eine als Waschraum diente. Josef Schmatz, Kurt Markgraf (stellv.), Wilhelm Hartmann,