miniatur|hochkant|Foto von 1926 mit Sepia-Färbung

Fotografien mit der Eigenschaft sepia sind über die gesamte Bildfläche in der gelblich-bräunlichen Farbe Sepia gehalten und haben einen reduzierten Farbumfang. Sepia-Fotografien entstehen auf verschiedene Arten:

Bei alten fotografischen Abzügen wird der Schwarz-Anteil durch UV-Strahlung bräunlich und das Weiß auf dem Papier mit der Zeit gelblich-cremig. Bei Schwarzweiß-Abzügen können durch bestimmte chemische Färbebäder, beispielsweise auf Basis von Thioharnstoff und Natriumhydroxid, Sepiatönungen erzeugt werden.L. Bartlett, J. Tarrant: Workshop schwarzweiss printing. Augustus-Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3-8043-5105-0.U. Raffay: Sammlung fotografischer Rezepte. CG-CHEMIE-Fototechnische Beratung, Hamburg 1985. Eine Tönung ist ebenfalls mit Schwarztee möglich. Heutzutage ist bei Digitalkameras normalerweise ein entsprechender Modus vorhanden. Viele Bildbearbeitungsprogramme ermöglichen ebenfalls, diesen Effekt im Nachhinein anzuwenden. Bei gedruckten Bildern, z. B. im Offset-Druck, kann ein guter Sepia-Effekt erzielt werden, indem ein Schwarzweißbild zusätzlich mit einer Schmuckfarbe gedruckt wird, dem sogenannten Duplexdruck.

Beispiel Im Folgenden ist das gleiche Digitalbild in Vollfarben, ausgebleicht, mit Sepia-Effekt und in Graustufen zu sehen:

Künstliche Erzeugung des Sepia-Effekts In der digitalen Bildbearbeitung kann durch einfache gewichtete Überlagerung der Rot-, Grün- und Blau-Anteile eines einzelnen Pixels ein Sepia-Effekt erzeugt werden. Ein Pixel habe ursprünglich (vor Anwendung des Sepia-Effekts) die RGB-Werte (R, G, B). Nach Anwendung des Sepia-Effekts hat es die RGB-Werte (r, g, b), wobei r, g und b aus den ursprünglichen Werten R, G und B wie folgt berechnet werden:

r = R * 0.393 + G * 0.769 + B * 0.189 g = R * 0.349 + G * 0.686 + B * 0.168 b = R * 0.272 + G * 0.534 + B * 0.131

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Einzelnachweise

Kategorie:Fototechnik