mini|hochkant=0.4|Wappen derer von Wreech. Ludwig von Wreech (* 1734 in Kyritz; † 2. Juni 1795 in Rathenow) war Graf und Kammerherr des Prinzen Heinrich von Preußen.Staatshandbuch vor 1802. SBB., Vgl. primär: Friedrich von Oppeln-Bronikowski: Liebesgeschichten am Preußischen Hofe. Gebrüder Paetel, Berlin / Leipzig 1928, S. 12.
Leben Ludwig von Wreech war der Sohn von Adam Friedrich von Wreech (1689–1746) und dessen Frau Luise Eleonore von Schöning (1708–1784). Er hatte mehrere Geschwister. Seine Mutter war Enkelin des Feldmarschalls Hans Adam von Schöning (1641–1696), der es als weiblicher Erbin gelang, den Besitz durch den Siebenjährigen Krieg zu halten. Joachim Friedrich von Wreech war sein Großvater.
In den Jahren 1731 und 1732 wurde sie mehrfach in Tamsel von dem 19-jährigen späteren König Friedrich II. während seines Zwangsaufenthaltes in der Festung Küstrin besucht. Nach Fontane mieden ihre Söhne später den Königshof. Sie bevorzugten in Berlin das Palais des Prinzen Heinrich bzw. dessen Rheinsberger Hof, an dem sie verkehrten.Der Rheinsberger Hof von 1786–1802, In: Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Erstauflage, Band 1: Die Grafschaft Ruppin. Mit: „Zwischen Boberowwald und Huwenowse“. Verlag Wilhelm Hertz (Bessersche Buchhandlung), Berlin 1862, S. 111 f.
Wreech war Ritter des Johanniterordens und Domherr des Stifts von Magdeburg, parallel in der Funktion als Kanonikus des Stiftes Halberstadt wegen mehrerer Kosten als Domherr und Johanniter sparend ausübte.Gustav Nebe: Die Kirchenvisitation des Bisthums Halberstadt in den Jahren 1564 und 1589. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzende Gebiete. Band, Hrsg. Historische Kommission der Provinz Sachsen, Verlag Otto Hendel, Halle 1880, S. XXI. Er folgte seinem Bruder Friedrich Wilhelm Feodor Freiherr von Wreech (1733–1785) als Erb- und Gerichtsherr von Tamsel und Warnick und war Letzter eines Geschlechts preußischer Militärs.
Im Jahr 1779 verkaufte Ludwig von Wreech das Gut Büssow (Neumark) an Georg Friedrich von Wulffen. Am 2. Oktober 1786 wurde er in den Grafenstand erhoben. Mit seinem Tod vererbte er die Güter an den Sohn seiner Schwester Sophie Friederike (1730–1784), Graf Bogislaw von Dönhoff-Dönhoffstadt.
Luise Eleonore und ihre Söhne, darunter Ludwig, wurden in der Tamsler Kirche aufgebahrt. Ludwig von Wreech führte ein Ex Libris, gefertigt von Daniel Berger.Rost: Anzeige sämmtlicher Werke von Herrn Daniel Berger. Leipzig 1792.Vgl. W. von zur Westen (Hrsg.): Ex Libris. Buchkunst und Angewandte Graphik. Jahrgang 21, Neue Folge, Jahrgang 5, Mit: Berliner Besuchskarten und Privatanzeigen. Verein für ExLibris-Kunst und Gebrauchsgraphik, Otto von Holten Berlin-Heinrichshofen, Magdeburg 1911, S. 71.
Literatur , Verlag Wilhelm Hertz (Bessersche Buchhandlung), Berlin 1862, S. 111–120.
Weblinks BBAW - Acta Borussica | Praktiken der Monarchie - Index: Ludwig Graf von Wreech, Stand 4. Juni 2026 Literaturport - Orte Berlin.Brandenburg: Tamsel., Stand 21. September 2022. CompGen e.V. Berlin: Stammbaum., Stand 4. Juni 2026
Einzelnachweise
Kategorie:Hofmarschall Kategorie:Militärperson der Frühen Neuzeit (Brandenburg-Preußen) Kategorie:Person (Johanniterorden) Kategorie:Domherr (Magdeburg) Kategorie:Adliger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1734 Kategorie:Gestorben 1795 Kategorie:Mann Kategorie:Domherr (18. Jahrhundert)