Der Franz-Tumler-Literaturpreis für zeitgenössische deutschsprachige Debütromane ist ein europäischer Literaturpreis, der jedes zweite Jahr von der Südtiroler Landesregierung gemeinsam mit der Gemeinde Laas vergeben wird, erstmals im Jahr 2007. Der nach dem Südtiroler Schriftsteller Franz Tumler benannte Preis ist mit 8.000 Euro dotiert. Der Preisträger des Publikumspreises wird hingegen für eine Woche Schreibaufenthalt in den Vinschgau eingeladen.

Organisiert und ins Leben gerufen vom „Kreis Südtiroler Autoren“ im Südtiroler Künstlerbund und vom Bildungsausschuss Laas, geht es bei diesem Preis darum, „nicht nur das Werk des 1998 in Berlin verstorbenen Romanciers, Essayisten und Lyrikers zu würdigen, sondern auch neue Literatur in Deutscher Sprache zu fördern. Deshalb auch die Entscheidung, den Preis auf Debütromane einzuschränken“. (Zitat aus der Broschüre zur 1. Preisverleihung 2007)

Eine internationale Fach-Jury aus Südtirol, Deutschland, Österreich und der Schweiz benennt fünf Finalisten, die in einer eintägigen Live-Veranstaltung in Laas vor der Jury und dem Publikum aus ihren Debütromanen lesen. Unter den Finalisten wählen die Juroren anschließend den Preisträger aus.

Preisträger 2007: Emma Braslavsky, für den Roman Aus dem Sinn 2009: Lorenz Langenegger, für den Roman Hier im Regen 2011: Joachim Meyerhoff, für den Roman Alle Toten fliegen hoch 2013: Björn Bicker, für den Roman Was wir erben 2015: Kristine Bilkau, für den Roman Die Glücklichen 2017: Julia Weber, für den Roman Immer ist alles schön 2019: Angela Lehner, für den Roman Vater unser 2021: Anna Felnhofer, für den Roman SchnittbildMeldung: Franz-Tumler-Literaturpreis 2021: Anna Felnhofer ausgezeichnet. In: Börsenblatt. 24. September 2021, abgerufen am 25. September 2021. 2023: Tine Melzer, für den Roman Alpha Bravo Charlie 2025: Christina König, für den Roman Alles, was du wolltest

Publikumspreisträger 2009: Lea Gottheil, für den Roman Sommervogel 2011: Astrid Rosenfeld, für den Roman Adams Erbe 2013: Barbara Aschenwald, für den Roman Omka 2015: Petra Hofmann, für den Roman Nie mehr Frühling 2017: Stephan Lohse, für den Roman Ein fauler Gott 2019: Lola Randl, für den Roman Der Große Garten 2021: Hengameh Yaghoobifarah, für den Roman Ministerium der Träume 2023: Irina Kilimnik, für den Roman Sommer in Odessa 2025: Annegret Liepold, für den Roman Unter Grund

Weblinks Webpräsenz zum Franz-Tumler-Literaturpreis

Einzelnachweise

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