George Henry Weinberg (* 17. Mai 1929 in Manhattan, New York City; † 20. März 2017 ebenda) war ein US-amerikanischer Psychologe, Psychotherapeut und Autor mehrerer Bücher.
Biografie In New York City traf er in den 1960er Jahren Mitglieder der Gay Activists Alliance. Als er deren Kampf um die Anerkennung der Rechte von homosexuellen Menschen beobachtete, verwandte er das Wort homophobia.pflagdetroit.org: (englisch) Das Wort setzte sich in den kommenden Jahren weltweit als Bezeichnung durch, um die Ablehnung homosexueller Menschen zu beschreiben.
Nach eigenen Aussagen begann Weinberg das Wort etwa ab 1966 oder 1967 zu verwenden, nach Nichols Aussagen ab 1967,Jack Nichols: George Weinberg. In: V. L. Bullough (Hrsg.): Before Stonewall: Activists for gay and lesbian rights in historical context. Harrington Park Press, New York 2002, S. 351–360. in diesem Fall eine Zusammensetzung aus den griechischen Wörtern homós („gleich“) und Phobie („Furcht“). Das Wort veröffentlichte Weinberg 1972 in seinem Buch Society and the Healthy Homosexual.
Nach den Erinnerungen Weinbergs dachte er im September 1965 bei der Vorbereitung eines Vortrages auf einer Veranstaltung der East Coast Homophile Organizations (ECHO) über die Tatsache nach, dass viele heterosexuelle Psychoanalytiker damals starke negative persönliche Reaktionen zeigten, wenn sie außerhalb des klinischen Umfeldes mit Homosexuellen zusammen waren, und es kam ihm die Idee, dass dies als Phobie beschrieben werden könne.
Weinberg veröffentlichte weitere Werke in verschiedenen Themenbereichen. Er schrieb zwölf Bücher, unter anderen das Werk Statistics: An Intuitive Approach, das in den folgenden Jahrzehnten von vielen Studenten gelesen wurde. Des Weiteren schrieb Weinberg das Buch Self Creation und zwei Bücher über Shakespeare, unter anderem das Buch Will Power: Using Shakespeare's Insights to Transform Your Life? sowie das Werk Why Men Won't Commit. Weinberg schrieb für verschiedene Fachmagazine und wird von der Zeitschrift Cosmopolitan oftmals zitiert. Weinberg schrieb für Fernsehsendungen, so zuletzt 2006 für die Sendung Keith Ablow Show.
George Weinberg war verheiratet und hatte mehrere Kinder.
Werke
The Action Approach, New York: St. Martin's Press, 1969 The Heart of Psychotherapy: A Journey into the Mind and Office of a Therapist at Work, New York: St. Martin's Press, 1984, wiederaufgelegt 1996 Invisible Masters: Compulsions and the Fear that Drives Them, New York: Grove/Atlantic Press, 1993 Nearer to the Heart's Desire, New York. Grove/Atlantic Press, 1992 Numberland, New York: St. Martin's Press, 1987 The Pliant Animal: Understanding the Greatest Human Asset, New York: St. Martin's Press, 1981 Self Creation, New York: St. Martin's Press, 1978 Shakespeare in Love, New York: St. Martin's Press, 1991 Society and the Healthy Homosexual, New York: St. Martin's Press, 1972, wiederaufgelegt 1983 Statistics: An Intuitive Approach, Belmont, Kalifornien: Brook's/Cole, vierter Druck, 1981 The Taboo Scarf, New York: St. Martin's Press, 1990 Why Men Won't Commit: Getting what you Both Want Without Playing Games, New York: Atria Books, 2003
Gemeinsam mit Dianne Rowe The Projection Principle. St. Martin’s Press, New York 1988 Will Power! Using Shakespeare’s Insights to Transform Your Life. St. Martin’s Press, New York 1996
Auszeichnungen Outstanding Achievement Award, 1986APA
Weblinks
Einzelnachweise
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