Włatcy Móch (deutsch Die Herren der Fliegen, auf Polnisch mit Rechtschreibfehlern geschrieben) ist eine polnische Fernsehserie, die von den Abenteuern von vier Kindern der Klasse 2B in einer polnischen Schule handelt. Die Abenteuer spielen in ihrer Schule, in ihrem modernen Baumhaus und auf dem Friedhof, wo der Zombie Czesio wohnt. Der Titel der Serie kommt aus William Goldings Roman Herr der Fliegen und ist auch eine Anspielung auf Beelzebub.
In Polen läuft die Serie auf TV4.
Figuren Hauptfiguren Anusiak – der Politiker (aus dem lateinischen Wort anus, was der After bedeutet). Sein Vater ist ein Politiker (wegen der Farben der Anzüge seines Vaters kann man davon ausgehen, dass Anusiaks Vater ein Mitglied der polnischen Partei Samoobrona ist). Er bekommt jedes Jahr zu Weihnachten ein paar Socken. Außerdem leidet er an einer Allergie, weshalb ständig seine Nase läuft. Maślana – der Banker (auf Deutsch „Buttermilch“, poln. für „Kohle“). Er denkt, dass man mit Geld alles kaufen kann. Zum achten Geburtstag haben ihm seine Eltern ein Bankkonto eröffnet. Czesio – der Zombie. Er fühlt sich nach seinem Tod wohler, weil er zuvor an verschiedenen Krankheiten gelitten hat. Czesio ist der höflichste und wohlerzogenste der Gruppe, aber er ist ein wenig schwer von Begriff. Er wohnt auf dem Friedhof. Sein bester Freund ist der „Fluchbär“ (miś przekliniak). Sein Lieblingslied ist Gożkie rzale (richtig geschrieben: Gorzkie żale (Bittere Klagen), eine schwermütige polnische Passionsandacht). Konieczko – der Erfinder (aus dem polnischen konieczny, was notwendig bedeutet). Er liebt Experimente (vor allem mit Mäusen). Er ist Atheist und stottert ein wenig. Frau Frał – die Lehrerin (poln. Pani Frał, ausgesprochen Fraw, mit englischem w). Sie ist 70 Jahre alt und glaubt, dass alle Kinder artig sind. Sie hasst die vier Jungs. Außerdem ist sie noch Jungfrau. Die Krankenschwester (poln. Higienistka) – liebt alle Kinder, weil sie selber kein Kind hat. Sie hilft allen, besonders den vier Jungs. Sie ist eine Witwe. Ihr verstorbener Mann Marcel liegt auf demselben Friedhof, auf dem Czesio wohnt. In ihrer Freizeit spielt sie Blues auf der E-Gitarre.
Sonstige Figuren Andżelika – die 11-Jährige kommt aus den USA und ist in der 2. Klasse wegen eines Schüler-Austauschprogramms zwischen Polen und den USA. Sie hasst die 4 Jungs. Marcel – ist, wie Czesio, ein Zombie. Er wohnt auf dem Friedhof mit seinem besten Freund – dem Oberst. Er hat Selbstmord begangen. Seine Frau war die Krankenschwester. Der Oberst – wohnt auf dem gleichen Friedhof wie Marcel. Er hat am Zweiten Weltkrieg teilgenommen. Der Busfahrer – ist ein Satanist. Er ist bei schwarzen Messen dabei. Der Priester – hat eine Koffeinallergie. Die Nonne – sieht genauso aus wie Frau »Frau«. Sie lehrt Religion in der Klasse. Ebenso wie Frau »Frau« hasst sie die Jungs. Onkel Alfred – ist eine Anatomiepuppe in Frau Frałs Klasse, die Czesio in sein Herz geschlossen hat. Zajkowski ein Mitschüler, der zwar in der Klasse sitzt, aber in der Serie niemals zu sehen ist. Er kann die vier „Włatcy“ nicht leiden und ist Andżelikas Freund. Karolina Andżelikas beste Freundin.
Episoden 1. Staffel 1. Die Karte von Maślana (Karta Maślany) Das Thema der heutigen Unterrichtsstunde ist Disziplin. Die Schüler dürfen keinen Mucks von sich geben und wegen der Stille fällt Czesio ein Ohr ab, weshalb er zur Krankenschwester muss, die es ihm mit einem Hefter wieder anklammert. Zum achten Geburtstag hat Maślana ein Bankkonto und eine Scheckkarte dazubekommen. In der Schule zeigt er während des Unterrichts die Karte stolz den Anderen. Frau Frał nimmt ihm die Karte weg und sagt Maślana, dass er die Karte erst zurückbekommt, wenn seine Eltern persönlich bei ihr vorsprechen. Die Jungs wollen das verhindern und bauen sich aus einem alten Fernsehkarton und einem Autoreifen ein Baumhaus als Basisstation, in der sie Plan aushecken, wie man die Karte aus Frau Frałs Haus klauen kann. Alle schwärmen aus und gehen auf die Suche nach Brauchbarem. Anusiak kommt mit einer Leiter zurück und Maślana mit einer Strumpfmaske. Konieczko bringt ein Periskop („zum Gucken“). Czesios Beitrag ist der Arm des Zombies Marcel, der seine Finger bewegt, wenn man an den herausstehenden Nervenenden zieht („zum Greifen“) und damit versuchen die Jungs die Karte durch das Fenster der schlafenden Frau Frał zu klauen. Beim zweiten Versuch kneift ein Ohrenkäfer Anusiak, so dass er die Leiter fallen lässt und Frau Frał durch den Lärm aufweckt. Während diese den Jungs eine Standpauke hält und wissen will, wo sie den Arm herhaben, klingelt es an der Tür. Dort steht der untote Marcel und möchte seinen Arm zurück. Am nächsten Morgen hat Maślana seine Karte wieder. (auf der DVD heißt die Episode Maślanas Scheckkarte (Debet Maślany))
2. Ich heiße Anusiak (Nazywam się Anusiak) Das Thema der heutigen Unterrichtsstunde ist: „Was ich werden möchte, wenn ich erwachsen bin“. Konieczko möchte Erfinder werden, Maślana Banker, Anusiak Politiker und Czesio Sänger mit seinem Lieblingslied Gożkie rzale. Während des Unterrichts macht sich Anusiak ständig über die Nachnamen der anderen lustig. Seine Freunde wollen ihn deshalb nie wieder in der Basis sehen. Anusiak ist das egal und er geht triumphierend nach Hause. Die drei übrigen Jungs wollen für ihn einen Spitzname finden, um ihn ebenso auslachen zu können. Alle schwärmen wieder aus: Maślana im Internet, Konieczko sucht in seinen Büchern und Czesio schicken sie auf die Müllhalde. Der einzige der fündig wird, ist Czesio, der in einem alten englischen Wörterbuch das Wort anus für Arschloch findet. Als Anusiak am nächsten Morgen Unterschriften für seine Kandidatur sammeln will, lacht bereits die ganze Schule über ihn. Während der Biologiestunde, als Frau Frał einen Vortrag über unregelmäßig geformte Blätter hält, machen die anderen Pupsgeräusche und sagen, dass sie von Anusiak kommen. Er wird auf die Toilette geschickt, wo ihn Wegweiser zu „seinem Zimmer“ leiten. In der Toilette findet er die Erklärung für das Gelächter: das englische Wörterbuch. Er wird ohnmächtig und träumt Alpträume von seiner Kandidatur unter dem Namen Odbyciak (Arschloch). Als er aufwacht, findet er sich geheilt im Krankenzimmer wieder. Reumütig kehrt er zu den anderen zurück und bittet darum, wieder in die Basisstation zu dürfen, wenn er hoch und heilig verspricht sich nie wieder lustig zu machen. Czesio hat inzwischen die Bedeutung von Anusiak schon wieder vergessen und meint es bedeutet „unregelmäßig geformte Blätter“. Als er von Anusiak gebeten wird, sein Lied zu singen, intoniert er Gożkie rzale mit dem Text Odbyciak.
3. Ein Orden für Maślana (Order dla Maślany) Die Jungs spielen Zweiter Weltkrieg. Anusiak ist ein SS-Soldat und Czesio sein jüdischer Gefangener. Maślana und Konieczko kämpfen auf der Gegenseite. Schließlich wirft Anusiak eine Granate. In Wirklichkeit ist das aber ein Stein, der Konieczko am Kopf trifft, so dass sie mit ihm zur Krankenschwester gehen müssen. Als Belohnung für seine Tapferkeit bekommt er von ihr eine Pipette als Orden geschenkt. Die anderen wollen nun auch so einen Orden und losen aus, wer von ihnen als nächster verletzt wird. Sie klopfen dazu Czesio auf die Schulter und wetten, welches Auge zuerst herausfällt. In der zweiten Runde des Kriegsspiels wird der SS-Mann Anusiak von den anderen an die Wand gestellt und soll erschossen werden. Er fragt die anderen, warum eigentlich er immer den SS-Mann spielen muss. Maślana antwortet, dass sein Vater am letzten Kindergeburtstag gesagt habe, Anusiak sehe aus wie eine bawarska golonka (Bayrische Schweinshaxe). Anusiak kennt das Wort nicht und fragt, was das ist. Konieczko erklärt ihm, das sei eine deutsche Friseuse (von poln. golić „rasieren“). Statt Kugeln fliegen nun Heftklammern aus einer Klammerpistole an seinen Hinterkopf. Auch er muss zur Krankenschwester und bekommt einen Gummiblasebalg. Die Lehrerin hält ihnen eine Standpauke und verbietet ihnen strengstens weiter Krieg zu spielen. Zur Strafe müssen sie Gymnastik machen. Czesio fällt dabei hin und bricht sich ein Bein. Er bekommt von der Krankenschwester einen Anstecker mit dem König des Blues – B.B.King. Nur Maślana geht leer aus. Aber sein Spiegelbild in der Toilette gibt ihm einen Tipp. Er soll sich seine Zunge in der Tür einklemmen und der Krankenschwester erzählen, er sei als Kriegsgefangener gefoltert worden, aber das bringt ihm nur eine weitere Gymnastikstunde ein. In der nächsten Pause rät ihm sein Spiegelbild, er soll sich als Schwerverletzter verkleidet bei der Krankenschwester melden, aber die durchschaut sein Spiel und er bekommt wieder keinen Orden. Schließlich fällt ihm ein, dass er ja einfach den anderen ihre Orden abkaufen kann. Als er mit seinen drei gekauften Orden nach Hause geht fällt er in den Kanalschacht und bricht sich beide Arme und Beine.
4. Onkel Alfred (Wójek Alfred) Frau Frał hat von der Elternspende das Modell eines menschlichen Körpers angeschafft. Czesio findet als einziger in der Klasse Gefallen an ihm, weil er ihm ähnlich ist. Er nennt ihn „Onkel Alfred“. Zu Hause bei Maślana spielen die Jungs das Fantasybrettspiel „Magische Krieger“ und losen aus, wer anfangen darf, bzw. wer welche Rolle übernimmt: Sie spucken gegen die Fensterscheibe und der, dessen Spucke zuerst unten ankommt, fängt an. Czesio gewinnt und wählt die Rolle eines Elfen. Als Mission will er Onkel Alfred retten, was den anderen gar nicht gefällt, aber sie lassen ihn erst mal machen. Als er dann Maślana-Zombie mit den „magischen Eiern“ von Onkel Alfred erlegt, reicht es den anderen und er wird aus dem Spiel geworfen. Traurig kehrt er zum Friedhof zurück, wo er Marcel von seinem Kummer berichtet. Der schlägt ihm vor, Onkel Alfred einfach zu stehlen und zum Friedhof zu bringen, wenn er dafür als Gegenleistung der Krankenschwester einen Schrecken einjagt, damit sie nicht mehr zu seinem Grab kommt und ihm Blumen bringt und Blues vorspielt. Die Jungs beschließen ebenfalls, nachts Onkel Alfred aus der Schule zu klauen, damit Czesio Ruhe gibt. Als sie vor dem Klassenzimmer stehen, hören sie Frau Frał, und beobachten wie sie heimlich an Alfred herumfummelt. Plötzlich hören sie ein Klirren und den Aufschrei von Frau Frał, die danach ohnmächtig auf dem Boden liegt. Während Marcel Alfred gestohlen hat, bringt Czesio der Krankenschwester den Brief. Später spielt Czesio mit Alfred in der Friedhofskapelle das Fantasywürfelspiel und ist ganz glücklich, dass sich niemand über ihn lustig macht. Am nächsten Morgen droht die Lehrerin, die Polizei einzuschalten, wenn sie ihn nicht zurückbringen. Die Jungs verstehen bald, dass Czesio Onkel Alfred gestohlen hat, dass aber der Verdacht auf sie fallen wird, weil sie in der Nacht in der Schule waren. Mit Maślanas Geld bestellen sie aus dem Internet eine neue Figur. Als die Krankenschwester ihrem Marcel am nächsten Abend Bier statt Blumen ans Grab bringt, hört sie Czesios Stimme aus der Friedhofskapelle. Auch sie hat eine Idee: Aus einer Marienfigur konstruiert sie in ihrem Krankenzimmer eine Anatomiepuppe. Am nächsten Morgen stehen auf Frau Frałs Tisch zwei Figuren: eine halboffene Maria und eine männliche Sexpuppe.
5. Die Erstkommunion (Piersza komunja)