Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung ist ein drittmittelfinanzierter Thinktank, der sich mit den weltweiten demographischen Veränderungen befasst. Er sieht seine Hauptaufgabe darin, wissenschaftliche Erkenntnisse für die Öffentlichkeit und für den politischen Entscheidungsprozess aufzubereiten sowie Konzepte zur Lösung demographischer und entwicklungspolitischer Probleme zu erarbeiten.

Das Institut wurde im August 2000 mit von der Falk- und Marlene-Reichenbach-Stiftung bereitgestelltem Startkapital gegründet und ist wegen der Förderung von Wissenschaft und Forschung als gemeinnützige Stiftung anerkannt. Das Institut ist laut Satzung und Förderkodex parteipolitisch unabhängig und konfessionell nicht gebunden. Es erhält keine öffentliche institutionelle Förderung und finanziert sich über Projektzuwendungen, Spenden und Forschungsaufträge. Förderer und Auftraggeber sind u. a. das BMFSFJ, die Europäische Kommission, die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der GfK Nürnberg e. V., die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die KfW-Entwicklungsbank, die Körber-Stiftung, das Ministerium des Inneren Brandenburg, die Robert Bosch Stiftung, die Erste Stiftung, die Weltbank und die Software AG Stiftung.Informationen zur Förderung auf der Website des Berlin-Instituts. Abgerufen am 19. April 2015.

Organisation Catherina Hinz ist seit September 2019 geschäftsführende Direktorin und Vorstand des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung. Das Institut hat neben dem Stiftungsrat auch einen Wissenschaftlichen Beirat.

Arbeits- und Themenschwerpunkte Das Institut veröffentlicht Studien, Diskussionspapiere und Gutachten und erstellt Hintergrundpapiere. Es betreibt ein Online-Handbuch zum Thema Demografie und Entwicklung und versendet unregelmäßig einen Newsletter. Die Publikationen drehen sich um die Beschreibung des demografischen Wandels sowie dessen Auswirkungen. Themenschwerpunkte sind: Auswirkungen der demografischen Entwicklung im ländlichen Raum; Darstellung von Möglichkeiten, wie sich die technische und soziale Infrastruktur in besonders stark schrumpfenden Regionen anpassen kann oder muss. Entwicklungspotenziale und demografische Entwicklung in Ländern mit hohem Bevölkerungswachstum; Erarbeitung von Strategien, mit denen Partner in der Entwicklungszusammenarbeit dafür sorgen können, dass sich diese Länder demografisch, sozioökonomisch und ökologisch verträglich weiterentwickeln. Zuwanderung und Integration.

Das Ziel der Stiftung ist nach eigenen Angaben, die öffentliche Wahrnehmung der weltweiten demografischen Veränderungen und der damit verbundenen Herausforderungen zu verbessern und damit zur Bewältigung des demografischen Wandels beizutragen.. Herausgegeben vom Berlin-Institut. Abgerufen am 19. April 2015. Ein weiteres Ziel ist, statistische Daten und existierende Forschungsergebnisse aufzubereiten und für die breite Öffentlichkeit verständlich darzustellen.Strategisches Profil des Berlin-Instituts. Abgerufen am 19. April 2015. Veröffentlichungen des Instituts werden häufig in den Medien genannt und zitiert und Mitarbeiter treten als Experten auf,. Abgerufen am 19. April 2015. insbesondere zu den Themen Entwicklung des ländlichen RaumsDörfer sollen besser schrumpfen. In: ZEIT Online. Abgerufen am 19. April 2015. und zu allgemeinen Demografiethemen wie Geburten- und BevölkerungsentwicklungMutter mit 29: Das erste Baby kommt immer später. In: Hamburger Abendblatt am 9. Dezember 2014. Abgerufen am 19. April 2015..

Publikationen (Auswahl) Eine vollständige Liste steht auf der Website des Instituts.Publikationen auf der Website des Instituts

2020 Wer schon viel hat, dem wird noch mehr gegeben? Warum der Eigenanteil bei Förderprogrammen strukturschwache Kommunen benachteiligtonline Vielfalt der Einheit. Wo Deutschland nach 30 Jahren zusammengewachsen istonline Wachstum gut, alles gut? Warum Afrikas Wirtschaftswachstum seine demografische Herausforderung nicht löstonline 2021 Digital aufs Land. Wie kreative Menschen das Leben in Dörfern und Kleinstädten neu gestaltenonline Kreativ am Nachmittag. Wie vielfältige Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche auf dem Land entstehenonline Alle sollen teilhaben. Wie Kreise und Städte mit Integrationskonzepten ungleichwertige Lebensverhältnisse abbauen wollenonline Von Umbrüchen und Aufbrüchen. Wie ostdeutsche Kommunen steten Wandel meisternonline

Weblinks

Website des Berlin-Instituts Publikationen des Berlin-Instituts im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek „Warum sollen wir in Panik verfallen?“ – Interview mit dem Statistiker Gerd Bosbach über Manipulationen in der Demographiedebatte

Einzelnachweise

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