BF – Die Zeitung für das Burgenland, vormals Burgenländische Freiheit (BF), war eine burgenländische Wochenzeitung. Von 1921 bis 2006 war die BF die Parteizeitung der SPÖ Burgenland. Nach deren Einstellung im Jahr 2006 erschien als Nachfolgeprodukt ein Gratisblatt mit der Bezeichnung Burgenland Freizeit (BF), das nach verhältnismäßig kurzer Zeit im Jahr 2009 ebenfalls eingestellt wurde.
Geschichte Die Burgenländische Freiheit (BF) wurde im November 1921 gegründet. Es war dies das Jahr der Aufnahme des Burgenlandes (ehemaliges Deutsch-Westungarn) als eigenständiges Bundesland in die Österreichische Republik.
In der Zeit des Austrofaschismus wurde die Zeitung verboten. Sie erschien damals letztmalig am 29. Dezember 1933. Einen Neubeginn startete die Burgenländische Freiheit am 21. Februar 1946. Am 3. Februar 1967 wurde die Burgenländische Freiheit (BF) auf BF – Die Zeitung für das Burgenland umbenannt.Anton Fennes: Das Burgenland als Medienlandschaft. Die Entwicklung der gedruckten und elektronischen Medien im Burgenland seit dem Jahre 1945. In: Roland Widder (Hrsg.): Burgenland. Vom Grenzland im Osten zum Tor in den Westen (= Geschichte der österreichischen Bundesländer seit 1945, hrsg. von Herbert Dachs, Band 5). Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2000, S. 226 (online). Die Zeitung erschien wöchentlich, seit den 1960er-Jahren im Kleinformat (95 × 258 mm).
Die BF – Die Zeitung für das Burgenland und die Burgenländische Volkszeitung (BVZ) (bis 2004 Parteizeitung der burgenländischen ÖVP) waren viele Jahre die dominierenden regionalen Wochenzeitungen im östlichsten Bundesland Österreichs.
Nachfolgeprodukt Nach Übernahme der BF – Die Zeitung für das Burgenland durch die Medienbeteiligungs GmbH Burgenland im Jahr 2006 wurde sie auf Burgenland Freizeit (BF) umbenannt. Sie erschien nun nur noch alle 14 Tage als Gratisblatt. Medieninhaber war die Medienbeteiligungs GmbH Burgenland mit Sitz in Eisenstadt. Eigentümer waren die Intermedias Verlags – GmbH Nfg. & Co KG (74 Prozent) und der SPÖ-nahe Verein „Freunde der BF“ (26 Prozent). Die Burgenland Freizeit berichtete über Politik, Kultur, Wirtschaft, lokales Geschehen sowie Sport aus dem Burgenland und seinen Gemeinden. Im Jänner 2009 stellte das Gratisblatt aus Kostengründen den Betrieb ein.
BF-Archiv online Mit Hilfe der Burgenländischen Landesregierung und der EU-Regionalförderung wurde die Burgenländische Freiheit (BF) bzw. BF – Die Zeitung für das Burgenland als Kulturprojekt digitalisiert. Alle Ausgaben der BF ab 1922 können seit September 2010 kostenlos online abgerufen werden. Seit Februar 2011 ist in allen Exemplaren eine Volltextsuche möglich. Sie ist damit die erste Zeitung in einem deutschsprachigen Archiv, in dem das komplette Archiv über eine Online-Suche verfügt. Auch im ANNO-Archiv der ÖNB ist die Zeitung im Volltext durchsuchbar.
Literatur Anton Fennes: Das Burgenland als Medienlandschaft. Die Entwicklung der gedruckten und elektronischen Medien im Burgenland seit dem Jahre 1945. In: Roland Widder (Hrsg.): Burgenland. Vom Grenzland im Osten zum Tor in den Westen (= Geschichte der österreichischen Bundesländer seit 1945, hrsg. von Herbert Dachs, Band 5). Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2000, S. 217 ff. (online).
Weblinks Die Geschichte der BF In: rotbewegt.at – ein Kooperationsprojekt der SPÖ und des Karl-Renner-Instituts BF-Archiv mit allen Ausgaben online 1922–2007
Einzelnachweise
Kategorie:Zeitung (Österreich, Erscheinen eingestellt) Kategorie:Deutschsprachige Wochenzeitung Kategorie:Medien (Burgenland) Kategorie:Ersterscheinen 1921 Kategorie:Erscheinen eingestellt 2009