Karpfham ist ein Gemeindeteil der Stadt Bad Griesbach im Rottal im niederbayerischen Landkreis Passau.
Lage Karpfham liegt im Rottal im Niederbayerischen Bäderdreieck.
mini|Die Ortsmitte von Karpfham mini|Blick auf Karpfham von Süden
Geschichte Der Ort Karpfham wurde erstmals im Jahre 903 genannt, als Ludwig das Kind die Zehnt von „Chorpheim“ dem Domkapitel des Bistums Passau gab. Die Pfarrei wird bereits 1038 urkundlich erwähnt, in Griesbach befand sich bis 1805 nur eine Filialkirche. Im Jahr 1376 stiftete Ritter Heinrich Tuschl von Söldenau, Pfleger in Vilshofen, für eine ewige Messe 54 Pfund.
Von 1864 bis 1964 betrieben die Englischen Fräulein hier ein Kloster und eine Schule. Gemeinde Karpfham Die Gemeinde Karpfham entstand mit dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818. Sie gehörte zum Landkreis Griesbach im Rottal und hatte 1939 232 Haushaltungen, 1077 Einwohner und eine Fläche von 1701 ha.Amtliches Gemeindeverzeichnis für Bayern nach der Volkszählung vom 17. Mai 1939 und dem Gebietsstand vom 1. Oktober 1940, München 19, S. 40 23. Bei der Volkszählung 1961 hatte die Gemeinde 921 Einwohner, davon 318 im Pfarrdorf Karpfham. Sie bestand aus 21 Gemeindeteilen und hatte 1964 ein Gemeindegebiet von 1581,43 Hektar. Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde die Gemeinde Karpfham am 1. Januar 1972 nach Griesbach im Rottal eingemeindet.
Sehenswürdigkeiten Die Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt wurde 1453 bis 1476 erbaut. Sie besitzt ein kompliziertes farbiges Netzrippengewölbe mit spätgotischen Decken- und Wandgemälden. Die Ausstattung ist neugotisch. Auch die Friedhofskapelle, die den 14 Nothelfern geweiht ist, hat ein Netzrippengewölbe. Bekannt ist Karpfham besonders durch das Karpfhamer Fest im September, eines der größten Volksfeste in Bayern.
Söhne und Töchter von Karpfham Max Absmeier (1920–2012), katholischer Geistlicher und Ehrenbürger von Altötting
Weblinks Webpräsenz von Karpfham
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Passau Kategorie:Bad Griesbach im Rottal Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Passau) Kategorie:Ersterwähnung 903 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971