Konstantinos Apostolos Doxiadis (, * 14. Mai 1913 in Stenimachos, heute Assenowgrad, Bulgarien; † 28. Juni 1975 in Athen)Wolfgang Saxon: Constantinos Doxiadis, City Planner, Is Dead at 62. New York Times, 29. Juni 1975 war ein griechischer Architekt und Stadtplaner der Moderne. Bekannt wurde er als Hauptarchitekt der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Später wandte er sich der Architekturtheorie zu. Das Büro Doxiadis Associates existiert bis heute.

Leben Doxiadis schloss sein Studium 1935 an der Technischen Universität Athen ab und promovierte ein Jahr später an der Technischen Hochschule Berlin. 1936 wurde er Stadtplaner der Stadt Athen, und von 1940 bis 1945 war er als Stadtplaner im Bauministerium tätig. Ab 1945 war er Leiter diverser Aufbauprogramme. Mit Doxiadis Associates machte er sich 1951 selbstständig. Später wurde er Professor in Oxford.

Nachdem er an Amyotropher Lateralsklerose erkrankt war, beschäftigte er sich intensiv mit dieser unheilbaren Krankheit, um Forscher zu unterstützen.

Werk Doxiadis entwickelte in den 1960er-Jahren das Konzept der Ecumenopolis (griechisch Ökumenopolis oder Ökumenopole, Plural Ecumenopolises oder Ecumenopoleis), mit dem er die Entstehung einer planetenweiten Stadt bezeichnet. Die Idee dahinter ist, dass städtische Gebiete und Megacitys in Zukunft zu einer einzigen kontinuierlichen Weltstadt verschmelzen werden. Diese Entwicklung wird durch die gegenwärtige Urbanisierung, das Bevölkerungswachstum, den Verkehr und die menschlichen Netzwerke vorangetrieben. Sie wird als Maßnahme diskutiert, um mit einer (nicht absehbaren) Überbevölkerung der Erde umgehen zu können.

Insgesamt hat Doxiadis mehrere hundert Projekte betreut, darunter:

Arbeiten als Stadtplaner miniatur|Satellitenbild von Islamabad, gut zu erkennen ist die Einteilung in Sektoren, im Süden liegt die Stadt Rawalpindi miniatur|Teacher-Student Centre, Dhaka Stadt Islamabad (Pakistan) Stadt Rawalpindi (Pakistan, nicht umgesetzt)Annie Harper: Islamabad and the Promise of Pakistan. In: Ravi Kalia (Hrsg.): Pakistan. From the Rhetoric of Democracy to the Rise of Militancy. Routledge, Neu-Delhi 2011, S. 64–84, hier S. 76 Stadt Al-Burayqah (Libyen) Stadt Tema (Ghana) Stadtplanung Rio de Janeiro („Plano Doxiadis“) Stadtplanung Bagdad („Master Plan of Baghdad“) Verkehrsplanung für Bagdad, Basra, Mosul Planung der touristischen Infrastruktur von Otranto Planung der touristischen Infrastruktur von Andalusien und der Costa del Sol Regional Study of the Great Lakes Megalopolis, USA Regional Study of the Urban Area of Detroit, Michigan, USA

Arbeiten als Architekt Teacher Student Centre (TSC) der University of Dhaka, Bangladesh Teacher Training College Center, Horns, Syrien Campus der Punjab-Universität in Lahore Plaza Building Complex, Detroit Edison Company, Detroit Doxiadis’ Architekturbüro (1955–1961), 24 Stratiotikou Syndesmou St., Lycabettus, Athen National Hellenic Research Foundation (1961–1975) an der 48 Vas. Konstantinou Ave., Athen Hotel Makedonia Palace, Thessaloniki, (1962–1971) Apollonio Summer Resort (1970–81), Porto Rafti, Athen

Schriften (Auswahl) Siehe das Schriftenverzeichnis (PDF; 131 kB) Raumordnung im griechischen Städtebau. Vowinckel, Heidelberg; Berlin 1937 (= Dissertation)

Weblinks Doxiadis-Stiftung

Einzelnachweise

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