mini|Michael Sens (2007) Michael Sens (* 2. Mai 1963 in Berlin) ist ein deutscher Kabarettist, Autor, Violinist, Pianist, Komponist und Sänger.

Leben Im Alter von sechs Jahren begann Michael Sens seine musikalische Ausbildung an Violine und Klavier. 1979 wurde er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin für die Fachrichtung klassische Violine und Klavier immatrikuliert. Unmittelbar nach seinem Staatsexamen begann er sein erstes Orchesterengagement. Ein Jahr später bekam Sens die Position als Musikalischer Leiter und Komponist in Residenz an den „Uckermärkischen Bühnen Schwedt“.

Von 1986 bis 1991 war der Künstler am Pantomimenensemble des Deutschen Theaters in Berlin unter Vertrag. Im Anschluss ging er an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, wo er ein vierjähriges Gesangsstudium begann. Im ersten Semester gewann er den 1. Preis des Bundesgesangswettbewerbes in der Fachrichtung Chanson/Song.

Michael Sens ließ sich 2006 an der Ars Dramatica in Berlin zum Autor ausbilden. Durch diese Neuausrichtung begann seine Arbeit als Autor für zahlreiche Theaterstücke an verschieden deutschen Theatern. Der Südwestverlag beauftragte ihn 2011, ein Buch zu schreiben, das unter dem Titel „Das Casanova-Prinzip“ im gleichen Jahr erschien.

Seit 2014 ist Michael Sens Senior-Consultant des Beratungsunternehmens m2m-consulting in Karlsruhe mit den Schwerpunkten Rhetorik, Humor und Körpersprache.

Im Jahr 2023 begann Michael Sens, neben seiner künstlerischen Arbeit auch im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung tätig zu werden. Er ist zertifizierter Business-Trainer der Trainergemeinschaft Berlin und bietet über die Plattform moondorf Audio- und Video-Programme an.

Komponist In den Jahren 1984 bis 1994 schrieb er zahlreiche Bühnenmusiken für Schauspielinszenierungen, unter anderem in Jena, Schwedt, Dresden, Cottbus und Berlin. Im Dezember 2008 wurde erstmals ein Orchesterwerk des Komponisten uraufgeführt. Das Jugendsinfonieorchester Leipzig spielte unter der Leitung des Dirigenten Ron-Dirk Entleutner die Ballettsuite Der Zeitmacher im Gewandhaus zu Leipzig. Am 30. August 2017 fand anlässlich des Carl Orff Music Festivals die Uraufführung seines ersten Streichquartetts „Querillium“ in Putignano (Italien) statt.

Diskografie 1994: Kallmann Singers Farben meiner Träume 1998: Michael Sens Aussterbende Tierarten – Kunstlieder 1998: Michael Sens Komponisten Fussball live 2004: Michael Sens Sensibel – Mitschnitt aus dem Haus der Springmaus 2008: Michael Sens Opus 1 – Mitschnitt aus dem Berliner Kabarett-Theater Die Wühlmäuse 2014: Michael Sens Der Karneval der Tiere – Textliche Neufassung 2016: Michael Sens Nullpunktfeld Vol.1 – Instrumental Music 2018: Michael Sens Nullpunktfeld Vol.2 – Instrumental Music – Cello: Jelena Očić

Auszeichnungen 1991: 1. Preis des Bundesgesangswettbewerbes Fachrichtung Chanson/Song 2004: Reinheimer Satirelöwe 2005: Tuttlinger Krähe (Sonderpreis) 2007: Kleinkunstpreis der Stadt Hof Theresienstein 2008: 1. Preis des Kleinkunstwettbewerbes der Stadt Bad Nauheim – Mad Nauheim 2009: „Lüdenscheider Lüsterklemme“ Kleinkunstpreis der Stadt Lüdenscheid 2010: Kabarettwettbewerb Das Schwarze Schaf, 3. Platz 2011: Comedypreis „Der Spezialist“ – Hannover 2011: Kabarettbundesmeister – Sieger der Kabarettbundesliga Saison 2010/2011 2011: Böblinger Mechthild Baden-Württemberg 2013: Paderborner Einohr in Gold 2014: Ostfriesischer Kleinkunstpreis 2021: Tuttlinger Krähe (1. Preis)

Autor 1998: Soloprogramm „endlich prominent“ 1998: Co-Autor mit Benedikt Eichhorn für das Comedy-Programm „Enterprise – Die Rückkehr der Blödiritter“ 2003: Soloprogramm „sensibel“ 2005: Schauspiel für das Burgtheater Ziesar „Wildwasser“ nach einer Erzählung von Karl May 2005: Co-Autor mit Andreas Scheffler für das Comedy-Programm „Filmriss – zwei Männer spannen ab“ 2006: Soloprogramm „SoloSens“ 2007: Schauspiel für das Burgtheater Ziesar Albrecht der Bär (PDF; 164 kB) zur 850-Jahr-Feier der Stadt Brandenburg 2008: Theaterstück für Tanz, Schauspiel und Musik „Der Traumbote“, Auftragswerk der Musikschule Leipzig 2008: Orchesterwerk für Tanz, Schauspiel und Musik „Der Zeitmacher“, Auftragswerk der Musikschule Leipzig 2009: Soloprogramm „Das Casanova-Prinzip“ 2010: textliche Neufassung für „Der Karneval der Tiere“, Musik: Camille Saint-Saëns, Uraufführung im Gewandhaus zu Leipzig 2010: Autor der Kinderrevue „Träume brauchen Anlauf“ am Berliner Friedrichstadt-Palast 2013: Autor der Kinderrevue „Keinschneechaos“ am Berliner Friedrichstadt-Palast 2013: Soloprogramm „Opus 2“ 2015: „Die Märchen der Gebrüder Grimm“, Oper Leipzig, Ballett von Mario Schröder – Texte und dramaturgische Betreuung 2016: „Die verrückte Sonne“, Kinderrevue am Berliner Friedrichstadt-Palast

Buchveröffentlichungen Das Casanova-Prinzip. Das Geheimnis der Verführung. Südwest-Verlag, München 2011, ISBN 978-3-517-08669-9

Einzelnachweise

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