mini|hochkant=0.8|Ferdinand von Alten auf einer Fotografie von Nicola Perscheid Ferdinand von Alten, auch Theo von Alten (* 13. April 1885 in Sankt Petersburg; † 16. März 1933 in Dessau; gebürtig Baron von Lamezan auf Altenhofen) war ein deutscher Schauspieler.
Leben Er schlug zunächst wie seine Vorfahren eine militärische Laufbahn ein und wurde Offizier, nahm dann jedoch Schauspielunterricht bei Albert Steinrück und entschied sich für den Schauspielerberuf. 1911 gab er sein Debüt am Hoftheater in München, wo er bis zum Ende des Ersten Weltkrieges tätig war.
Seit 1918 trat er an Berliner Bühnen auf, besonders am Deutschen Theater, wo er während der zwanziger Jahre zum Ensemble gehörte. Bald kam er auch zum Stummfilm und wurde häufig mit mittleren und kleinen Rollen besetzt. Er verkörperte elegante Liebhaber, Offiziere und Vorgesetzte.
Ferdinand von Alten starb im Alter von 47 Jahren an einer Rippenfell- und Lungenentzündung, die er sich während einer Theatertournee zugezogen hatte und wurde auf dem St. Matthias Friedhof in Berlin beerdigt.
Filmografie (Auswahl) 1920: Anna Boleyn 1920: Gentlemen-Gauner 1920: Katharina die Große 1920: Madame Récamier 1920: Das Mädchen aus der Ackerstraße. 1. Teil 1921: Der Stier von Olivera 1921: Danton 1921: Die Geliebte Roswolskys 1921: Der Mann ohne Namen (6 Teile) 1922: Der Graf von Charolais 1922: Der Liebesroman des Cesare Ubaldi 1922: Der Graf von Essex 1922: Othello 1922: Die Flamme 1923: Der Geisterseher 1923: Fenton (Der Geldteufel) 1923: Schatten 1923: Der Kaufmann von Venedig 1923: Der rote Reiter 1924: Gräfin Donelli 1924: Tragödie im Hause Habsburg 1924: Die Radio-Heirat 1924: Ein Traum vom Glück 1924: Mensch gegen Mensch 1925: Kampf um die Scholle 1925: Kammermusik 1925: Der Herr Generaldirektor 1925: Wallenstein (2 Teile) 1925: Des Lebens Würfelspiel 1926: Mein Freund der Chauffeur 1926: Der Student von Prag 1926: Die Flammen lügen 1926: Die Straße des Vergessens 1926: Die lachende Grille 1926: Der Herr des Todes 1926: Der Sohn des Hannibal 1927: Die Bräutigame der Babette Bomberling 1927: Glanz und Elend der Kurtisanen 1927: Der Mann ohne Kopf 1927: Pique Dame 1927: Kleinstadtsünder 1927: Luther – Ein Film der deutschen Reformation 1928: Königin Luise, 2. Teil 1928: Die geheime Macht 1928: Die Königin seines Herzens 1928: Weib in Flammen 1928: Moral 1928: Die Frau auf der Folter 1928: Champagne 1929: Die Garde-Diva 1929: Der Günstling von Schönbrunn 1929: Rosen blühen auf dem Heidegrab 1930: Hokuspokus 1930: Ludwig der Zweite, König von Bayern 1930: Im Kampf mit der Unterwelt 1930: Polizeispionin 77 1931: 1914, die letzten Tage vor dem Weltbrand 1931: Der Raub der Mona Lisa 1931: Aschermittwoch 1931: Arme, kleine Eva 1932: Die – oder keine 1932: Das erste Recht des Kindes 1932: Es wird schon wieder besser 1932: Der Geheimagent 1932: Der Stolz der 3. Kompanie 1932: Marschall Vorwärts 1932: Theodor Körner 1932: Der tolle Bomberg 1932: Gräfin Mariza 1932: Drei von der Stempelstelle 1933: Das Meer ruft
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Erster Band A – C. Erik Aaes – Jack Carson, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 80 f.
Weblinks
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