Holger „Spiky“ Löhr (* 25. Juli 1970 in Oftersheim bei Heidelberg) ist ein deutscher Handballtrainer und ehemaliger Handballspieler. Für die deutsche Handballnationalmannschaft bestritt er 95 A-Länderspiele, in denen er 219 Tore erzielte und an den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta teilnahm. Seine Spielposition war Rechtsaußen.

Über seinen Vater Siegfried kam Holger Löhr noch zu Feldhandballzeiten zum Handballsport. Bereits als 16-Jähriger spielte er beim TSV Oftersheim in der 2. Handball-Bundesliga. Danach wechselte er zum VfL Pfullingen. Dort spielte zur damaligen Zeit auch Markus Baur, mit dem Löhr heute noch gut befreundet ist. In Pfullingen erhielt er auch den Spitznamen „Spiky“, der sich auf den Namen des Pitbulls „Spike“ aus der Zeichentrickserie Tom und Jerry bezieht. Der Spitzname war eine Anspielung auf den Oberkörper des Linkshänders. Mit seinem nächsten Verein SG Leutershausen feierte er in der Saison 1991/92 den deutschen Vizemeistertitel. Über die weiteren Stationen VfL Gummersbach, TV Großwallstadt und SG Willstätt/Schutterwald kam Holger Löhr 2002 zur SG Kronau-Östringen. Mit der SG stieg er zunächst in die 1. Liga auf, verpasste im Jahr darauf allerdings den Klassenerhalt, wurde im Jahr darauf erneut Meister und stieg wieder in die Bundesliga auf. Nach zwei Kreuzbandrissen musste der Betriebswirt seine Sportlerkarriere im Oktober 2005 beenden. Der mit 1,71 Meter Körperlänge für einen Handballspieler relativ kleine Löhr war für seine hohe Motivation, Einsatz und Siegeswillen bekannt. Er erzielte insgesamt 999 Bundesligafeldtore. Für die Handballweltmeisterschaft 2007 war er als WM-Botschafter tätig.

Die Rhein-Neckar Löwen wollten ihn danach als Co-Trainer verpflichten. Löhr lehnte dieses Angebot jedoch ab. Anfang 2007 wurde er Trainer der SG Leutershausen, die er aus der Oberliga Baden-Württemberg in die 2. Bundesliga führte. Am 1. Oktober 2013 trat er als Trainer der SGL zurückhandball-world.com: Rücktritt in Leutershausen: Löhr geht vom 2. Oktober 2013, abgerufen am 2. Oktober 2013 und übernahm ab 2014 bei der HG Oftersheim/Schwetzingen das Amt des Leistungssportkoordinators. Ab der Saison 2017/18 bis zum Saisonende 2020/21 trainierte er das Drittligateam der HG Oftersheim/Schwetzingen vom 13. Januar 2017, abgerufen am 3. September 2017hghandball.de: Schmitt folgt auf Löhr - Zur neuen Saison Trainerwechsel bei der HG, abgerufen am 17. Januar 2022 und übernahm später die U17-Mannschaft des Vereins.

Ab der Saison 2024/25 kehrte Holger Löhr zu den Löwen zurück und übernahm das Traineramt für das Drittligateam Rhein-Neckar Löwen II. Nach zwei Saisons mit soliden Plätzen im Mittelfeld der 3. Liga Süd übernahm er im Sommer 2026 eine neue Rolle als Leiter Leistungshandball für die Mannschaften U23, U19 und U17.

Erfolge Deutscher Vizemeister mit der SG Leutershausen 1992 Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1993 Teilnahme an der Europameisterschaft 1995 Bronzemedaille bei der Europameisterschaft 1998 Teilnahme an den Olympischen Spielen 1996 Zwei Bundesligaaufstiege mit der SG Kronau/Östringen

Weblinks

Holger Löhr auf der Website der Rhein-Neckar Löwen

Einzelnachweise

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