Als XY-Liste wird eine bei der ARD geführte Liste mit Namen von Prominenten, für die vorproduzierte Nachrufe existieren, bezeichnet.

Die Liste umfasst ca. 250 Einträge und ist in zwei Wichtigkeitskategorien sortiert: Für den Todesfall der in „X“ einklassifizierten Persönlichkeiten (wie z. B. Bundeskanzler oder Bundespräsident) wird das Programm sofort unterbrochen und eine vorproduzierte Sondersendung ausgestrahlt. Für unter „Y“ geführte Persönlichkeiten wird ein Nachruf in der Tagesschau oder den Tagesthemen gesendet.

Die Existenz dieser Liste ist ein offenes Geheimnis und sie wurde z. B. bereits 1978 im Stern abgedruckt. Trotzdem wurde die Tatsache, dass der Sender eine Liste von Nachrufen für lebende Personen führt, bereits zum Skandal erklärt, so z. B. von der Bild-Zeitung am 5. Oktober 2007.Heino ist tot (Arbeitstitel), BILDblog, 5. Oktober 2007„Bild“ konstruiert Skandal um Heino-Nachruf, DWDL.de, 5. Oktober 2007

Der ARD-aktuell-Chefredakteur, Kai Gniffke, erklärte zum Tod von Hans Filbinger die Existenz dieser Liste im Weblog der Tagesschau mit folgenden Worten:Dr. Kai Gniffke: . blog.tagesschau.de, 2. April 2007

Einzelnachweise

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