Curt Wilhelm Waldemar Abegg (* 14. Juni 1873 in Berlin; † 17. Juli 1961 in Hamburg-BlankeneseWalter Alnor: Abegg, Waldemar. In: Schleswig-Holsteinisches Biographisches Lexikon. Bd. 3. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1974, ISBN 3-529-02643-3, S. 13 (online: https://www.wachholtz-verlag.de/Wissenschaft/Open-Access/Geschichte-OA/BioLex-Digital.html)) war ein deutscher Verwaltungsjurist und preußischer Beamter. Er war von 1928 bis 1932 Regierungspräsident in Schleswig.
Leben mini|hochkant|Grabstätte auf dem Friedhof Blankenese Waldemar Abegg war der zweite Sohn des promovierten Juristen und Bankdirektors Wilhelm Abegg sen. (1834–1913) und seiner Frau Margarethe geb. Friedenthal (1848–1919). Der Chemiker Richard Abegg und der Verwaltungsjurist Wilhelm Abegg, in den 1920er-Jahren Staatssekretär im preußischen Innenministerium, waren seine Brüder. Nach dem Abitur am Wilhelms-Gymnasium in Berlin nahm Waldemar Abegg zunächst ein naturwissenschaftliches Studium auf, wechselte dann aber zu den Rechtswissenschaften. Seine Studienzeit führte ihn an die Universitäten Leipzig, Kiel, Freiburg, Straßburg und Berln. In Straßburg wurde er 1892 Mitglied des Corps Palatia.Kösener Korpslisten 1910, 188, 100 Nach der 1895 bestandenen ersten Juristischen Prüfung wurde er im Jahr darauf in Erlangen zum Dr. jur. promoviert.
Nach der Zeit als Gerichts- und Regierungsreferendar bestand Abegg 1901 die große Staatsprüfung und wurde als Regierungsassessor in den preußischen Verwaltungsdienst übernommen. Ab 1909 wirkte Abegg als Regierungsrat am Regierungspräsidium in Oppeln (Oberschlesien). Nach der Novemberrevolution wechselte er 1919 als Leiter des Kommunaldezernats zur Bezirksregierung in Stralsund. Ab 1921 war er als Oberregierungsrat und 1. Vertreter des Regierungspräsidenten am Oberpräsidium der Provinz Schleswig-Holstein, ab 1924 als Revierungsvizepräsident in Schleswig tätig.
In der Zeit der Weimarer Republik war Abegg Mitglied der liberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP). Ab 1927 war er zudem Vorsitzender des Aufsichtsrates der Rathenau-Stiftung.
Als Nachfolger seines bisherigen Vorgesetzten Adolf Johanssen wurde Abegg 1928 zum Regierungspräsidenten in Schleswig berufen. Im Zuge der Absetzung der preußischen Staatsregierung Braun-Severing (Preußenschlag) wurde Abegg zunächst beurlaubt und im Herbst 1932 durch die Reichsregierung Papen in den einstweiligen Ruhestand versetzt.
Seine letzte Ruhestätte erhielt Waldemar Abegg auf dem Friedhof Blankenese.
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