Charles Patrick Ryan O’Neal (* 20. April 1941 in Los Angeles, Kalifornien; † 8. Dezember 2023 ebenda) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Er wurde in den 1970er-Jahren mit Filmen wie Love Story, Is’ was, Doc?, Paper Moon und Barry Lyndon bekannt und zählte in dieser Zeit zu den erfolgreichsten Hollywood-Stars.

Leben Kindheit und Jugend Ryan O’Neal war der älteste Sohn des Schriftstellers und Drehbuchautors Charles „Blackie“ O’Neal (1904–1996)Charles O’Neal. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016 und dessen Ehefrau,Charles Eldridge O’Neal. Auf familysearch.org; Scan der Heiratsurkunde: “California, County Marriages, 1850–1952,”. Auf familysearch.org, abgerufen am 21. Mai 2016 der Schauspielerin Patricia O’Callaghan (1907–2003).Patricia O’Neal – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016 Die Familie wechselte oft den Wohnsitz, und er wuchs unter anderem in Mexiko, England und Deutschland auf. In West Los Angeles besuchte O’Neal die University High School, trainierte als Amateurboxer und jobbte als Strandwächter.

Danach besuchte er die Munich American High School in München, wo seine Eltern an der amerikanischen Fernsehserie Tales of the Vikings (1959)Tales of the Vikings. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016 arbeiteten. Nach einem ersten Job in Geiselgasteig als Lichtdouble wurde er mit 17 Jahren für die Serie als Statist und Stuntman engagiert.. Auf starpulse.com, abgerufen am 21. Mai 2016

Karriere mini|O’Neal umgeben von Playmates in Hugh Hefners Playboy Mansion (1971) Zurück in den Vereinigten Staaten trat O’Neal ab Anfang der 1960er-Jahre in diversen Fernsehserien als Gastdarsteller in Erscheinung. Durch die Seifenoper Peyton Place (1964–1969)Peyton Place. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016, in der er als Rodney Harrington eine der größeren Rollen innehatte, wurde O’Neal einem breiten Publikum bekannt. Sein Kinodebüt gab er 1969, gleich in einer Hauptrolle, in Nancy, ein eiskaltes Playgirl an der Seite seiner Peyton Place-Mitdarstellerin Leigh Taylor-Young.

Seinen Durchbruch zum Kinostar feierte O’Neal 1970 in dem Melodram Love Story an der Seite von Ali MacGraw. Der Film wurde überraschend zum kommerziell erfolgreichsten Film des Jahres, und O’Neal wurde 1971 für seine schauspielerische Leistung für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Großen Erfolg hatte er ebenfalls neben Barbra Streisand als weltfremder Musikwissenschaftler in der Screwball-Komödie Is’ was, Doc? (1972) unter Regie von Peter Bogdanovich. In beiden Filmen wirkte in Nebenrollen auch sein vier Jahre jüngerer Bruder Kevin mit. 1973 folgt die Rolle des Trickbetrügers Moses Pray in Bogdanovichs Paper Moon, in dem auch seine damals zehnjährige Tochter Tatum O’Neal mitspielte, die hierfür den Oscar gewann.

mini|Ryan O’Neal beim Dublin International Film Festival 2015 über seine Zeit in München und erste Engagements beim Film In den 1970er-Jahren galt Ryan O’Neal als einer der großen Filmstars Hollywoods. Zu seinen bekanntesten Darstellungen zählen der im 18. Jahrhundert lebende Schwindler in Stanley Kubricks Historienfilm Barry Lyndon (1975) und der namenlose Fluchtwagenfahrer in Walter Hills Thriller Driver (1978). Anfang der 1980er-Jahre geriet seine Karriere ins Stocken. Nach einigen Flops erhielt er keine Kinoangebote mehr und wirkte stattdessen in einer Reihe von Fernsehfilmen mit.

In den Jahren zwischen 2005 und 2017 wirkte er an der Fernsehserie Bones – Die Knochenjägerin in einer wiederkehrenden Rolle als Vater der Titelfigur mit; nach dem Ende von Bones trat er nicht mehr vor die Kamera. Von 2015 bis 2016, 45 Jahre nachdem der Film Love Story in die Kinos gekommen war, tourte O’Neal mit seiner damaligen Schauspielkollegin Ali MacGraw mit A. R. Gurneys Bühnenstück Love Letters durch die USA. Im Februar 2021 wurde er mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in der Kategorie Film geehrt.

Familie Im Jahr 1963 heiratete Ryan O’Neal die Schauspielerin Joanna Moore.Joanna Moore – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016 Die Ehe, der seine beiden ältesten Kinder Tatum (1963) und Griffin (1964)Tatum O’Neal – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016Griffin O’Neal – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016 entstammen, wurde 1967 geschieden. Im selben Jahr heiratete er Leigh Taylor-Young,Leigh Taylor-Young – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016 die Mutter seines zweiten Sohnes Patrick O’Neal.Patrick O’Neal – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016 1973 wurde auch diese Ehe geschieden. 1979 begannen er und Farrah Fawcett, die zu diesem Zeitpunkt noch mit Lee Majors verheiratet war,Farrah Fawcett – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016 eine Beziehung,Alan Markfield: Though Old Buddy Ryan O’Neal Bagged His Bird, Lee Majors' Aim Is Sure: He Wants Farrah Back. In: People, Vol. 13 No. 2 vom 14. Januar 1980, S. 72–73. auf people.com, abgerufen am 9. Dezember 2023 aus der 1985 sein dritter Sohn Redmond James Fawcett O’Neal hervorging.Redmond O’Neal – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016Andy Tillett: EXCLUSIVE PICTURES: Redmond O’Neal, druggie son of Farrah Fawcett and Ryan O’Neal, appears zombie-like and shockingly thin as it’s revealed a judge has ordered a warrant for his arrest. Am 19. Mai 2015 auf dailymail.co.uk 1997 trennten sich O’Neal und Fawcett.

Im Jahr 2001 erkrankte er an Leukämie,Adele Slaughter: . Am 13. August 2001 auf usatoday.com und das Paar kam sich wieder näher. O’Neal hatte 2009 angekündigt, die ebenfalls schwer erkrankte Fawcett heiraten zu wollen; sie starb jedoch drei Tage später.Leslie Bennetts: Beautiful People, Ugly Choices. Am 25. August 2009 auf vanityfair.com 2012 berichtete er, dass bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert worden sei.Lauren Effron: . Am 17. April 2012 auf abcnews.go.com

Das Verhältnis zu seiner Tochter Tatum war über mehrere Jahre hinweg von Spannungen geprägt;Stone Phillips: Tatum O’Neal Shares Survival Story: Part 2. Am 15. Oktober 2004 auf nbcnews.comCorky Siemaszko: O'YEAH? TATUM'S JUST LYIN', SEZ RYAN. Am 13. Oktober 2004 auf nydailynews.com ()David Hinckley: ‘Ryan & Tatum’ review: Estranged father and daughter actors reconnect on their OWN show. Am 18. Juni 2011 auf nydailynews.com zu einer Wiederannäherung kam es ab 2009. Er geriet auch mehrmals wegen seiner Beziehungen zu zwei seiner Söhne in die Schlagzeilen;Patrick O’Neal: In Defense of Dad. Am 17. Mai 2012 auf huffingtonpost.com in diesem Zusammenhang wurden alle Beteiligten mehrfach festgenommen.Ryan O’Neal 2/07. Am 1. Februar 2007 auf thesmokinggun.comRyan O’Neal 9/08. Am 1. September 2008 auf thesmokinggun.com

Ryan O’Neal starb im Dezember 2023 im Alter von 82 Jahren in Los Angeles an einer Herzinsuffizienz.

Synchronsprecher Bekannte deutsche Synchronsprecher O’Neals waren unter anderem Randolf Kronberg, Elmar Wepper und Jörg Pleva.

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen 1970: David di Donatello in der Kategorie Bester ausländischer Darsteller für Love Story 1971: Nominierung für den Oscar in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für Love Story 1971: Nominierung für den Golden Globe in der Kategorie Bester Hauptdarsteller – Drama für Love Story 1972: Goldener und Silberner Bravo Otto der deutschen Jugendzeitschrift Bravo (Frühjahr und Herbst) 1974: Nominierung für den Golden Globe in der Kategorie Bester Hauptdarsteller – Komödie oder Musical für Paper Moon 1988: Nominierung für die Goldene Himbeere in der Kategorie Schlechtester Schauspieler für Harte Männer tanzen nicht 1990: Nominierung für die Goldene Himbeere in der Kategorie Schlechtester Schauspieler des Jahrzehnts 1999: Nominierung für die Goldene Himbeere in der Kategorie Schlechtester Schauspieler für Fahr zur Hölle Hollywood 2005: Nominierung für die Goldene Himbeere in der Kategorie Ehrenpreis für den am häufigsten nominierten Schauspieler ohne Auszeichnung

Weblinks

ryanoneal.com (englisch)

Ryan O’Neal wird achtzig. In: faz.net

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Darstellender Künstler (Los Angeles) Kategorie:Person (Film, Los Angeles) Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1941 Kategorie:Gestorben 2023 Kategorie:Mann