mini|Chrys Schloyer auf dem Erlanger Poetenfest 2017 Chrys Schloyer (ehemals Christian Schloyer; * 27. September 1976 in Erlangen) ist in der deutschen Literaturszene aktiv und vor allem mit Lyrik und Klangkunst hervorgetreten. Schloyer lebt in Nürnberg.

Werdegang Schloyer studierte Philosophie, Germanistik, Theater- und Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Sprachphilosophie und Erkenntnistheorie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 2000 initiierte Schloyer die Autorengruppe und Textwerkstatt „Wortwerk“ in Erlangen und Nürnberg und war in der Redaktion der Literaturzeitschrift „BLUMENFRESSER“. Nach dem Studienabschluss machte Schloyer sich in den Bereichen Schriftstellerei, Werbetext und mit Literaturveranstaltungen selbständig. Mit dem Literaturverein „LiteraturDING e.V.“ richtete xier in den Jahren 2010 bis 2019 fünfmal die „LYRIKNACHT Nürnberg“ aus. Texte von Schloyer erschienen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien, u. a. in der Neuen Rundschau, der Bella triste und im poet.

2007 erhielt Schloyer den Leonce-und-Lena-Preis, den renommiertesten Preis für junge deutschsprachige Lyrik, im selben Herbst erschien bei KOOKbooks der Debütband spiel-ur-meere. Seit 2012 erscheinen mehrere Lyrikbände beim Leipziger Poetenladen Verlag. Mit dem Lyrikband JUMP ’N’ RUN verband Schloyer Lyrik mit dem Videospiel-Genre Jump ’n’ Run sowie mit elektroakustisch improvisierter Klangkunst. 2024 erschien der vierte Lyrikband VENUS-MARS als lyrisches Wendebuch.

Auszeichnungen 2004 Erster Preisträger des 12. Open Mike, Berlin 2007 Leonce-und-Lena-Preis, Darmstadt 2008 Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats im Literarischen Colloquium Berlin 2009 Preis beim Literaturwettbewerb Wartholz, Reichenau a. d. Rax in Österreich 2009 Kulturförderpreis für Literatur der Kulturstiftung Erlangen 2011 Förderpreis zum August-Graf-von-Platen-Preis, Ansbach 2013 Bayerischer Kunstförderpreis in der Sparte Literatur 2015 Einladung zur Autorenwerkstatt Prosa, Literarisches Colloquium Berlin 2015 Stipendium der Stadt Nürnberg 2016 Lyrikpreis München 2017 Stadtschreiber in Tübingen 2020 Förderpreis zum Wolfram-von-Eschenbach-Preis, Bezirk Mittelfranken 2023 Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds für VENUS–MARS

Werke Eigenständige Veröffentlichungen spiel · ur · meere. Gedichte. Idstein: Kookbooks 2007. ISBN 978-3-937445-27-4. panik · blüten. Gedichte. Leipzig: Poetenladen 2012. ISBN 978-3-940691-35-4. JUMP 'N' RUN. Gedichte. Leipzig: Poetenladen 2017. ISBN 978-3-940691-86-6 VENUS-MARS. Gedichte. Leipzig: Poetenladen 2024. ISBN 978-3-948305-27-7

Mitherausgeberschaft Literaturding e.V., Maren Burghard, Andreas Neuner, Christian Schloyer (heute: Chrys Schloyer), Dirk Stolzenberger (Hrsg.): Blumenfresser: Literaturmagazin, Nr. 1–3, Nürnberg 2009–2012,

Beiträge in Anthologien und Sammelbänden (Auswahl) all dies hier, Majestät, ist deins – Lyrik im Anthropozän. Hrsg. Anja Bayer, Daniela Seel. kookbooks, Berlin 2016, ISBN 978-3-937445-80-9. Aus Mangel an Beweisen. In: Das Wunderhorn, 2018. Die Seele des Nebels. Poesie der Nachbarn (Tschechien). Nachdichtungen. Hrsg. Hans Thill. Verlag Das Wunderhorn, 2026, ISBN 978-3-88423-745-8. Lied aus reinem Nichts. In: Das Wunderhorn, 2009. Literatur und ökologische Praxis. Hrsg. Leonhard F. Seidl, Enno Stahl. Verbrecher Verlag, Berlin 2023, ISBN 978-3-95732-572-3

Beiträge in Literaturzeitschriften (Auswahl) Jump 'n' Run. In: poet/poetin 2/2017. Poetenladen Verlag, Leipzig. KONTAMI NATION. In: perspektive 2/2022. Level 42. In: die horen – Das Wort beim Wort nehmen – Konkrete und andere Spielformen der Poesie 1. Wallstein Verlag, 2018. Namors Nebel. In: Sprache im technischen Zeitalter 1/2016. Böhlau-Verlag, Köln/Wien. Poesie als Sehnsuchtsform. Versuch, zwischen Ulf Stolterfoht und Steffen Popp zu vermitteln. Essay. In: BELLA triste, Nr. 19, Hildesheim 2007, zeitgitterstörung. In: poet/poetin 1/2015. Poetenladen Verlag, Leipzig.

Weblinks

Homepage von Chrys Schloyer

Kurzbiographie, Angaben zum Werk, Texte und Textmitschnitte von Chrys Schloyer bei Lyrikline.org Kurzbiographie und Angaben zum Werk von Chrys Schloyer bei Poetenladen

Rezension zu spiel-ur-meere in der FAZ Sieben von Schloyer eingelesene Gedichte aus spiel-ur-meere

Einzelnachweise

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