() steht im übertragenen Sinne für Niedrigkeit und Gesunkenheit. Bathos, die Gegenüberstellung eines höheren Wertes und eines niedrigeren, ist zum Namensgeber eines rhetorischen Stilmittels geworden. Die Kontrastwirkung, der Fall vom Erhabenen zum Lächerlichen, trägt zur freiwilligen oder unfreiwilligen Komik eines Textes oder einer Rede bei. Peter Hughes: Bathos. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik Online, herausgegeben von Gert Ueding. De Gruyter, Berlin, Boston 2013, ISBN 3-484-68101-2, Artikel Bathos – zugangsbeschränkt.
Beispiel:
Verwendung Bei Alexander Pope Der englische Schriftsteller Alexander Pope veröffentlichte 1727 „Peri Bathous, Or the Art of Sinking in Poetry“ (Dt. etwa: Über das Niedrige, oder die Kunst des Absinkens in der Dichtung),Vgl. Art. Peri Bathous (englische Wikipedia) in dem er sich über gescheiterte Versuche „erhabener“ Poesie mokierte, die in die unfreiwillige Karikatur abgleiten. Der Titel spielt auf einen antiken Traktat über das Erhabene („Peri Hypsous“) an. Darin wird das Pathos als Stilmittel beschrieben. Mit dem ähnlich klingenden Wort Bathos bezeichnet Pope den Effekt, der entsteht, wenn pathetische Sprache unangemessen und verfehlt eingesetzt wird.
Bei Immanuel Kant Immanuel Kant verwendet das Wort Bathos in den Prolegomena (1783) im Sinne von Niederungen. Er distanziert sich von einem Rezensenten, der in einem Zeitungsartikel Kants Transzendentalphilosophie als „höheren Idealismus“ bezeichnet hatte:
Literatur Peter Hughes: Bathos. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik Online, herausgegeben von Gert Ueding. De Gruyter, Berlin, Boston 2013, ISBN 3-484-68101-2, Artikel Bathos – zugangsbeschränkt.
Siehe auch Antiklimax Liste rhetorischer Stilmittel, Bathos Pathos Scriblerus Club (Autorengruppe, welche Peri Bathous, Or the Art of Sinking in Poetry verfasst hat)
Anmerkungen
Kategorie:Rhetorischer Begriff