Lufthansa Aviation TrainingRufzeichenLUFTHANSA / ROOKIE FlugnummernDLH99xx/PTOxxx Trainingszentren , Berlin, Bremen, Rostock-Laage, München, Essen,,

Die Lufthansa Aviation Training GmbH (kurz „LAT“) mit Hauptsitz am Flughafen München ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Deutschen Lufthansa AG und ist ein Anbieter von Trainingsdienstleistungen für Fluggesellschaften. Neben Lufthansa selbst nutzen etwa 250 weitere Fluggesellschaften die Ausbildungsmöglichkeiten der LAT in den Bereichen Simulatortraining, Notfall- und Serviceschulung sowie computergestützte Lernprogramme.LHG Geschäftsbericht 2021t Lufthansa Geschäftsbericht 2021, abgerufen am 18. November 2022.

Geschichte Lufthansa Flight Training Die Lufthansa begann im Jahr 1955, Kabinenpersonal in Hamburg auszubilden. Ein Jahr darauf wurde die ab 1997 zu Lufthansa Flight Training gehörende Verkehrsfliegerschule in Bremen eröffnet, in der bis heute über 5000 Nachwuchsflugzeugführer (NFF), u. a. für den Lufthansa-Konzern ausgebildet wurden., ICAO Journal, abgerufen am 2. Oktober 2019. 1957 wurden die ersten Simulatoren eingesetzt, die sogenannten Link-Trainer, in denen man Instrumentenflugverfahren trainieren konnte.

Im Jahr 1988 begannen erstmals zwei Frauen die Pilotenausbildung.Luftfahrt: Die kühnen Schwestern des Ikarus – Nah – FAZ. 1990 wurden sämtliche für das Flugpersonal zuständigen Trainingsabteilungen konsolidiert und in einer einzigen, neuen Abteilung zusammengeführt, welche am 1. Januar 1997 als Lufthansa Flight Training GmbH ausgegründet wurde. Am 1. April 2000 wurde das Lufthansa Flight Training Center am Flughafen Frankfurt am Main eröffnet. Am Standort Berlin komplettieren weitere Full Flight Simulatoren das Produkt-Portfolio.

Im Jahr 2005 wurde der Vienna Aviation Campus eröffnet. Damit bietet Lufthansa Aviation Training außer in München und Zürich nun auch in Wien ein Training für das gesamte Cockpit- und Kabinenpersonal an.

Seit 2012 arbeitet Lufthansa Flight Training in einer neuen Unternehmensstruktur: Die Leistungen des Unternehmens werden seitdem in den drei Geschäftsbereichen Simulator Training, Safety & Service Training und Flugschulen gebündelt.Historie LFT, LFT Homepage, abgerufen am 3. Februar 2014.

Lufthansa Aviation Training Anfang 2017 wurde die Lufthansa Flight Training GmbH in Lufthansa Aviation Training GmbH umbenannt.Amtsgericht Frankfurt am Main, Aktenzeichen HRB 40807, 2. Januar 2017. Sie dient seitdem auch als Dachgesellschaft für die bisherige Swiss Aviation Training.

Ende 2019 berichtete das Süddeutsche Zeitung Magazin in einem Artikel, der auf den Berichten eines Lufthansa-Nachwuchsflugzeugführers basiert, von „grenzüberschreitenden“, „diskriminierenden“ und „demütigenden“ Aufnahmebräuchen an der European Flight Academy, einer Marke der Lufthansa Aviation Training, zu der unter anderem die Verkehrsfliegerschule in Bremen gehört. Die Darstellung der Initiationsrituale wurde von den Aussagen weiterer ehemaliger Flugschüler gedeckt, teilweise wohnte die Autorin den Vorkommnissen selbst bei. So seien Personen – in der von den älteren Kursen organisierten Einführungswoche – auf dem Gelände der Verkehrsfliegerschule in Tutu-Verkleidung und unter Vergabe von ordinären Spitznamen zu übermäßigem Alkoholkonsum und körperlichen Erniedrigungen gedrängt worden; selbsternannte Drill-Sergeants hätten immer neue Aufgaben gestellt, die bei Nicht-Befolgen zu einem Quasi-Ausschluss aus der Gruppe und Mobbing geführt hätten. Die Lufthansa Aviation Training dementierte die angeblichen Vorkommnisse, hatte aber bereits nach nicht näher benannten Vorfällen im Juni desselben Jahres mit einem internen Schreiben eine Einschränkung des Alkoholausschanks bei den Begrüßungsfeierlichkeiten neuer Kurse angeordnet. Auf eine erneute Anfrage der Frankfurter Rundschau gab das Unternehmen sodann die Einleitung einer internen Untersuchung bekannt.

Im Jahr 2020 musste infolge der Corona-Krise die Pilotenausbildung zunächst eingefroren werden. 2021 wurde aus Kostengründen der Standort Bremen vollständig aufgegeben, und das traditionsreiche Gebäude der Verkehrsfliegerschule Bremen an die Hochschule Bremen verkauft, die Mehrzahl der Beschäftigten verlor ihre Jobs. Ebenso wurden die Ausbildungseinrichtugen in den USA an den langjährigen Partner United Airlies verkauft. Im Mai 2022 übernahm die eigens dafür gegründete CAE GmbH die bisher von der Verkehrsfliegerschule durchgeführte theoretische Flugausbildung für Piloten der Bundeswehr in Bremen. Ebenfalls 2022 nahm die Lufthana wieder die eigene Pilotenausbildung auf, ist nun aber sowohl in Bremen als auch in den USA nur noch Mieter der ehemals konzerneigenen Anlagen. Für die neue Pilotenausbildung wurden neue Tochterfirmen gegründet, die nicht an den Konzern-Tarifvertrag der Lufthansa gebunden sind.

Konzernübersicht Die LAT Group unterteilt sich auf die erwähnten Standorte und wird von Matthias Spohr als Managing Director geführt. Der Hauptsitz befindet sich in München.LFT Frankfurt, LFT Homepage, abgerufen am 22. April 2011. Das Unternehmen beschäftigt ca. 1000 Mitarbeiter, die in den Bereichen Verwaltung, Wartung und Ausbildung beschäftigt sind. Neben den zwei Kernbereichen Cockpit- und Kabinentraining, die sich auf die Hauptstandorte verteilen, befinden sich folgende Gesellschaften im Besitz der LAT:LFT Beteiligungen, LFT Homepage, abgerufen am 22. April 2011. Lufthansa Aviation Training Switzerland AG Lufthansa Aviation Training Germany GmbH Lufthansa Aviation Training Austria GmbH Lufthansa Aviation Training Operations Germany GmbH (100 %)CST Berlin Homepage, abgerufen am 22. April 2011. Lufthansa Aviation Training USA Inc. (ATCA) (100 %), ATCA Homepage, abgerufen am 22. April 2011. Lufthansa Aviation Training Pilot Academy GmbH (100 %), PTN Homepage, abgerufen am 22. April 2011. Aviation Quality Services GmbH (100 %)Aviation Quality Services, AQS Homepage, abgerufen am 22. April 2011.

An 40 Full-Motion-Simulatoren wird Flugpersonal auf 20 verschiedenen Flugzeugtypen ausgebildet und geschult., LFT Homepage, abgerufen am 2. Oktober 2019.Cockpit Training, LFT Homepage, abgerufen am 24. April 2011. Im Jahr 2010 erwirtschaftete die LAT Betriebserträge von 170 Millionen Euro.

Holdings und Geschäftsfelder im Detail mini|Hangar der Verkehrsfliegerschule Bremen am Airport Bremen Hauptgeschäftsfelder LAT Verkehrsfliegerschule Bremen An der Verkehrsfliegerschule am Flughafen Bremen wird der Cockpitnachwuchs für die Lufthansa-Konzern Fluggesellschaften Lufthansa Passage Airlines, Lufthansa Cargo und Germanwings ausgebildet. Alle Nachwuchsflugzeugführer (NFF) haben dafür den DLR-Test, abgerufen am 23. April 2011., DLR-Homepage, abgerufen am 2. Oktober 2019. erfolgreich durchlaufen.Bewerbung und Auswahl, Pilotenausbildung Deutschland, abgerufen am 15. Mai 2011 Daneben lässt auch die Bundeswehr ihren Pilotennachwuchs (Lufttransport, Flugbereitschaft und Seefernaufklärung) seit den 1960er Jahren in Bremen ausbilden,50 Jahre Kooperation LFT BRE mit der Bundeswehr, Bundeswehr Luftwaffe Homepage, abgerufen am 23. April 2011. sowie seit 2011 die Austrian Airlines., Austrian Airlines Pilotenbewerbung, abgerufen am 2. Oktober 2019. Außerdem führt die LAT Trainings für die Astronauten der European Space Agency (ESA) durch., abgerufen am 2. Oktober 2019.

Neben der klassischen ATPL- und MPL-Ausbildung ist die LAT Kooperationspartner der Hochschule Bremen.Hochschule Bremen, abgerufen am 22. April 2011. Im Zuge dieser Zusammenarbeit besteht die Möglichkeit, die fliegerische Ausbildung mit dem dualen Studiengang für Luftfahrtsystemtechnik und -management zu kombinieren und zusätzlich zur Pilotenlizenz einen Bachelor of Engineering zu erwerben. Seit 2009 wurde die komplette Schulung des Lufthansa Cockpitpersonals auf die Multi-Crew Pilot Licence umgestellt, (PDF; 100 kB), NZZ Online zweiter Teil, abgerufen am 9. Mai 2011. wofür die vier Piper PA-42 Cheyenne IIIA ausgemustert und durch fünf Cessna Citation CJ1+ ersetzt wurden. Diese ermöglichen es der Lufthansa, die NFFs intensiver und besser auf den Linienbetrieb vorzubereiten und den Sprung von Trainingsflugzeugen auf die späteren Linienmaschinen so gering und reibungslos wie möglich zu gestalten.

Die Ausbildung der Lufthansa-Nachwuchsflugzeugführer (NFF) gliedert sich im Wesentlichen in vier Phasen, wovon die erste Phase (Theoriephase) und dritte Phase (zweite fliegerische Phase) in Bremen absolviert werden. Zum Lernen stehen den Schülern, neben Klassenzimmern und Anschauungsmaterial (u. a. eine offene Pratt & Whitney Canada PT6 Turbine), auch zwei CBT-Räume zur Verfügung, von denen sie auf einen Fragen- und Lernkatalog zugreifen können. Des Weiteren stehen eine Sporthalle, ein Hartplatz, ein Squashcourt sowie ein Eventraum zur Freizeitnutzung zur Verfügung. Mittlerweile wurden über 100 Bundeswehr-Lehrgänge und 400 NFF-Lehrgänge in Bremen ausgebildet.

Seit 2010 bestehen Kooperationen mit Atlas Air ServiceAtlas Air Service, Homepage, abgerufen am 18. Mai 2011. zur Aus- und Fortbildung von Piloten sowie der Eventagentur Pro Toura, bei der man Schnupperstunden in einem der sechs Cessna Citation CJ1+ FNPTs buchen kann.Pro Toura, Homepage der Agentur, abgerufen am 23. April 2011.

mini|Piper PA-42 Cheyenne IIIA, ehemaliges Schulungsflugzeug der Lufthansa Aviation Training Bekannte Personen im Zusammenhang der Verkehrsfliegerschule sind: Jürgen Schumann, der Kapitän der am 13. Oktober 1977 entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“. Nach ihm wurde das Schulungsgebäude benannt Sonja Zietlow, deutsche Fernsehmoderatorin, Absolventin der Schule Heike Walpot, Lufthansapilotin, Ärztin, Leistungsschwimmerin und Raumfahreranwärterin Willi Kuhweide, früherer Lufthansapilot, Pilotenausbilder und Segel-OlympiasiegerGebremster Favorit, Der Spiegel Ausgabe 21/1968, abgerufen am 23. April 2011 Klaus Schrodt, deutscher Kunstflieger und früherer Lufthansapilot Carsten Spohr, früherer Lufthansapilot und Vorstandsvorsitzender der Deutsche Lufthansa AG Andreas Lubitz, Pilot des Germanwings-Flugs 9525 Im Januar 2021 berichtete die Süddeutsche Zeitung, in der Auseinandersetzung um die Ausbildung an der Verkehrsfliegerschule in Bremen hätten mehr als 100 Flugschüler Klagen gegen die Lufthansa Aviation Training (LAT) eingereicht. Mit den Klagen wollten sie durchsetzen, dass sie ihre Ausbildung trotz Corona-Krise fortsetzen und beenden könnten. Der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zufolge wehrten sie sich damit gegen die „einseitige Änderung ihrer Ausbildungsverträge“.Jens Flottau: Flugschüler klagen gegen Lufthansa. SZ.de, 26. Januar 2021

Flugbegleiterausbildung Die Flugbegleiter sind verantwortlich für die Sicherheit und das Wohlergehen der Passagiere an Bord, sowie der Überprüfung der Rettungs- und Sicherheitsgeräte in der Kabine. Hierfür müssen sie an der LAT in Frankfurt eine sieben- bis neunwöchige Ausbildung durchlaufen, die mit zwei Schulungs- bzw. Ausbildungsflügen endet. Das Hauptaugenmerk liegt dabei neben dem Servicetraining vor allem auf der Sicherheitsschulung und wird mit einem Gehalt von ca. 400 € vergütet., Pressemeldung Lufthansa, abgerufen am 2. Oktober 2019. Unter anderem werden dort Feuerbekämpfung, der Ausstieg über die Notfallrutschen und das Verhalten in Notsituationen geübt. Aber auch Fragen der Etikette, sowie Aspekte der interkulturellen Kompetenz werden geschult und trainiert. Abschließend haben die FBs je nach Bedarf die Option, auf die Kurz- oder Langstrecke zu gehen., LFT Homepage, abgerufen am 2. Oktober 2019, Lufthansa Karriere Portal, abgerufen am 2. Oktober 2019. mini|Full-Motion-Flugsimulator der Lufthansa Aviation Training

Cockpit Training Das Trainingsangebot ist auf die operationelle Praxis zugeschnitten und erfüllt die Vorgaben der EASA bzw. der Joint Aviation Authority (JAA), es ist sowohl als Dry oder Wet Lease Training möglich. Trainingsleistungen sind:, LFT Homepage, abgerufen am 2. Oktober 2019.

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