mini|Marion Breckwoldt als „Zofe“ bei den Nibelungen­festspielen in Worms 2015 Marion Breckwoldt (* 19. September 1957 in Hamburg) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben und Karriere Ausbildung und Theater Marion Breckwoldt erhielt ihre schauspielerische Ausbildung an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater. Nach Beendigung ihres Studiums zog es sie für zwei Jahre an das Wiener Burgtheater, ehe sie von 1983 bis 1988 ein Engagement bei den Münchner Kammerspielen hatte, wo sie unter anderem mit den Regisseuren Dieter Dorn und Alexander Lang zusammenarbeitete. 1989 wechselte Breckwoldt an das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, wo sie unter anderem bei Inszenierungen von Frank Castorf, Franz Wittenbrink, Karin Beier und Luk Perceval mitwirkte.

In der Spielzeit 2000/01 trat Breckwoldt in Inszenierungen von Luk Perceval, Anselm Weber und Christian Pade am Schauspiel Hannover auf und kehrte ab der Saison 2001/02 an die Münchner Kammerspiele zurück, wo sie seither in zahlreichen Inszenierungen, unter anderem von Jossi Wieler, Thirza Bruncken und Johan Simons zu sehen war. Seit der Spielzeit 2005/2006 ist Breckwoldt wieder Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. 2015 spielte Breckwoldt in der Inszenierung Eine Familie: August: Osage County von Tracy Letts im Ensemble mit u. a. Annette Frier und Felix von Manteuffel in Berlin im Theater am Kurfürstendamm. Im selben Jahr war sie bei den Nibelungenfestspielen in Worms als „Zofe“ zu sehen. Film und Fernsehen Neben ihrer Arbeit auf der Bühne wirkte Breckwoldt in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit. Sie übernahm wiederholt Gastrollen in Serien wie Doppelter Einsatz, Adelheid und ihre Mörder, Tatort, Notruf Hafenkante und Polizeiruf 110. Seit 2011 hat sie in der Vorabendserie Großstadtrevier eine wiederkehrende Gastrolle als Obdachlose Onna.

Breckwoldt sprach zudem bis 2017 die Ermittlerin Claudia Evernich in den von Radio Bremen produzierten Folgen des ARD Radio Tatorts.

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele (Auswahl) 1987: Hans Kruppa: Programmänderung – Regie: Hans Helge Ott (RB) 1991: Adolf Schröder: Berger und Levin – Regie: Bernd Lau (NDR) 1997: Dagmar Scharsich: Radieschen von unten – Regie: Corinne Frottier (NDR) 2001: Esther Vilar: Eifersucht – Regie: Christiane Ohaus 2005: Michaela Melián: Föhrenwald – Regie: Michaela Melián (Original-Hörspiel – BR) 2006: Händl Klaus: Dunkel lockende Welt – Regie: Erik Altorfer, DRS 2006: Terézia Mora: Miss June Ruby – US-Familiendrama nach einem wahren Fall – Regie: Andrea Getto (NDR) 2008: Lasst die Kadaver bräunen! von Jean-Patrick Manchette und Jean-Pierre Bastid (WDR) – Hörspielbearbeitung und Regie: Silke Hildebrandt 2008: John von Düffel: Schrei der Gänse – Regie: Christiane Ohaus (Radio-Tatort – RB) 2009: John von Düffel: Die Unsichtbare – Regie: Christiane Ohaus (Radio-Tatort – RB) 2010: John von Düffel: Das fünfte Gebot – Regie: Christiane Ohaus (Radio-Tatort – RB) 2010: Händl Klaus: Marderin im Dirndl – Regie: Erik Altorfer (DRS) 2011: John von Düffel: Wer sich umdreht oder lacht ... – Regie: Christiane Ohaus (Radio-Tatort – RB) 2012: John von Düffel: Ein klarer Fall – Regie: Christiane Ohaus (Radio-Tatort – RB) 2013: Renate Görgen: Der hinkende Hund – Regie: Alexander Schuhmacher (Hörspiel – NDR) 2014: John von Düffel: Die Katze des Libanesen – Regie: Christiane Ohaus (Radio-Tatort – RB) 2014: Katja Brunner: Von den Beinen zu kurz – Regie: Erik Altorfer (Hörspiel – WDR) 2015: John von Düffel: Die Toten ruhen (Hauptkommissarin Claudia Evernich) – Regie: Christiane Ohaus (Radio-Tatort – RB)

Auszeichnungen 1994: Schauspielerin des Jahres 2005: Deutscher Hörbuchpreis in der Kategorie „Beste Interpretation“ 2010: Rita-Tanck-Glaser-Schauspielpreis

Weblinks

Einzelnachweise

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