Nowoaltaisk () ist eine Stadt in der Region Altai am gebirgigen Rand Westsibiriens (asiatischer Teil Russlands). Sie hat Einwohner (Stand ).

Geografie Nowoaltaisk liegt als Satellitenstadt der Regionshauptstadt Barnaul etwa 12 km östlich von dieser, am rechten Ufer des Ob und an dessen Nebenfluss Tschesnokowka. Die Stadt ist der Region administrativ direkt unterstellt und zugleich Verwaltungszentrum des Rajons Perwomaiski.

Der Bahnhof Altaiskaja in Nowoaltaisk ist ein wichtiger Eisenbahnknoten, an dem sich die Turkestan-Sibirische Eisenbahn von Nowosibirsk über Barnaul nach Kasachstan mit der Südsibirischen Eisenbahn von Pawlodar über Barnaul in das Kusnezker Becken kreuzt. Außerdem zweigt hier die Stichstrecke nach Bijsk ab. Etwas weiter nördlich ist auch die Mittelsibirische Eisenbahn von Omsk über Karassuk und Kamen am Ob an diese Strecken angebunden.

Durch Nowoaltaisk führt auch die Fernstraße M52 von Nowosibirsk zur mongolischen Grenze, von der hier die A349 über Barnaul zur kasachischen Grenze abzweigt.

Geschichte Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts ist an Stelle des heutigen Nowoaltaisk das Dorf Tschesnokowka bekannt. Mit dem Bau der Altaieisenbahn Nowonikolajewsk – Barnaul – Semipalatinsk (eröffnet 1915, später erweitert zur Turkestan-Sibirischen Eisenbahn oder Turksib) wuchs die Bedeutung des Dorfes. Zeitgleich wurde auch die hier abzweigende Nebenstrecke nach Bijsk eröffnet. 1934 wurde ein holzverarbeitendes Werk fertiggestellt. Nach Beginn des Großen Vaterländischen Krieges 1941 verlagerte man das Dniprodserschynsker Eisenbahnwaggonwerk hierher (heute Altaiwagon). 1942 erhielt der Ort Stadtrecht, 1962 erfolgte die Umbenennung in Nowoaltaisk (russisch etwa für neue Altaistadt).

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1939 9.299 1959 33.953 1970 49.498 1979 50.034 1989 53.642 2002 60.015 2010 70.437 Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft Neben dem Werk Altaiwagon zur Herstellung von Güterwagen bestimmen auch andere Betriebe des Eisenbahnverkehrs, der Bauwirtschaft (Betonfertigteile, Fußbodenbeläge, Straßenbau) und der holzverarbeitenden Industrie das Stadtbild. Daneben gibt es Betriebe der Lebensmittelindustrie, da die Stadt Zentrum eines Landwirtschaftsgebietes ist.

Söhne und Töchter der Stadt Nadeschda Remnjowa (* 1945), Soziologin, Hochschullehrerin und Politikerin Konstantin Wassiljew (* 1970), Komponist und Musiker

Einzelnachweise

Weblinks

Webseite der Stadtverwaltung () Nowoaltaisk auf mojgorod.ru (russisch)

Kategorie:Ort in der Region Altai Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1942