Mercedes-Benz/AMG250px Hersteller Mercedes-Benz/AMG Produktionszeit 1989–1999 Bauform VAchtzylinder Versionen 4,2 l (4196 cm³)5,0 l (4973 cm³)6,0 l (5956 cm³) Vorgänger M 117 Nachfolger M 113

Der M 119 ist ein Ottomotor von Mercedes-Benz mit 8 Zylindern in V-Stellung und vier Ventilen je Zylinder. Verwendung fand er von 1989 bis 1999 in verschiedenen Mercedes-Pkw der Ober- und oberen Mittelklasse.

Entstehungsgeschichte und Entwicklung

Allgemeines

Er basiert auf den Vorgängermotoren M 116 und M 117 und unterscheidet sich von diesen im Wesentlichen durch den Vierventil-Zylinderkopf mit zwei kettengetriebenen obenliegenden Nockenwellen je Zylinderbank, die die Ventile über Tassenstößel mit hydraulischem Ventilspielausgleich betätigen. Er besitzt eine zweistufige Phasenverstellung der Einlass-Nockenwellen. Es gab den M 119 mit den Hubräumen 4,2 l (4196 cm³) und 5,0 l (4973 cm³) serienmäßig sowie mit 6,0 l (5956 cm³) und mit 6,3 l (6298 cm³) als Tuning-Varianten.

Zuerst kam er 1989 im Modell 500 SL der Baureihe R 129 auf den Markt, später auch in der Baureihe 124, in der S-Klasse Baureihe 140 und E-Klasse Baureihe 210. Die 4,2-l-Variante leistete je nach Ausführung bis und die 5,0-l-Variante bis .

Als M 119 HL, aufgeladen von zwei Turboladern der Firma Kühnle, Kopp & Kausch, kam der Motor ab 1989 im Sauber C9 zum siegreichen Einsatz im Motorsport, etwa beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans.Erinnerungen: Sauber-Mercedes-Sieg in Le Mans, auf motorsport-total.comMotor M 119 HL, auf mercedes-benz-publicarchive.com

Nachfolger war der M 113, der gemeinsam mit dem technisch verwandten V6-Motor M 112 entwickelt wurde.

AMG

Der damals noch eigenständige, auf Mercedes-Fahrzeuge spezialisierte Tuningbetrieb AMG setzte auf die 5,6-l-Versionen des Vorgänger-Motors M 117 zum Ende der 1980er-Jahre eigenentwickelte Vierventil-Zylinderköpfe, mit denen die Motoren unter hoher Verdichtung bis leisteten. Diese Motoren erhielten von AMG die Kennung M 117/9. Die durch Daimler-Benz entwickelte Nachfolgemotorenfamilie M 119 der zweiventiligen M 116/M 117-Reihe erhielt dann ebenfalls vier Ventile pro Zylinder.

Motordaten

Motor-bezeichnung Zy-lin-der-zahl Boh-rung×Hub[mm] Hub-raum[cm³] Ver-dich-tung Leistung[kW]beiDrehzahl[1/min] Dreh-moment[Nm]beiDrehzahl [1/min]M 119 E 42892,0 × 78,94196 10,0 : 1 200 bei 5700 (US-Version) 400 bei 390011,0 : 1 205 bei 5700 210 bei 5700 410 bei 3900M 119 E 5096,5 × 85,0497310,0 : 1 235 bei 5600 470 bei 3900 240 bei 5700 480 bei 3900 11,0 : 1 255 bei 5750 480 bei 3750–4250M 119 E 60100,0 × 94,85956 10,0 : 1 275 bei 5250 550 bei 4000 280 bei 5500 580 bei 3750

Einsatz

M 119 E 42

Verkaufs-bezeichnung Baureihe BauzeitHubraum: 4196 cm³, Leistung: bei 5700/min, Drehmoment: 400 Nm bei 3900/min 400 E/E 420 W 124 1992–1995 S 420 Coupé/CL 420 C 140 1994–1998 S 420 W/V 140 1993–1998 E 420 W/S 210 1996–1998Leistung: bei 5700/min, Drehmoment: 410 Nm bei 3900/min 400 SE W/V 140 1991–1993

M 119 E 50

Verkaufs-bezeichnung Baureihe BauzeitHubraum: 4973 cm³, Leistung: bei 5600/min, Drehmoment: 470 Nm bei 3900/min 500 E / E 500 W 124 1990–1993 500 SL/SL 500 R 129 1989–1998 500 SEC/S 500 Coupé/CL 500 C 140 1992–1998 S 500 W/V 140 1993–1998Leistung: bei 5700/min, Drehmoment: 480 Nm bei 3900/min 500 E W 124 1990–1993 500 SL R 129 1989–1992 500 SE W/V 140 1991–1993Leistung: bei 5750/min, Drehmoment: 480 Nm bei 3750–4250/min E 50 AMG W 210 1996–1997

M 119 E 60

mini|M 119 E60 in einem E 60 AMG

Verkaufs-bezeichnung Baureihe BauzeitHubraum: 5956 cm³, Leistung: bei 5500/min, Drehmoment: 580 Nm bei 3750/min E 60 AMG W 124 1993–1994 SL 60 AMG R 129 1993–1998 E 60 AMG W/S 210 1996–1998

M 119 E 63

Verkaufs-bezeichnung Baureihe BauzeitHubraum: 6298 cm³, Leistung: bei 5500/min, Drehmoment: 616 Nm bei 3600/min E 60 AMG 6.3 W 210 1996–1998

Einzelnachweise

M 119 Kategorie:Motorenmodell (V-Motor) M 119