miniatur|Stuckarbeiten von F. X. und Johann Michael Feuchtmayer im Marienmünster Dießen

Franz Xaver Feuchtmayer (auch: Feichtmair, Feichtmayr) der Ältere (* 11. August 1698 [Taufdatum] in Wessobrunnnach Schnell/Schedler: Künstler und Handwerker, 1988, S. 113. Dort wird eine ältere Zuschreibung an einen anderen Feuchtmayer dieses Vornamens mit Geburtsjahr 1705 begründet widerlegt. Die Deutsche Biographie nannte in der Ausgabe 1961 als (jedoch fragwürdiges) Geburtsdatum den 10. Dezember 1705.; † nach unterschiedlichen Angaben vor dem 21. August 1763 oder vor dem 28. April 1764 in Augsburg) aus der Künstlerfamilie Feuchtmayer war ein Stuckateur und Ornamentstecher der barocken Wessobrunner Schule.

Leben

Franz Xaver Feuchtmayer war der Sohn von Michael Feuchtmayer (* 1667) und der Bruder von Johann Michael Feuchtmayer dem Jüngeren (1709–1772). In Franz Xavers Fußstapfen trat sein Sohn Franz Xaver Feuchtmayer der Jüngere (1735–1803) als letzter in der Kunstgeschichte erwähnter Spross der Familie.

Feuchtmayers erste Ausbildung erfolgte vermutlich beim Vater und später in Tirol. Anfang der 1720er Jahre trat er das erste Mal in Augsburg in Erscheinung: 1727 wird er als Hausbesitzer erwähnt, 1730 genoss er den Bayerischen Hofschutz in München. Häufig zusammen mit seinem Bruder, aber auch mit Johann Michael Fischer oder den Brüdern Matthäus und Ignaz Günther gestaltete Franz Xaver Feuchtmayer als Stuckateur einige der bedeutendsten Kirchenräume in Schwaben, Oberbayern, Mittelfranken, Mainfranken und Tirol.

Stilistisch entwickelte sich Feuchtmayer vom frühen Bandelwerk bis hin zur vornehmen Ausdrucksform des hohen Rokoko.

Bedeutende Arbeiten miniatur|Kirche Mariä Himmelfahrt, Stift Stams miniatur|Marienmünster in Dießen Schlosskirche in Ellingen Abteikirche in Münsterschwarzach 1723–1724: Dominikanerkirche St. Magdalena in Augsburg (Johann Michael F. d. J. und Joseph Anton F.) 1731–1734: Stiftskirche in Stams Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Walleshausen Pfarrkirche St. Elisabeth in Sterzing 1738–1739: Marienmünster in Dießen am Ammersee 1743–1744; 1751 (nach teilweisem Einsturz der Decke im Jahr 1750): Abteikirche St. Josef in Fiecht (zusammen mit Johann Michael F. d. J. und Johann Georg Üblhör) 1745: Katholische Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus in Stöttwang 1750: St. Georg in Dießen am Ammersee 1752: Grafrath 1754: Stift Wilten bei Innsbruck 1754–1755: Augustinerkirche in Indersdorf 1755–1756: Klosterkirche Gutenzell 1758–1762: Schloss Sünching bei Regensburg 1759–1763: Klosterkirche St. Marinus und St. Anianus in Rott am Inn um 1760: Basilika Vierzehnheiligen in Bad Staffelstein (zusammen mit Johann Michael F. d. J.)

Einzelnachweise

Literatur

Hugo Schnell, Uta Schedler: Lexikon der Wessobrunner Künstler und Handwerker. Schnell und Steiner, München und Zürich 1988, ISBN 3-7954-0222-0.

Weblinks

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