mini|hochkant=0.8|Moya Brennan (2011)
Máire Philomena Ní Bhraonáin ( [], oder Moya Brennan genannt; * 4. August 1952 in Gaoth Dobhair; † 13. April 2026 ebenda) war eine irische Sängerin, Harfenistin und Songwriterin.
Leben Máire Philomena Ní Bhraonáin war das älteste der neun Kinder der Eheleute Máire geborene Dhúgáin, einer Musiklehrerin, und Leo Brennan, eines Berufsmusikers. Eine ihrer Schwestern ist bekannt unter dem Künstlernamen Enya.
Moya Brennan wuchs im nordwestirischen County Donegal auf, in dem die irische Sprache noch verbreitet gesprochen wird. Sie studierte an der Royal Irish Academy of Music in Dublin Harfe, Klavier und Gesang und unterrichtete Musik am Holy Cross College in An Fál Carrach (Falcarragh).
Brennan war Mitglied der irischen Musikgruppe Clannad, deren Besetzung sich vollständig aus Familienangehörigen rekrutiert und zu deren Besetzung zeitweise auch ihre Schwester Enya gehörte. Nach langjähriger musikalischer Mitwirkung bei Clannad veröffentlichte Moya 1992 bei Atlantic Records ihr erstes Soloalbum unter dem Titel Máire. Misty Eyed Adventures bei BMG folgte zwei Jahre später. 1995 sang sie im Duett mit Shane MacGowan, dem ehemaligen Frontmann der Pogues, die Ballade You’re the One. 1998 erschien Perfect Time bei Word Records. Whisper to the Wild Water folgte ein Jahr später. Das Album war 2001 für einen Grammy Award im Bereich New Age nominiert.
2000 erschien ihre Autobiographie The Other Side of The Rainbow zunächst nur in englischer Sprache, dann auch unter dem Titel Mein irisches Leben auf Deutsch. Seit 2003 nannte sie sich Moya Brennan, da es häufig zu Missverständnissen bei der Aussprache gekommen war. Ihr Album Two Horizons erschien 2003 bei Universal und war ebenfalls für einen Grammy Award im Bereich New Age nominiert. 2005 erschien mit An Irish Christmas ein Album mit Weihnachtsliedern. Das 2006 veröffentlichte Album Signature nimmt in vielen Liedern Bezug auf Moya Brennans Lebensweg.
Des Weiteren sang sie für das Musikprojekt Schiller die Songs Miles and Miles und Falling, die auf dem 2005 veröffentlichten Studioalbum Tag und Nacht (Titel Nr. 6 und 13) erschienen und mit denen sie Schiller auch live begleitete.
2004 kam es zu einer Zusammenarbeit mit Hans Zimmer bei der Musik zu dem US-amerikanischen Film King Arthur. Am 20. August 2005 trat Brennan gemeinsam mit Papst Benedikt XVI. beim Weltjugendtag in Köln im Rahmen des Vigil-Gebets vor einem Millionenpublikum auf. Außerdem engagierte sie sich als Botschafterin für die Christoffel-Blindenmission.
Moya Brennan war Mitglied der seit 2009 bestehenden Musikgruppe „T with the Maggies“, zusammen mit Tríona und Maighread Ní Dhomhnaill sowie Mairéad Ní Mhaonaigh. Das Album Timeless (2019) zusammen mit Cormac de Barra enthält sieben neue Songs (fünf in irischer Sprache), zwei Traditionals und eine Coverversion von Christine McVies Songbird.
Brennan verstarb am 13. April 2026 in Gaoth Dobhair im Alter von 73 Jahren.
Diskografie 1992: Máire 1994: Misty Eyed Adventures 1998: Perfect Time 1999: Whisper to the Wild Water 2003: Two Horizons 2005: An Irish Christmas 2005: Óro 2006: Signature 2008: Heart Strings 2011: Voices & Harps 2013: Affinity (mit Cormac de Barra) 2017: Canvas 2019: Timeless (mit Cormac de Barra) 2024: Voices & Harps IV (mit Cormac de Barra)
Kooperationen 1990: Put’em Under Pressure mit Irish Football Squad 1993: Dreamfields mit Runrig 1993: Come into my life mit Robert Plant 1994: The Man Who Wrote Danny Boy mit Joe Jackson 1995: Lumen mit Michael O’Suillebhean/Brian Kennedy 1995: Divine Presence mit Iona 1995: You’re the One mit Shane MacGowan 1997: Come Josephine, In My Flying Machine mit James Horner im Film Titanic 1999: Silent Night, Lullabies mit The Chieftains 1999: The Call of the Wild mit Alan Parsons 1999: Saltwater mit Chicane 1999: Don’t Give Up (Peter-Gabriel- und Kate-Bush-Cover, Duett mit Michael McDonald mit umgekehrten Geschlechter-Rollen des Liedes auf dem christlichen Album Streams) 2000: Fairytale of New York mit Ronan Keating 2004: Tell me now (What you see) mit Hans Zimmer im Film King Arthur (2004) 2005: I’ll See You mit Delirious? 2005: Miles and Miles und Falling mit Schiller 2011: Morning Star mit Roger Shah 2020: Rivers mit Trance Wax
Schriften Máire Brennan, Angela Little: Mein irisches Leben – Die Autobiografie der Sängerin von „Clannad“. Brunnen-Verlag, Basel/Gießen 2001, ISBN 3-7655-5864-8.
Weblinks
Homepage von Moya Brennan Moya Brennans MySpace-Seite
Einzelnachweise
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