mini|hochkant|Vinod Khanna (2012) Vinod Khanna (* 6. Oktober 1946 in Peschawar, Britisch-Indien; † 27. April 2017 in Mumbai, Indien) war ein indischer Schauspieler, Filmproduzent und Politiker.
Schauspielkarriere Khanna, der zu Beginn seiner Karriere vorwiegend Charakterrollen und Bösewichte spielte, entwickelte sich in den Siebzigerjahren zu einem der erfolgreichsten Schauspieler Bollywoods. Seinen Durchbruch hatte er 1971 neben Meena Kumari mit dem Gulzar-Film Mere Apne, einem Remake von Tapan Sinhas Apanjan aus dem Jahr 1968. Daraufhin folgten weitere Hits wie Parvarish (1977), Amar Akbar Anthony (1977), Muqaddar Ka Sikandar (1978), The Burning Train (1980) und Qurbani (1980).
1979 zog er sich auf dem Höhepunkt seines Erfolgs für einige Zeit von der Filmindustrie zurück und lebte mehrere Jahre bei seinem Guru Osho in Rajneeshpuram.Saffron Talk: Vinod Khanna plays the spiritual franchiser. The Tribune (Chandigarh), 24. Juli 2002, abgerufen am 7. Mai 2017 (englisch). Mitte der Achtzigerjahre nahm er seine Filmkarriere wieder auf. Seine Tätigkeit als Politiker hatte dann allerdings dazu geführt, dass er seine Filmtätigkeit stark eingeschränkt hatte. Er spielte zuletzt vorwiegend Charakterrollen.
Politische Karriere 1997 trat Khanna der Bharatiya Janata Party (BJP) bei und begann eine Karriere als Politiker. 1998 wurde er für die BJP aus dem Wahlkreis Gurdaspur in die Lok Sabha, das Unterhaus des gesamtindischen Parlaments, gewählt. Bei den Wahlen 1999 und 2004 verteidigte er seinen Sitz.
Vom 1. Juli 2002 bis zum 28. Januar 2003 war Khanna in der Regierung Atal Bihari Vajpayees Minister für Tourismus und Kultur. Vom 29. Januar 2003 bis Mai 2004 amtierte er als Staatsminister im indischen Außenministerium. Mit der Wahlniederlage der BJP im Jahre 2004 verlor er den Ministerposten.
Bei der Parlamentswahl 2009 verlor Khanna seinen Wahlkreis und schied aus der Lok Sabha aus. Bei der darauffolgenden Wahl 2014 gewann er den Sitz aber wieder zurück.
Privatleben Khanna heiratete seine Frau Geetanjali, die er während seines Studiums kennengelernt hatte, kurz nach Beginn seiner Filmkarriere und hat zwei Söhne von ihr: Akshaye Khanna und Rahul Khanna, beide heute selbst Bollywood-Schauspieler. Ende 1975 wurde Khanna ein Schüler von Osho.Anubha Sawhney: The uncensored Vinod Khanna. In: Times of India, 28. Juli 2002, abgerufen am 7. Mai 2017 (englisch). In den frühen Achtzigerjahren ging er für vier Jahre nach Rajneeshpuram, Oshos Kommune in den Vereinigten Staaten, wo er als Tellerwäscher, Putzmann und Gärtner arbeitete. Die lange Abwesenheit von seiner Familie, die in Indien zurückgeblieben war und nur telefonischen Kontakt mit ihm hatte, verursachte Spannungen mit seiner Frau, und die Ehe endete in Scheidung.
1990 heiratete Khanna seine zweite Ehefrau, Kavita; das Paar hatte zwei Kinder.
Am 27. April 2017 starb Khanna aufgrund von Blasenkrebs in Mumbai.Veteran Actor Vinod Khanna Dies at 70 After Battle With Cancer. In: news18.com, 27. April 2017, abgerufen am 7. Mai 2017 (englisch).
Auszeichnungen und Nominierungen 1975 – Filmfare Award für den besten Nebendarsteller für seine Rolle in Haath Ki Safai 1977 – Nominiert für den Filmfare Award für den besten Nebendarsteller für seine Rolle in Hera Pheri 1978 – Nominiert für den Filmfare Award für den besten Hauptdarsteller für seine Rolle in Shaque 1981 – Nominiert für den Filmfare Award für den besten Hauptdarsteller für seine Rolle in Qurbani 2000 – Filmfare Award für sein Lebenswerk 2007 – Zee Cine Award für sein Lebenswerk
(Die hier genannten Jahreszahlen geben jeweils das Jahr der Preisverleihung wieder.)
Filmografie (Auswahl) 1968: Man Ka Meet 1970: Aan Milo Sajna 1970: Purab Aur Paschim 1971: Mera Gaon Mera Desh 1971: Mere Apne 1971: Reshma Aur Shera 1971: Sachaa Jhutha 1974: Haath Ki Safai 1974: Kunwaara Baap (Gastauftritt) 1975: Zameer 1976: Hera Pheri 1977: Khoon Pasina 1977: Parvarish 1978: Amar Akbar Anthony 1978: Main Tulsi Tere Aangan Ki 1978: Muqaddar Ka Sikandar 1980: Qurbani 1980: The Burning Train 1987: Insaaf 1987: Satya Mev Jayate 1988: Dayavan 1989: Chandni 1990: Jurm 1991: Farishtay 1991: Khoon Ka Karz 1992: Nishchaiy 1992: Parampara 1993: Insaniyat Ke Devta 1993: Kshatriya 1994: Eena Meena Deeka 1994: Ekka Raja Rani 1997: Dus (unvollendet) 1997: Himalay Putra 2002: Deewaanapan 2002: Kranti 2007: Risk 2009: Wanted 2010: Dabangg 2012: Dabangg 2 2015: Dilwale
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Tourismusminister (Indien) Kategorie:Lok-Sabha-Mitglied Kategorie:BJP-Mitglied Kategorie:Inder Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Gestorben 2017 Kategorie:Mann Kategorie:Person (Mumbai)